Jetzt: Pfarrvikar Daniel Johann - Pfarrei der Woche: Seelsorgeeinheit Villingen, Kirche St. Bruder Klaus in Villingen-Schwenningen.
Pfarrvikar Daniel Johann - Pfarrei der Woche: Seelsorgeeinheit Villingen, Kirche St. Bruder Klaus in Villingen-Schwenningen.

Der Synodale Weg

Worum geht es?

Die Kirche in Deutschland hat sich auf einen zweijährigen sogenannten "Synodalen Weg" begeben. Dabei handelt es sich um einen Gesprächsprozess zwischen Bischöfen und Laien. Was sind die Themen und in welche Richtung bewegen wir uns? Hier finden Sie Beiträge unserer Referenten und unseres Programmdirektors Pfarrer Kocher zum Synodalen Weg, die wir laufend ergänzen.

Pfarrer Johannes Schaan ist Vertreter des Priesterrates und Mitglied beim Synodalen Weg und auch im Forum "Leben in gelingenden Beziehungen".

Virtuelle Synodalversammlung

Online-Konferenz am 4. und 5. Februar 2021

Nach der ersten Synodalversammlung vor einem Jahr in Frankfurt am Main und den Regionenkonferenzen im vergangenen Herbst geht der synodale Weg - wegen der Corona-Pandemie virtuell - in die nächste Etappe. Am 4. und 5. Februar 2021 findet eine Online-Konferenz des synodalen Weges statt, an der neben den Mitgliedern der Synodalversammlung auch die weiteren Mitglieder der vier Synodalforen sowie die Beobachterinnen und Beobachter aus dem benachbarten Ausland und der Ökumene teilnehmen.
Im Mittelpunkt steht dabei der aktuelle Stand des synodalen Weges. Neben Berichten aus den Foren wird es dabei auch um weitere, von den Synodalen eingebrachte Themen gehen. In der Konferenz wird es außerdem eine Diskussion zu den Maßnahmen zur Aufarbeitung und Aufklärung sexuellen Missbrauchs in der Kirche geben.

Die Online-Konferenz versteht sich als Zwischenschritt für eine substanzielle Weiterarbeit in den thematischen Synodalforen. Ziel ist es außerdem, die Eindrücke der Beobachterinnen und Beobachter aus dem Ausland und der Ökumene ausführlicher wahrzunehmen.

In einem offenen Brief hat sich der Regensburger Bischof Rudolf Voderholzer zur Zusammensetzung der Online-Konferenz geäußert. "Insgesamt drängt sich der Eindruck auf, dass der Umstand, dass die Online-Konferenz nicht in der Satzung definiert ist, ausgenutzt wird, wenn nicht sogar bewusst so gewählt wurde, um größeren Handlungsspielraum in der Zusammensetzung zu haben." Den offenen Brief hier lesen

"Fünf Orte - ein Weg"

Der Synodale Weg geht weiter

Unter dem Leitwort "Fünf Orte - ein Weg" haben in Berlin, Dortmund, Frankfurt am Main, Ludwigshafen und München am Freitag, 4. September 2020, die Regionenkonferenzen des Synodalen Wegs stattgefunden. Eigentlich sollte das Treffen eine Zusammenkunft aller Delegierten sein - durch Corona war das aber nicht möglich. In den sogenannten "Hearings", haben sich die Männer und Frauen über die aktuellen Themen ausgetauscht. Auf dem Programm standen die Themen

  • "Corona-Pandemie – Herausforderungen für den synodalen Weg"
  • "Frauen in Diensten und Ämtern in der Kirche" und
  • "Leben in gelingenden Beziehungen - Liebe leben in Sexualität und Partnerschaft".

Die rund 50 Teilnehmer der Regionenkonferenz in München sind aus den (Erz-)Bistümern Augsburg, Bamberg, Eichstätt, Passau und Regensburg sowie München und Freising angereist. Dr. Bertram Meier, der Augsburger Bischof, hat die Veranstaltung gemeinsam mit der Münchner Stadträtin Gudrun Lux moderiert. Lux ist Mitglied im Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK). Am Vormittag wurden die Auswirkungen der Corona-Pandemie besprochen. Am Nachmittag standen schließlich die zwei Hearings zu den Foren "Frauen in Diensten und Ämtern in der Kirche" und "Leben in gelingenden Beziehungen" auf dem Programm. Abstimmungen oder ähnliches gab es nicht.

Die Veranstaltung sollte den aktuellen Stand der Foren präsentieren. Zudem sollte das Treffen den Austausch über die jeweiligen Arbeitspapiere ermöglichen, welche die zwei Foren im Vorfeld zusammengestellt hatten. Den Abschluss bildete ein Gottesdienst ähnlich einer Vesper - ohne bischöflichen Segen.
Insgesamt herrschte eine konstruktive Stimmung unter allen Teilnehmern. Es stellt sich dennoch die Frage, wie ein Kompromiss aussehen könnte, bei den teilweise doch sehr unterschiedlichen Meinungen der Mitglieder der Synodalversammlung.

Die nachfolgenden Bildern vermitteln Ihnen einen Eindruck von der Regionenkonferenz in München. Das Copyright der Bilder liegt bei Robert Kiderle (© Synodaler Weg/Robert Kiderle).

Vom 30. Januar bis 1. Februar 2020 hat in Frankfurt/Main die erste Synodalversammlung getagt. Rund 230 Mitglieder haben sich unter den Augen von 20 Beobachtern mit den vier Themen des Synodalen Weges

  1. • "Macht und Gewaltenteilung in der Kirche – Gemeinsame Teilnahme und Teilhabe am Sendungsauftrag"
  2. • "Priesterliche Existenz heute"
  3. • "Frauen in Diensten und Ämtern in der Kirche"
  4. • "Leben in gelingenden Beziehungen – Liebe leben in Sexualität und Partnerschaft"

auseinandergesetzt und die Geschäftsordnung verabschiedet. Weitere Informationen und Stimmen zur ersten Synodalversammlung finden Sie auf der Webseite des Synodalen Weges.

Der Brief des Papstes an das pilgernde Volk in Deutschland

Fundamentaltheologin Dr. Margarete Eirich

Programmtipp:
Wussten Sie, liebe Hörerinnen und Hörer, dass Papst Franziskus Ihnen einen Brief geschrieben hat? Haben Sie ihn gelesen oder überhaupt davon gehört? Papst Franziskus hat anlässlich des Synodalen Weges der Deutschen Bischofskonferenz und des Zentralkomitees der deutschen Katholiken einen besonderen Brief an uns alle, das pilgernde Gottesvolk in Deutschland geschrieben. Dieser auf Deutsch veröffentlichte Brief trägt deutlich den persönlichen Charakter des Papstes. Was steht in diesem weithin unbeachteten Brief? Was erwartet der Heilige Vaters vom Synodalen Weg der Kirche in Deutschland? Darüber spricht ausführlich die Fundamentaltheologin Dr. Margarete Eirich in zwei Sendungen.

Sendung vom 11. November 2019 nachhören
Sendung vom 12. Dezember.2019 nachhören

Das Wesen der Kirche ist die Evangelisierung

Predigt von Bischof Rudolf Voderholzer

Auch der Regensburger Bischof äußerte sich in seiner Vesperpredigt zum 1. Advent zum Synodalen Weg. Er zitiert aus dem Schreiben von Papst Franziskus vom 29. Juni 2019 und stellt die Neuevangelisierung ins Zentrum: "...deswegen war ich sehr betrübt, dass es nicht gelungen ist, bei der Formulierung des Statutes des Synodalen Weges dieses Hauptanliegen des Heiligen Vaters in Form eines eigenen Forums „Neuevangelisierung“ zu berücksichtigen."
Predigt hier nachhören

Predigtreihe zur Person Jesu als Grundlage des Glaubens

Beiträge unseres Programmdirektors zu Themen des Synodalen Weges

Im Hinblick auf die Amazonas-Synode im Herbst wird diskutiert, ob der Zölibat eine wählbare Option für die Priester werden könnte. Anhand von Äußerungen von Papst Franziskus und Karl Rahner wird die Sinnhaftigkeit des Zölibats dargelegt und auch auf die Umstände eingegangen, wann dieser seitens der Kirche in einer bestimmten Seelsorgesituation zur Disposition gestellt werden könnte.

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Die Aufforderung von Kardinal Marx bei der Tagung der Deutschen Bischofskonferenz im März 2019 in Lingen, „geeignete Formate“ zu suchen „zur Klärung von Neuausrichtung und Veränderung“ im Hinblick auf die kirchliche Sexualethik wird vor dem Hintergrund der Geschichte erörtert. Die Sicht der Sexualität hat sich im Lauf der Zeit teilweise erheblich verändert, besonders auch in unserer Zeit durch die von namhaften Fachleuten favorisierte „Sexualpädagogik der Vielfalt“. Maßgeblich für uns als Christen ist aber immer die Bezugnahme auf die göttliche Offenbarung. Nach Papst Johannes Paul II. ist nicht von dem von der Begehrlichkeit beherrschten Menschen auszugehen, sondern von dem von Christus erlösten.

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Grundlage der Sexualethik ist das Neue Testament, der von Christus erlöste Mensch und nicht die „normative Kraft des Faktischen“. Das griechische Wort für Unzucht im Neuen Testament heißt „Porneia“ und bedeutet außerehelichen Geschlechtsumgang jedweder Art. Der Katechismus der katholischen Kirche und die Lehre der Päpste bauen darauf auf.

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Der Brief vom Papst an die deutsche Kirche

"An das pilgernde Volk"
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