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Aktuelle Beiträge zum Synodalen Weg

Mit Berichten, Einschätzungen und Kommentaren von Teilnehmern und Experten schauen wir auf den Synodalen Weg in Deutschland. Wir haben u. a. mit Kardinal Woelki, Bischof Dr. Stefan Oster und Prof. DDr. Hanna-Barbara Gerl-Falkovitz über die aktuellen Entwicklungen gesprochen.

Beiträge zur Vierten Synodalversammlung

Bei der Vierten Synodalversammlung vom 8. bis 10. September war radio horeb mit einem Team vor Ort und hat berichtet.

Bischof Dr. Stephan Ackermann war 12 Jahre lang Deutschlands erster Missbrauchsbeauftragter der katholischen Kirche in Deutschland. Der Missbrauchsskandal war der entscheidende Auslöser des Synodalen Weges. Gregor Dornis sprach am Morgen des letzten Tages der Vierten Synodalversammlung in Frankfurt a. M. mit dem Trierer Bischof Stephan Ackermann.

In Frankfurt am Main findet bis heute die Vierte Vollversammlung des sogenannten Synodalen Weges statt. Vor Ort sind Bischöfe, Priester, Ordensleute und Laien, die gemeinsam über mögliche Reformen beraten. radio horeb ist mit einem Team vor Ort und hatte die Möglichkeit mit dem Vorsitzenden der Nordischen Bischofskonferenz, Bischof Czeslaw Kozon aus Kopenhagen zu sprechen. Kozon ist ausländischer Beobachter.

Mit einem Pressestatement des Präsidiums des Synodalen Weges ist heute in Frankfurt am Main die vierte Vollversammlung gestartet. Auf dem Programm für die kommenden Tage stehen insgesamt 14 Texte, 9 davon in zweiter Lesung. Dabei fordern die Texte u.a. eine "Weiterentwicklung" der Sexualmoral der katholischen Kirche. Vor Ort sind 209 Teilnehmer anwesend.

Beim Pressestatement betonte Bischof Georg Bätzing, Kopräsident des "Synodalen Wegs" und Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz, der "Synodale Weg" in Deutschland sei kein "Sonderweg". Die katholische Kirche sei derzeit weltweit im Aufbruch, die Einladung dazu komme von Papst Franziskus.

Bätzing erklärte, er spüre an der kirchlichen Basis "einen unendlich großen Veränderungsdruck". Es gebe auch Einsprüche gegen Änderungen an der katholischen Lehre, aber dies dürfe nicht zur "Erlahmung" beim Reform-Elan führen. Eine Ermüdung sei angesichts von jährlich mehr als 300.000 Kirchenaustritten pro Jahr in Deutschland und einer großen Glaubenskrise "unzulässig".

Zum Verfahren erklärte Bätzing, dass der "Synodale Weg" alles, was in Deutschland verändert werden könne, beschließen wolle. Themen, die nicht in Deutschland entschieden werden könnten, werde der "Synodale Weg" "in aller Demut auf die Ebene der Weltkirche tragen". Es gehe nicht um eine "billige Anpassung an den Zeitgeist", sondern darum, den Glauben in die heutige Zeit weiterzutragen.

Zuletzt hatte der Vatikan in einer Erklärung klargestellt, dass der Synodalen Wegs in Deutschland „nicht befugt“ sei, „die Bischöfe und die Gläubigen zur Annahme neuer Formen der Leitung und neuer Ausrichtungen der Lehre und der Moral zu verpflichten“. (radio horeb/KNA)

Das ganze Pressestatement können Sie hier nachhören:

Eine generelle Einschätzung des Synodalen Weges gibt Bischof Bertram Meier:

Im Zeitraum von Herbst 2021 bis Oktober 2023 sind drei Phasen für die Synode zum Thema Synodalität der Kirche vorgesehen: eine diözesane, eine kontinentale und eine weltkirchliche. Papst Franziskus sagte, Ziel des mehrstufigen Prozesses sei ein anderer Umgangsstil in der Kirche. Alles ändere sich, wenn wir zu echten Begegnungen mit Gott und untereinander fähig seien, so der Papst. Parallel zum weltweiten synodalen Prozess läuft auch in Deutschland ein breit angelegter Reformprozess, der Synodale Weg. Im Interview sprechen wir mit dem Augsburger Bischof Bertram Meier über den Synodalen Weg weltweit und den laufenden Reformprozess in Deutschland.

Beiträge zur Dritten Synodalversammlung

Die dritte Synodalversammlung des Synodalen Weges der katholischen Kirche in Deutschland hat vom 3. bis 5. Februar 2022 in Frankfurt am Main getagt. Drei Texte wurden in Zweiter Lesung mit großer Mehrheit auch der Bischöfe endgültig verabschiedet; darunter der Text des ersten Forums zu Macht und Gewaltenteilung. Elf Texte wurden zur weiteren Bearbeitung angenommen. Die Synodalen werteten die Beschlüsse als großen Erfolg und Schritt in die richtige Richtung.

Die absichtslose Liebe und unsere Sexualität - Fragen der Leiblichkeit und Sexualität beschäftigen die Kirche in Deutschland, nicht erst seit Beginn des Synodalen Weges. Das Thema spielte jüngst bei der dritten Versammlung des Synodalen Weges Anfang Februar eine zentrale Rolle. Im Anschluss meldete sich der Passauer Bischof Stefan Oster auf seinem Youtube-Kanal mit einer ausführlichen geistlich-theologischen Betrachtung dieser so entscheidenden Wirklichkeit in unserem Leben. Ein Thema, das die Kirche vermutlich am meisten herausfordert, versucht Bischof Oster von dem her zu deuten, was er für die innere Mitte des Evangeliums hält: Die absichtslose Liebe.

Die Philosophin Hanna-Barbara Gerl-Falkovitz gehört zum Forum drei des Synodalen Weges "Frauen in Diensten und Ämtern in der Kirche". An der Päpstlichen Hochschule Heiligenkreuz in Österreich hielt sie vor Kurzem einen Vortrag zu ihren Erfahrungen mit dem Synodalen Weg der Kirche in Deutschland. Darin würdigt und kritisiert Hanna-Barbara Gerl-Falkovitz konstruktiv wesentliche Motive und Zielsetzungen des Synodalen Wegs.

Im Gespräch mit Bischof Kozon aus Kopenhagen - Bei der dritten Vollversammlung des Synodalen Wegs in Frankfurt haben die Teilnehmer erstmals konkrete Beschlüsse zu Reformen in der Kirche gefasst. Das Treffen fand vergangene Woche in Frankfurt statt. Im Interview des Tages sprechen wir heute mit Bischof Czeslaw Kozon. Er ist Bischof von Kopenhagen und einer der ausländischen Beobachter des Synodalen Wegs. Zudem ist Bischof Kozon Vorsitzender der Nordischen Bischofskonferenz. Johannes Wieczorek hat mit ihm gesprochen.

Pfarrer Dr. Matthias Leineweber von der Gemeinschaft Sant Egidio. Er ist Mitglied des Synodalen Weges und arbeitet im Forum "Priesterliche Existenz heute" mit.

Bilder von der Vierten Synodalversammlung

Bilder: © Synodaler Weg/Maximilian von Lachner