Jetzt: Nicole Daiber - Hl. Giuseppe Cafasso.
Nicole Daiber - Hl. Giuseppe Cafasso.

Evangelium des Tages

Buch Genesis 15,1-12.17-18.

In jenen Tagen erging das Wort des Herrn in einer Vision an Abram: Fürchte dich nicht, Abram, ich bin dein Schild; dein Lohn wird sehr groß sein.
Abram antwortete: Herr, mein Herr, was willst du mir schon geben? Ich gehe doch kinderlos dahin, und Erbe meines Hauses ist Eliëser aus Damaskus.
Und Abram sagte: Du hast mir ja keine Nachkommen gegeben; also wird mich mein Haussklave beerben.
Da erging das Wort des Herrn an ihn: Nicht er wird dich beerben, sondern dein leiblicher Sohn wird dein Erbe sein.
Er führte ihn hinaus und sprach: Sieh doch zum Himmel hinauf, und zähl die Sterne, wenn du sie zählen kannst. Und er sprach zu ihm: So zahlreich werden deine Nachkommen sein.
Abram glaubte dem Herrn, und der Herr rechnete es ihm als Gerechtigkeit an.
Er sprach zu ihm: Ich bin der Herr, der dich aus Ur in Chaldäa herausgeführt hat, um dir dieses Land zu eigen zu geben.
Da sagte Abram: Herr, mein Herr, woran soll ich erkennen, dass ich es zu eigen bekomme?
Der Herr antwortete ihm: Hol mir ein dreijähriges Rind, eine dreijährige Ziege, einen dreijährigen Widder, eine Turteltaube und eine Haustaube!
Abram brachte ihm alle diese Tiere, zerteilte sie und legte je eine Hälfte der andern gegenüber; die Vögel aber zerteilte er nicht.
Da stießen Raubvögel auf die Fleischstücke herab, doch Abram verscheuchte sie.
Bei Sonnenuntergang fiel auf Abram ein tiefer Schlaf; große, unheimliche Angst überfiel ihn.
Die Sonne war untergegangen, und es war dunkel geworden. Auf einmal waren ein rauchender Ofen und eine lodernde Fackel da; sie fuhren zwischen jenen Fleischstücken hindurch.
An diesem Tag schloss der Herr mit Abram folgenden Bund: Deinen Nachkommen gebe ich dieses Land vom Grenzbach Ägyptens bis zum großen Strom Eufrat.

Psalm 105(104),1-2.3-4.6-7.8-9.

Dankt dem Herrn! Ruft seinen Namen an!
Macht unter den Völkern seine Taten bekannt!
Singt ihm und spielt ihm,
sinnt nach über all seine Wunder!
Rühmt euch seines heiligen Namens!
Alle, die den Herrn suchen, sollen sich von Herzen freuen.
Fragt nach dem Herrn und seiner Macht;
sucht sein Antlitz allezeit!
Bedenkt es, ihr Nachkommen seines Knechtes Abraham,
ihr Kinder Jakobs, die er erwählt hat.
Er, der Herr, ist unser Gott.
Seine Herrschaft umgreift die Erde.
Ewig denkt er an seinen Bund,
an das Wort, das er gegeben hat für tausend Geschlechter,
an den Bund, den er mit Abraham geschlossen,
an den Eid, den er Isaak geschworen hat.

Aus dem Heiligen Evangelium nach Matthäus - Mt 7,15-20.

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Hütet euch vor den falschen Propheten; sie kommen zu euch wie Schafe, in Wirklichkeit aber sind sie reißende Wölfe.
An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen. Erntet man etwa von Dornen Trauben oder von Disteln Feigen?
Jeder gute Baum bringt gute Früchte hervor, ein schlechter Baum aber schlechte.
Ein guter Baum kann keine schlechten Früchte hervorbringen und ein schlechter Baum keine guten.
Jeder Baum, der keine guten Früchte hervorbringt, wird umgehauen und ins Feuer geworfen.
An ihren Früchten also werdet ihr sie erkennen.

Kommentar Hl. Ignatius von Antiochien

Bemüht euch, häufiger zusammenzukommen, um Gott Lob und Dank zu sagen. Denn wenn ihr euch oft versammelt, wird durch die Einmütigkeit eures Glaubens die Macht Satans zu Fall gebracht und sein Werk des Verderbens vereitelt. Nichts ist vortrefflicher als der Friede, der über alle Angriffe unirdischer und irdischer Mächte triumphiert.

Nichts von alledem bleibt euch verborgen, wenn ihr Jesus Christus einen vollkommenen Glauben und eine vollkommene Liebe entgegenbringt, die der Anfang und das Ende des [geistlichen] Lebens sind: Der Anfang ist der Glaube, das Ende die Liebe. Beide zusammen sind Gott. Alle anderen Tugenden, die zur Vollkommenheit führen, fließen aus diesen ersten beiden. Keiner, der sich zum Glauben bekennt, sündigt; keiner, der die Liebe besitzt, hasst. „Man erkennt den Baum an seinen Früchten“ (vgl. Mt 12,33). Ebenso wird man diejenigen, die sich zu Christus bekennen, an ihren Werken erkennen. Denn das Werk, das heute von uns verlangt wird, ist nicht bloß ein simples Glaubensbekenntnis, sondern in der Praxis des Glaubens bis zum Ende befunden zu werden.

Besser ist es, zu schweigen und zu sein, als zu reden, ohne zu sein. Lehren ist etwas Gutes, wenn der Lehrende entsprechend handelt. Wir haben nur einen einzigen Lehrer, ihn, der „sprach, und sogleich geschah es“ (Ps 33(32),9); selbst die Werke, die er im Stillen tat, sind seines Vaters würdig. Wer das Wort Jesu wirklich versteht, vermag sogar sein Schweigen zu verstehen; dann wird er vollkommen sein: Er wird durch sein Wort handeln und sich durch sein Schweigen zu erkennen geben. Nichts ist dem Herrn verborgen; selbst unsere Geheimnisse sind ihm vertraut. Lasst uns doch alles in der Überzeugung tun, dass er in uns wohnt; so werden wir sein Tempel, und er selbst wird in uns unser Gott sein.

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