Jetzt: Leben mit Gott: Sondersendung
Leben mit Gott: Sondersendung

Beten schafft Frieden!

Wir wissen als Christen, dass Gott nichts unmöglich ist. Er vollbringt große Taten und Wunder - besonders dann, wenn wir Ihn darum bitten! Deshalb ist unser Gebet für den Frieden in der Ukraine so wichtig. 

Wie sollen wir beten? Formen gibt es viele: Wir können ganz frei heraus, in unseren eigenen Worten dem Herrn sagen, was wir uns wünschen. Oder wir können den Rosenkranz beten mit Maria, der Königin des Friedens. Viele weitere Impulse und Gebete haben wir auf dieser Seite zusammengetragen.

Die Menschen in Polen beten kniend auf den Straßen für die Ukraine, unser Geschäftsführer ruft zum Gebet auf:

Ruf zum Schutzpatron Kiews

Der heilige Erzengel Michael ist der Schutzpatron von Kiew und steht auch im Mittelpunkt des Wappens der ukrainischen Hauptstadt. Wir können ganz einfach für unsere Geschwister in der Ukraine beten, indem wir sie in jedes Gebet zum Heiligen Erzengel Michael einschließen und unter seinen besonderen Schutz stellen. 

Unter deinen Schutz und Schirm fliehen wir, o heilige Gottesgebärerin. Verschmähe nicht unser Gebet in unseren Nöten, sondern erlöse uns jederzeit von allen Gefahren. O du glorwürdige und gebenedeite Jungfrau, unsere Frau, unsere Mittlerin, unsere Fürsprecherin. Versöhne uns mit deinem Sohne, empfiehl uns deinem Sohne, stelle uns vor deinem Sohne.

Heiliger Erzengel Michael, schirme uns im Streite! Gegen die Bosheit und Arglist des Teufels sei unser Schutz. Gott gebiete ihm! So bitten wir flehentlich; du aber, Fürst der himmlischen Heerscharen, stürze den Satan und die anderen bösen Geister, die zum Verderben der Seelen die Welt durchschweifen, in der Kraft Gottes hinab in die Hölle. Amen.

Gebete

Möge es vor dir wohlgefällig sein,
Ewiger, unser Gott und Gott unserer Vorfahren,
dass du die Welt von krieg und Blutvergießen befreist
und stattdessen einen großen und wunderbaren Frieden in der Welt verbreitest,
dass keine Nation mehr das Schwert gegen eine andere Nation erhebt und keine Nation mehr den Krieg lehrt

Mögen alle Bewohner der Erde nur die volle Wahrheit anerkennen und um sie wissen,
dass wir in diese Welt nicht um des Haders und der Zwietracht willen gekommen sind – wovor Gott bewahre –
und nicht um des Hasses, der Eifersucht, der Aufreizung und des Blutvergießens willen, was Gott verbiete.

Vielmehr sind wir in die Welt gekommen,
um dich anzuerkennen und dich zu kennen.
Mögest du gepriesen sein für immer.

O Maria, Mutter Gottes, die du auch unsere Mutter bist, wir kommen zu dir in dieser Stunde der Bedrängnis. Du bist Mutter, du liebst uns und du kennst uns. Dir ist nicht verborgen, was uns im Herzen bewegt. Mutter der Barmherzigkeit, wie oft haben wir deine zärtliche Fürsorge erfahren, deine friedenbringende Gegenwart, denn du geleitest uns immer zu Jesus, dem Fürsten des Friedens.

Wir aber sind vom Weg des Friedens abgekommen. Wir haben die Lehren aus den Tragödien des letzten Jahrhunderts und das Opfer der Millionen in den Weltkriegen Gefallenen vergessen. Wir haben die Verpflichtungen, die wir als Gemeinschaft der Nationen eingegangen sind, nicht erfüllt, und wir verraten die Träume der Völker vom Frieden und die Hoffnungen der jungen Menschen. Wir sind an Gier erkrankt, wir haben uns in nationalistischen Interessen verschlossen, wir haben zugelassen, dass Gleichgültigkeit und Egoismus uns lähmen. Wir haben Gott nicht beachtet, wir haben es vorgezogen, mit unseren Lügen zu leben, Aggressionen zu nähren, Leben zu unterdrücken und Waffen zu horten. Dabei haben wir vergessen, dass wir die Hüter unserer Nächsten und unseres gemeinsamen Hauses sind. Mit Kriegen haben wir den Garten der Erde verwüstet, mit unseren Sünden haben wir das Herz unseres Vaters verletzt, der will, dass wir Brüder und Schwestern sind. Wir sind allen und allem gegenüber gleichgültig geworden, außer uns selbst. Und schamerfüllt sagen wir: Vergib uns, Herr!

Im Elend der Sünde, in unserer Erschöpfung und Hinfälligkeit, in der geheimnisvollen Ungerechtigkeit des Bösen und des Krieges erinnerst du, heilige Mutter, uns daran, dass Gott uns nicht verlässt, sondern stets mit Liebe auf uns schaut, mit dem Wunsch, uns zu vergeben und uns aufzurichten. Er selbst hat dich uns geschenkt und der Kirche und der ganzen Menschheit in deinem Unbefleckten Herzen eine Zuflucht geschaffen. Aufgrund der Liebe Gottes bist du bei uns und auch durch die schwierigsten Momente der Geschichte geleitest du uns voll Zärtlichkeit.

So kommen wir zu dir und klopfen an die Tür deines Herzens, wir, deine geliebten Kinder, die du zu allen Zeiten unermüdlich aufsuchst und zur Umkehr einlädst. Komm in dieser dunklen Stunde zu uns, um uns beizustehen und uns zu trösten. Sag uns immer wieder neu: "Bin ich denn nicht da, ich, die ich deine Mutter bin?" Du kannst die Verstrickungen unseres Herzens und die Knoten unserer Zeit lösen. Wir setzen unser Vertrauen in dich. Wir sind gewiss, dass du, besonders in Zeiten der Prüfung, unser Flehen nicht verschmähst und uns zu Hilfe kommst.

So hast du dich auch in Kana in Galiläa verhalten, als du erwirkt hast, dass Jesus eingriff, noch ehe seine Stunde gekommen war. So hast du der Welt sein erstes Zeichen vermittelt. Als sich die Festesfreude in Trübsal verwandelt hatte, sagtest du zu ihm: "Sie haben keinen Wein mehr" (Joh 2,3). Verwende dich erneut für uns, o Mutter, denn heute ist uns der Wein der Hoffnung ausgegangen, die Freude ist geschwunden, die Geschwisterlichkeit verwässert. Wir haben die Menschlichkeit verloren, wir haben den Frieden verspielt. Wir sind zu aller Gewalt und Zerstörung fähig geworden. Wir bedürfen dringend deines mütterlichen Eingreifens.

Nimm an, o Mutter, unser Gebet.

Du Stern des Meeres, lass uns im Sturm des Krieges nicht untergehen.
Du Arche des Neuen Bundes, zeige uns Möglichkeiten und Wege der Versöhnung.
Führe, "du Irdische im Himmel", die Welt wieder zu göttlicher Eintracht.
Beende den Hass, besänftige die Rachsucht, lehre uns Vergebung.
Befreie uns von Krieg, bewahre die Welt angesichts der nuklearen Bedrohung.
Du Königin vom Rosenkranz, erwecke in uns wieder das Bedürfnis zu beten und zu lieben. Du Königin der Menschheitsfamilie, zeige den Völkern den Weg der Geschwisterlichkeit. Du Königin des Friedens, erbitte der Welt den Frieden.

Deine Traurigkeit, o Mutter, erweiche unsere verhärteten Herzen. Die Tränen, die du für uns vergossen hast, mögen dieses Tal wieder aufblühen lassen, das unser Hass verdorren ließ. Lass uns, bei allem Lärm der Waffen, durch dein Gebet zum Frieden finden. Liebkose mit deinen mütterlichen Händen alle, die leiden und vor den Bomben fliehen. Lass alle, die ihr Zuhause und ihr Land verlassen müssen, in deiner mütterlichen Umarmung Trost finden. Dein betrübtes Herz erwecke in uns Mitgefühl und dränge uns, unsere Türen zu öffnen und uns der verwundeten und verstoßenen Menschen anzunehmen.

Heilige Mutter Gottes, als du unter dem Kreuz gestanden bist, sagte Jesus, als er den Jünger neben dir sah: "Siehe, dein Sohn!" (Joh 19,26). Damit hat er dir einen jeden von uns anvertraut. Dann sagte er zu dem Jünger und somit zu einem jeden von uns: "Siehe, deine Mutter!" (V. 27).

Mutter, wir wollen dich heute in unser Leben und in unsere Geschichte bereitwillig aufnehmen. Die erschöpfte und verstörte Menschheit steht in dieser Stunde mit dir unter dem Kreuz. Und sie verspürt die Notwendigkeit, sich dir anzuvertrauen und sich durch dich Christus zu weihen. Das ukrainische Volk und das russische Volk, die dich liebevoll verehren, kommen zu dir, und dein Herz schlägt für sie und für alle Völker, die unter Krieg, Hunger, Ungerechtigkeit und Armut leiden.

Mutter Gottes, die du auch unsere Mutter bist, dir vertrauen wir uns an und feierlich weihen wir die Kirche und die ganze Menschheit, insbesondere Russland und die Ukraine, deinem Unbefleckten Herzen. Nimm diesen unseren Weiheakt an, den wir mit Vertrauen und Liebe vollziehen. Gib, dass der Krieg aufhört und schenke der Welt den Frieden. Durch dein von Herzen kommendes Ja trat der Fürst des Friedens ein in die Geschichte; wir vertrauen darauf, dass der Friede auch jetzt wieder über dein Herz zu uns kommt. Dir also weihen wir die Zukunft der ganzen Menschheitsfamilie, die Nöte und Erwartungen der Völker, die Ängste und Hoffnungen der Welt.

Die göttliche Barmherzigkeit ergieße sich durch dich über die Erde und der liebliche Herzschlag des Friedens bestimme wieder unsere Tage. Frau des Ja, auf die der Heilige Geist herabkam, lass uns miteinander wieder in die Harmonie Gottes finden. Stille den Durst unserer Herzen, du "strömender Quell der Hoffnung". Du hast das Menschsein in Jesus eingewoben, so mach auch uns zu Handwerkern der Gemeinschaft. Du bist auf unseren Wegen gewandelt, geleite uns auf den Pfaden des Friedens. Amen.

(Quelle: CNA deutsch)

 

Die Familie ist das Herz der Kirche. Aus diesem Herzen erhebe sich heute ein besonderer Akt der Hingabe und des Vertrauens an das Herz der Gottesmutter. Im Heiligen Jahr der Erlösung wollen wir bekennen, daß die Liebe stärker ist als die Sünde und alles Böse, das den Menschen und die Welt bedroht. Voll Demut rufen wir diese Liebe an:

V: "Unter deinen Schutz und Schirm fliehen wir, o heilige Gottesmutter!" Mit diesen Worten, die die Kirche Christi seit Jahrhunderten betet, wenden wir uns heute (...) an dich, unsere Mutter. 

A: O Mutter der Menschen und Völker, die du alle ihre Leiden und Hoffnungen kennst und mit mütterlichem Herzen an allen Kämpfen zwischen Gut und Böse, zwischen Licht und Finsternis Anteil nimmst, die unsere heutige Welt erschüttern, höre unser Rufen, das wir unter dem Antrieb des Heiligen Geistes direkt an dein Herz richten; umfange mit deiner Liebe als Mutter und Magd des Herrn diese unsere Welt, die wir dir anvertrauen und weihen, erfüllt von Sorge um das irdische und ewige Heil der Menschen und Völker.

V: In besonderer Weise überantworten und weihen wir dir jene Menschen und Nationen, die dieser Überantwortung und Weihe besonders bedürfen. "Unter deinen Schutz und Schirm fliehen wir, o heilige Gottesmutter!" Verschmähe nicht unser Gebet in unseren Nöten!

A: Vor dir, o Mutter Christi, vor deinem unbefleckten Herzen, möchten wir uns heute zusammen mit der ganzen Kirche mit jener Weihe vereinen, durch die dein Sohn aus Liebe zu uns sich selber dem Vater geweiht hat, indem er sprach: „Für sie weihe ich mich, damit auch sie in Wahrheit' geweiht seien“ (Joh 17,19). Wir wollen uns in dieser Weihe für die Welt und für die Menschen mit unserem Erlöser verbinden; in seinem göttlichen Herzen findet eine solche Weihe die Kraft, Verzeihung zu erlangen und Sühne zu leisten.

V: Die Kraft dieser Weihe dauert durch alle Zeiten und umfängt alle Menschen, Völker, Nationen; sie überwindet alles Böse, welches der Fürst der Finsternis im Herzen des Menschen und in seiner Geschichte zu wecken vermag und in unseren Zeiten auch tatsächlich geweckt hat. Wie tief empfinden wir das Bedürfnis nach dieser Weihe für die Menschheit und für die Welt, für unsere heutige Welt: der Weihe, die wir in Einheit mit Christus vollziehen. Das Erlösungswerk Christi muß ja durch die Kirche an die Welt vermittelt werden (...)

A: Sei (...) gepriesen über alle Geschöpfe, du Magd des Herrn, die du dem göttlichen Ruf in vollkommenster Weise folgst.

V: Sei gegrüßt, die du mit der erlösenden Weihe deines Sohnes auf das engste verbunden bist! 

A: Mutter der Kirche! Erleuchte das Volk Gottes auf den Wegen des Glaubens, der Hoffnung und der Liebe! Erleuchte besonders die Völker deren Weihe und Überantwortung du von uns erwartest. Hilf uns, die Weihe
Christi für die gesamte Menschheitsfamilie der heutigen Welt in ganzer Wahrheit zu leben!

V: Wenn wir dir, Mutter, die Welt, alle Menschen und Völker anvertrauen, so vertrauen wir dir dabei auch diese Weihe der Welt an und legen sie in dein mütterliches Herz.

A: O unbeflecktes Herz, hilf uns, die Gefahr des Bösen zu überwinden, das so leicht in den Herzen der heutigen Menschen Wurzel faßt und dessen unermeßliche Auswirkungen über dem heutigen Leben lasten und den Weg in die Zukunft zu versperren scheinen.

V: Von Hunger und Krieg: befreie uns!

A: Von Atomkrieg, unkontrollierbarer Selbstzerstörung und jeder Art des Krieges: befreie uns!

V: Von den Sünden gegen das Leben des Menschen von seinen Anfängen an: befreie uns!

A: Vom Haß und von der Mißachtung der Würde der Kinder Gottes: befreie uns!

V: Von jeder Ungerechtigkeit im sozialen, nationalen und internationalen Leben: befreie uns!

A: Von leichtfertiger Übertretung der Gebote Gottes: befreie uns!

V: Vom Versuch, in den Herzen der Menschen sogar die Wahrheit von Gott zu ersticken: befreie uns!

A: Von den Sünden gegen den Heiligen Geist: befreie uns, befreie uns!

V: Höre, Mutter Christi, diesen Hilfeschrei, in welchem das Leid aller Menschen zu Dir ruft, das Leid ganzer Völker! Hilf uns mit der Kraft des Heiligen Geistes, alle Sünde zu besiegen: die Sünde des Menschen und die "Sünde der Welt" – die Sünde in jeglicher Form.

A: Noch einmal zeige sich in der Geschichte der Welt die unendliche Heilskraft der Erlösung: die Macht der erbarmenden Liebe! Daß sie dem Bösen Einhalt gebiete! Daß sie die Gewissen wandle! In Deinem unbefleckten Herzen offenbare sich allen das Licht der Hoffnung! Amen.

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Gott unserer Väter, groß und voll Erbarmen,
Herr des Friedens und des Lebens, Du Vater aller Menschen.
Du hegst Pläne des Friedens und nicht des Leides,
Du verdammst die Kriege und brichst den Stolz der Gewalttäter.
Du hast deinen Sohn Jesus gesandt,
um den Menschen in nah und fern den Frieden zu verkünden,
um die Menschen aller Rassen und Völker
in einer einzigen Familie zu vereinen.

Höre den einmütigen Aufschrei Deiner Kinder,
höre auf die dringende Bitte der ganzen Menschheit:
Nie wieder Krieg,
dieses Abenteuer, aus dem es kein Zurück mehr gibt.
Nie wieder Krieg,
diese Spirale von Trauer und Gewalt,
eine Bedrohung für alle Geschöpfe
im Himmel, zu Wasser und zu Land.
In Gemeinschaft mit Maria, der Mutter Jesu, bitten wir dich nun:
Sprich zu den Herzen derer,
die Verantwortung tragen für das Schicksal der Völker,
halt auf die Logik der Rache und Vergeltung.
Ermögliche durch Deinen Heiligen Geist neue Lösungen,
großmütige und ehrenvolle Gesten des Friedens,
eröffne Räume des Dialogs und geduldigen Wartens,
die fruchtbarer sind als überstürzte Kriegstermine.
Gib unserer Zeit Tage des Friedens.
Nie wieder Krieg!

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Gebet um Frieden in der Ukraine und in der ganzen Welt am Gnadenaltar der Wallfahrtsbasilika Vierzehnheiligen, im Rahmen der Frühjahrsvollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz 2022:

Allmächtiger und barmherziger Gott, Vater aller Menschen. Du schaust in Liebe auf uns. Um deinen Frieden zu bringen in unsere Welt voll Feindschaft, Ungerechtigkeit und Gewalt, hast du uns deinen Sohn als Retter und Heiland gesandt. Er hat sein Leben für uns gegeben, damit wir Versöhnung finden und als Geschwister füreinander da sind. Dein Heiliger Geist verbindet uns über alle Unterschiede hinweg in unserem Bemühen um Freiheit, Gerechtigkeit und Wohlergehen unter den Völkern und für alle Menschen der einen Erde. Erschüttert, verstört und tief getroffen stehen wir vor dir und rufen dich an. Du bist unsere Zuflucht in Zeiten der Not. Du bist unsere Hoffnung im Angesicht eines Krieges, mit dem ein ungerechter Machthaber die Menschen des freien Volkes der Ukraine überzieht und den Frieden in ganz Europa bedroht. Erhebe dich, Herr, komm uns zu Hilfe, wir rufen zu dir: Schenke Kraft und Zuversicht den Menschen in der Ukraine und ihren Regierenden. Entreiße sie bald der kriegerischen Gewalt. Sieh die Not aller, die dort unter den Folgen von Unfrieden und Hass leiden. Sieh die vielen, die aus Angst und Verzweiflung aus ihrer Heimat geflüchtet und deren Familien nun getrennt sind. Erbarme dich derer, die im Unrecht des Krieges bereits ihr Leben verloren haben.

Gott, der du alles vermagst, falle den Kriegstreibern in die Arme und wende ihr Herz dem Dialog und der Verständigung zu. Stärke den Geist der Friedfertigkeit und der Ehrfurcht vor dem Leben. Lenke die Gedanken und das Handeln aller in Europa und bei den Vereinten Nationen, die Einfluss nehmen können. Erwecke Mut und Glaubenskraft in den Geschwistern der verschiedenen christlichen Konfessionen in der Ukraine und weltweit, damit sie mit einer Stimme das Evangelium bezeugen mitten im Schrecken dieser Tage. Mach ein Ende diesem furchtbaren Krieg, Herr, unser Gott, mach ein Ende allen Kriegen und Auseinandersetzungen, die wie zerstörerische Feuer an vielen Orten dieser Erde alles vernichten. Schenke Frieden und Zukunft. Und mach uns selbst zu Werkzeugen deines Friedens. Vergib uns, wo wir gegen die Freiheit und Würde von Brüdern und Schwestern gefehlt haben. Nimm Streit und Zwietracht aus unserer Mitte. Lenke uns hin zu allem, was Menschen verbindet. Lehre uns, die Wahrheit zu bezeugen, die Hoffnung neu zu wecken, die Liebe zu leben, die dein Sohn Jesus Christus uns geschenkt hat. Höre uns, Gott, unsere Zuversicht und unser Heil. Wir vertrauen auf die Hilfe und Fürsprache der Heiligen, der Helfer und Helferinnen in Not, die an diesem ehrwürdigen Ort angerufen werden: Ihr heiligen Nothelfer, bittet für uns. Heiliger Erzengel Michael, bitte für uns. Heiliger Georg, Helfer in Kriegsgefahren, bitte für uns. Ihr heiligen Patrone der Ukraine, bittet für uns. Ihr heiligen Patrone Russlands, bittet für uns. Ihr heiligen Patrone Europas, Benedikt von Nursia, Kyrill und Methodius, Katharina von Siena, Birgitta von Schweden und Edith Stein, bittet für uns. Und du, Maria, Mutter Gottes, Schwester der Menschen, du Königin des Friedens, bitte für uns. „Gedenke, o gütigste Jungfrau Maria, es ist noch nie gehört worden, dass jemand, der zu dir seine Zuflucht nahm, deinen Beistand anrief und um deine Fürbitte flehte, von dir verlassen worden ist. Von diesem Vertrauen beseelt, nehmen wir unsere Zuflucht zu dir, o Jungfrau der Jungfrauen, unsere Mutter, zu dir kommen wir, vor dir stehen wir als sündige Menschen. O Mutter des ewigen Wortes, verschmähe nicht unsere Worte, sondern höre sie gnädig an und erhöre uns.“ Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist. Wie im Anfang so auch jetzt und allezeit und in Ewigkeit. Amen.

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Nach der Zerstörung der Kathedrale von Coventry (Großbritannien) am 14./15. November 1940 durch deutsche Bombenangriffe, ließ der damalige Dompropst Richard Howard die Worte "Vater vergib" in die Chorwand der Ruine meißeln. 
Diese Worte bestimmen das Versöhnungsgebet von Coventry, das die Aufgabe der Versöhnung in der weltweiten Christenheit umschreibt. Das Gebet wurde 1958 formuliert und wird seitdem an jedem Freitagmittag um 12 Uhr im Chorraum der Ruine der alten Kathedrale in Coventry und in vielen Nagelkreuzzentren der Welt gebetet.

Alle haben gesündigt und ermangeln des Ruhmes, den sie bei Gott haben sollten. (Römer 3, 23)

Den Hass, der Rasse von Rasse trennt, Volk von Volk, Klasse von Klasse,
Vater, vergib.

Das Streben der Menschen und Völker zu besitzen, was nicht ihr Eigen ist,
Vater, vergib.

Die Besitzgier, die die Arbeit der Menschen ausnutzt und die Erde verwüstet,
Vater, vergib.

Unseren Neid auf das Wohlergehen und Glück der Anderen,
Vater, vergib.

Unsere mangelnde Teilnahme an der Not der Gefangenen, Heimatlosen und Flüchtlinge,
Vater, vergib.

Die Gier, die Frauen, Männer und Kinder entwürdigt und an Leib und Seele missbraucht,
Vater, vergib.

Den Hochmut, der uns verleitet, auf uns selbst zu vertrauen und nicht auf Gott,
Vater, vergib.

Seid untereinander freundlich, herzlich und vergebet einer dem anderen, wie Gott euch vergeben hat in Jesus Christus. (Epheser 4, 32)

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L: Gott ruft uns, mitzubauen am Reich des Friedens und der Gerechtigkeit. Ihn bitten wir:
V: Angesichts des Krieges in der Ukraine, 
A: stärke die Sehnsucht nach Frieden.
V: Angesichts der zunehmenden Spaltung Europas, 
A: stärke die Sehnsucht nach Frieden.
V: Angesichts der zahlreichen Kriegsschauplätze auf der Welt, der zerbombten Städte und angesichts der unzähligen Toten,
A: stärke die Sehnsucht nach Frieden.
V: Angesichts der vielen Kinder, die unter den Kriegen leiden, 
A: stärke die Sehnsucht nach Frieden.
V: Angesichts des quälenden Hungers vieler Kriegsopfer, 
A: stärke die Sehnsucht nach Frieden.
V: Angesichts der Vielen, die ihre Heimat verlassen müssen, 
A: stärke die Sehnsucht nach Frieden.
V: Angesichts der vielen vergeblichen Friedensbemühungen, 
A: stärke die Sehnsucht nach Frieden 
V: Angesichts aller Terroranschläge, Gewalttaten und Verbrechen auf der ganzen Welt, 
A: stärke die Sehnsucht nach Frieden
V: In der ganzen Welt 
A: lass deinen Frieden wachsen.
V: In den Herzen der Menschen 
A: lass deinen Frieden wachsen.
V: In unseren Familien 
A: lass deinen Frieden wachsen.
V: Unter den Völkern 
A: lass deinen Frieden wachsen.
V: Unter den Religionen 
A: lass deinen Frieden wachsen.
V: Unter den christlichen Konfessionen 
A: lass deinen Frieden wachsen.
V: Unter den Generationen 
A: lass deinen Frieden wachsen.
V: Wenn Hass und Neid aufkommen, 
A: lass deinen Frieden wachsen.
V: Wenn Menschen benachteiligt werden, 
A: lass deinen Frieden wachsen.
V: Wenn Menschen ausgegrenzt werden, 
A: lass deinen Frieden wachsen.
V: Wenn Streit schwelt, 
A: lass deinen Frieden wachsen.
V: Wenn Hass alles zerstört, 
A: lass deinen Frieden wachsen.
V: Wenn ein Krieg droht, -
A: lass deinen Frieden wachsen.
V: Wenn Menschen zu den Waffen greifen 
A: lass deinen Frieden wachsen.
V: Herr, mit deiner guten Schöpfung 
A: lass uns in Frieden leben.
V: Mit allen Menschen auf der Erde 
A: lass uns in Frieden leben.
V: Mit den Fremden in unserer Umgebung 
A: lass uns in Frieden leben.
V: Mit den Benachteiligten in unserer Nähe 
A: lass uns in Frieden leben.
V: Mit den Andersdenkenden in unserer Gesellschaft 
A: lass uns in Frieden leben.
V: mit den Kollegen und Kolleginnen am Arbeitsplatz 
A: lass uns in Frieden leben. V In unser Herz 
A: lege deinen Frieden.
V: In unsere Gedanken 
A: lege deinen Frieden.
V: In unsere Worte 
A: lege deinen Frieden.
V: In unsere Taten 
A: lege deinen Frieden.
V: In unserer Beziehung zu unseren Mitmenschen 
A: lege deinen Frieden.
V: In unsere Beziehung zu dir, Gott 
A: lege deinen Frieden.

L Lasset uns beten. Allmächtiger, gütiger und barmherziger Gott, rühre du die Herzen der Menschen an und gib uns Gedanken des Friedens und der Versöhnung. Erfülle du die Menschen mit Ehrfurcht vor dem Leben eines jeden Einzelnen, vor dem Leben aller Völker, Religionen und Nationen und vor dem Geschenk der Schöpfung. Gib, dass der Wille zum Frieden den Hass überwindet und Rache der Versöhnung weicht. Lass die Menschen erfahren, dass sie alle deine Kinder und Geschwister sind, denen du deine Liebe schenkst. Und lass uns selbst in dieser Liebe leben. Gütiger Gott, mache uns und alle Menschen zum Werkzeug deines Friedens. Darum bitten wir durch Christus, unsern Herrn.

A  Amen.

©Friedensgebet der Mönche des Europaklosters Gut Aich

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