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Jetzt: Michael Papenkordt - Neues Leben für "alte Hasen" - Gottes Liebe für betagte Herzen.
Michael Papenkordt - Neues Leben für "alte Hasen" - Gottes Liebe für betagte Herzen.
Tagesimpuls

Thérèse von Lisieux

Marie-Françoise Martin (1873-1897) war als Zehnjährige nach der Vision einer lächelnden Madonna in ihrem Elternhaus in Alençon von einer tödlichen Krankheit genesen. Die Bekehrung eines eines verurteilten Mörders auf dem Schafott führte Sie auf ihr stellvertretendes Gebet zurück. Zu diesem Zeitpunkt war sie 14 Jahre alt.
In diesem Alter spürte sie ihre Berufung zum Leben im Karmelitenorden. Sie wollte es ihren beiden älteren Schwestern gleichtun, was ihr selbst der Papst bei einer Audienz nicht gewährte. Erst mit 15 Jahren konnte Maria-Françoise in Lisieux mit dem Ordensnamen ihres Vorbilds, der heiligen Teresa von Ávila, in den Karmel eintreten.
Schwester Therese vom Jesuskind und vom heiligen Antlitz fand bald ihre Berufung: im Verborgenen zu beten und eigenes Leiden für die Priester aufzuopfern, sich selber zu vergessen und kleine, diskrete Liebeswerke zu tun, weil sie nicht glaubte, große Werke vollbringen zu können. "Von sich selbst nichts erwarten, aber von Gott alles erhoffen", lautet eines ihrer vielen Zitate.
1894 entdeckte sie für sich schließlich den "kleinen Weg": Klein zu bleiben vor Gott, sich und alles seiner Barmherzigkeit zu überlassen und in Ermangelung eigener Heiligkeit ein überbordendes Gefäß für die Heiligkeit Gottes zu werden. Im begleitenden Gebet für zwei junge Missionsbrüder sowie in ihrem Briefwechsel erkannte sie immer mehr auch einen missionarischen Auftrag, und sie begann auf Bitten ihrer Oberin, ihre Lebensgeschichte aufzuschreiben.
1896 erkrankt, verschlechterte sich ihr Gesundheitszustand, bis sie am 30. September 1897 an Tuberkulose starb. Auf dem Totenbett hat sie versprochen, nach ihrem Tod Rosen vom Himmel regnen zu lassen. Thérèse von Lisieux wurde nur 24 Jahre alt.
Thérèse von Lisieux wurde 1923 selig- und 1925 heiliggesprochen. Seit 1927 ist sie gemeinsam mit dem heiligen Franz Xaver die Patronin aller Missionen. 1997 hat Papst Johannes Paul II. sie zur Kirchenlehrerin erhoben.
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