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Pfarrei der Woche: "Heilige Dreifaltigkeit" in Brandenburg an der Havel

Die Pfarrei "Heilige Dreifaltigkeit" bildet den Abschluss unserer kleinen "Pfarrei der Woche"-Nordtour. So sind wir am kommenden Wochenende, den 22.11.15, bei Pfarrer Matthias Patzelt zum Sonntagsgottesdienst in die Pfarrkirche "Hl. Dreifaltigkeit" eingeladen.

Pfr. Patzelt ist leitender Pfarrer in Brandenburg an der Havel. Seine Pfarrei liegt circa 70 Km westlich vom Berliner Stadtzentrum entfernt.

Das Besondere an der Pfarrei ist der Umstand, dass sich im Hinblick auf die Gläubigen wenig verändert habe, seit der Wende, sagt der Pfarrer. Gerade bei den älteren Menschen sei die Bindung noch aus DDR-Zeiten stark. Für Kinder, Jugendliche und neu Hinzugezogene - Menschen also, die die DDR nicht mehr erlebt haben - gäbe es deswegen spezielle Angebote, um sie in die Pfarrei zu integrieren und zu halten. Für die Kinder wären das etwa die Treffen zum Religionsunterricht in den Gemeinderäumen und für die Jugendlichen die regionale Vernetzung mit anderen Jugendgruppen und gemeinsame Fahrten, wie etwa im kommenden Jahr nach Rom.

Auch wenn diese jungen Menschen nicht jeden Sonntag am Gottesdienst teilnehmen, so würden sie doch "ihren Kirchturm kennen", sagt Pfarrer Patzelt. Drei bis vier Prozent Katholikenanteil habe die Stadt Brandenburg/Havel, wie der Pfarrer schätzt. Zudem seien die Christen zusätzlich allgemein in der Minderheit: eine doppelte Diasporasituation also. Dennoch fühlt er sich seiner Pfarrei sehr verbunden und ist gerne Pfarrer in der Stadt. Neben der Pfarrei betreut er u.a. auch einen Kindergarten, ein Seniorenheim und engagiert sich beim ökumenischen Sankt Martinsspiel, zu dem immer mehrere hundert Kinder kämen, wie er berichtet. 

So bunt wie die Pfarrei, scheint auch die Geschichte der Stadt selbst. Brandenburg an der Havel haftet noch heute der Ruf einer Arbeiterstadt an. Allerdings habe sich in den letzten zehn Jahren viel getan und Brandenburg/Havel sei mittlerweile einen Abstecher von Berlin aus, wenn nicht gar eine eigene Reise wert.

Warum die Stadt auch als Mittelalterstadt und Domstadt bezeichnet wird und Pfarrer Patzelt darüber hinaus von der "Stadt der Märtyrer" spricht, das erfahren Sie in unserem Interview, das Sie hier nachhören können.