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Carlo Acutis - Ausstellung über Eucharistische Wunder

Interview des Tages - Der "Cyberapostel", Carlo Acutis (1991-2006), der im Herbst 2020 seliggesprochen wurde, hat zu Lebzeiten an einer Datenbank aller eucharistischen Wunder weltweit gearbeitet. Diese Wunder-Ausstellung war bereits Gast in allen fünf Kontinenten. Aktuell wird sein Werk in München gezeigt. Was Besucherinnen und Besucher erwartet, und wieso es Carlo Acutis eine Herzensangelegenheit war, eucharistische Wunder zu sammeln und zu dokumentieren, möchten wir von Oana Kreitmair wissen. Sie hat vorgeschlagen, die Ausstellung in die Heilig-Geist-Kirche zu bringen und dazu beigetragen, dass sie nun stattfinden kann.

In der Heilig Geist Kirche wurde die Ausstellung am 1. Juli eröffnet. Die Ausstellung kann in der Heilig Geist Kirche (Prälat-Miller-Weg 1, 80331 München) von Montag bis Sonntag von 9:00 bis 19:00 Uhr besucht werden.

Der "Computer-Nerd" Carlo Acutis
Carlo Acutis wurde 1991 in London als Sohn italienischer Eltern geboren. Aufgewachsen ist er in Italien, wo er bereits im Alter von sieben Jahren die Erstkommunion empfing. Er besuchte täglich die Heilige Messe, betete den Rosenkranz und ging regelmäßig beichten. Die heilige Eucharistie war für ihn "die Autobahn in den Himmel". Diese Herzensangelegenheit verband er mit seiner Leidenschaft fürs Programmieren. Bereits als Kind soll er Algorhythmen geschrieben und Webseiten und Layouts für Internet-Zeitungen gestaltet haben - Fertigkeiten, die man für gewöhnlich im Informatikstudium erlernt.

Eine Datenbank eucharistischer Wunder
Im Alter von elf Jahren begann Carlo, ein Online-Verzeichnis eucharistischer Wunder anzulegen. Seine Begründung: "Je häufiger wir die Eucharistie empfangen, desto ähnlicher werden wir Jesus. So bekommen wir hier auf Erden einen Vorgeschmack auf den Himmel." In der Datenbank sind auch alle Orte enthalten, die er mit seiner Familie besuchen wollte. Zweieinhalb Jahre arbeitete er an der Datenbank, die er mit 14 fertiggestellt hat. 2006 erhielt Carlo die Diagnose Leukämie. Seine Leiden opferte er der Kirche und dem Papst auf. Nach seinem Tod am 12. Oktober 2006 wurde er seinem Wunsch entsprechend auf dem Friedhof in Assisi beigesetzt. Am 6. April 2019 wurden seine sterblichen Überreste in die Kirche Santa Maria Maggiore in Assisi überführt. Im Oktober 2020 wurde er in Assisi seliggesprochen.


Carlo Acutis - Ausstellung über "Eucharistische Wunder".
Interview des Tages um 8:15 Uhr mit Oana Kreitmair

In unserer Rubrik Interview des Tages hören Sie diese und weitere Sendungen als Podcast und können sie gerne downloaden und teilen.