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2019-09-22 20:00:00

Adoration for Vocations, Anbetung für Berufungen

Eine Initiative aus den USA, die uns ein Beispiel sein soll: Adoration for Vocations. Die Geschichte des Begründers, die Fruchtbarkeit dieser Initiative und wie man selbst aktiv werden kann, finden Sie auf dieser Seite.

Eine Liste der zahlreichen Orte der Anbetung in den USA finden Sie hier.

„Berufungen entstehen im Gebet und aus dem Gebet; und allein im Gebet können sie Bestand haben und Frucht tragen.“

Papst Franziskus
 

„Berufungen entstehen im Gebet und aus dem Gebet; und allein im Gebet können sie Bestand haben und Frucht tragen“, sagt Papst Franziskus.

Die Kirche braucht authentische, tief gläubige Priester. Männer, die die Nachfolge der Apostel und Verkündigung des Evangeliums als ihre Berufung erkennen und dieser folgen. Aus dieser Intention heraus ist Adoration for Vocations entstanden. Der Besuch von Papst Johannes Paul II. anlässlich seines 50-jährigen Priesterjubiläums in den USA stärkte das Apostolat „Anbetung für Berufungen“.
Die Früchte in den USA sind bereits sichtbar.
Unser Gast David Craig berichtet, wie sich die Ewige Anbetung in den USA ausgebreitet hat. Er spricht über seine persönlichen Erfahrungen und die Konsequenzen.

Der Begründer David Craig

David Craig ist Unternehmer und Partner in einer Luftfahrt-Ausbildungs-Gesellschaft im Ruhestand. Vorrangig zu seinem privaten Unternehmen war Herr Craig Direktor der Pilotenausbildung für eine große regionale Fluggesellschaft sowie Inhaber anderer Direktoren- und Management-Positionen in der Fluggesellschaftsindustrie. Er ist ein FAA lizensierter kommerzieller Pilot. Herr Craig und seine Frau sind Gründungsmitglieder der Initiative „Adoration for Vocations“. Hier sein Bericht:

Im Jahr 1996 feierte Papst Johannes Paul II. sein 50. Priesterjubiläum. Er lud 2000 Priester nach Rom ein, die im selben Jahr geweiht worden waren wie er. Einige von ihnen aus der Regnum Christi Bewegung wollten dem Heiligen Vater etwas Besonderes geben; aber was schenkt man einem Papst zu seinem 50. Jubiläum? Andere und ich entschieden sich dazu, eine Gruppe von Menschen aus 20 Ländern zu organisieren, die in Rom an den Feierlichkeiten teilnahmen. Wir baten jede Person darum, eine ungesegnete Monstranz mitzubringen. Während der Mittwochsaudienz in der Woche des 50. Jubiläums hatten wir die Monstranzen auf vielen Tischen auf der Bühne der Halle Paul VI. platziert. Unser Geschenk an den Heiligen Vater war, dass wir die Monstranzen mit dem Segen des Papstes in unsere Heimatländer mitnehmen und sie gebrauchen würden, um für Berufungen zu beten.

Zwanzig Monstranzen wurden aus den USA nach Rom gebracht. Ich übernahm die Führung des Apostolates. Während der ersten paar Monate haben wir hauptsächlich für Priesterberufungen der Legionäre Christi gebetet. Dann erkannten wir schnell, dass dieses Apostolat auf Diözesanebene sehr willkommen war und gebraucht wurde. Wir änderten unsere Methode und fingen an, Bischöfe und Verantwortliche für die Berufungspastoral zu kontaktieren, die uns beim Beginn unseres Apostolates halfen. Dieses wuchs rapide und lief örtlich in jeder Diözese oder Pfarrei. Es hatte keine Ähnlichkeit mit einer zentralen Hierarchie. Die meisten Anbeter haben weder etwas vom Regnum Christi gehört noch kannten sie die frühe Geschichte des Apostolates. Es war offensichtlich, dass die Akzeptanz und das Wachstum mehr die Arbeit des Heiligen Geistes war als unsere Bemühungen.

Meine Frau Brigid und ich kontaktierten unseren Bischof und halfen ehrenamtlich. Er fragte uns, ob wir Teil des neuen Berufungskomitees werden wollen. Wir sahen bald, dass nur 10 % unserer Kirchen irgendeine Form der Anbetung hatten (wie etwa am ersten Freitag im Monat oder manchmal einen Tag in der Woche oder eine Stunde in der Woche). Meine Frau und ich gingen von Tür zu Tür, um Priester zu ermutigen, mit der Anbetung zu beginnen und dieser die zusätzliche Dimension zu geben, für Berufungen zu beten. Wir bereiteten diözesane Gebetskarten vor, Lesungen der Heiligen und unseres Heiligen Vaters Johannes Paul II. zum Thema Berufungen. In den folgenden 18 Monaten vergrößerte sich die Anbetung von 10 % auf 68 %. Zu dieser Zeit gab es aber immer noch keine Kapellen mit der ewigen Anbetung in unserer Diözese. Dies sollte bald anders werden. Hinzu kam, dass
unsere Heimatpfarrei St. Matthias vor 60 Jahre gegründet wurde und noch nie eine Priesterberufung hatte.

Während der nächsten fünf Jahre halfen andere und wir bei dem Aufbau von sechs Kapellen mit ewiger Anbetung in unserer Diözese. Jede Kapelle ist eine Woche im Monat dafür zuständig, für Berufungen zu beten. Hinzu kommt, dass wir für unsere Bischöfe, Priester, Seminaristen, für diejenigen, die in Priesterseminaren arbeiten, und für die Verantwortlichen für die Berufungspastoral beten. Wir bitten darum, dass Eltern offen sind für eine Berufung in ihrer Familie und sehen, dass diese ein Geschenk von Christus selbst ist.

Wir organisierten eine tägliche Anbetung für Berufungen in unserer Pfarrei, indem wir den Pfarreimitgliedern erzählten, dass diese noch nie eine Priesterberufung in seiner 60-jährigen Geschichte hatte. Über 170 Personen trugen sich ein, um am ersten Freitag im Monat eine einstündige Anbetung zu übernehmen und für Berufungen aus unserer Pfarrei zu beten. Innerhalb von 30 Tagen der Anbetung sagten drei junge Männer ihren Eltern (sie beteten an diesem Tag an), dass sie glaubten, Gott rufe sie zum Priestertum. Zwei von ihnen sind jetzt geweiht für unsere Diözese und der dritte ist ein kontemplativer Mönch, der in einigen Monaten geweiht wird. Diese Geschichte trieb uns an, für das Apostolat national und international zu werben. Gott zeigte uns, dass er in seiner Freigebigkeit nicht übertroffen werden kann.

Die nationale Zeitung „Catholic Register“ schrieb auf der Titelseite die Geschichte über die Pfarrei, die in 30 Tagen drei Berufungen empfing und über „Adoration for Vocations“. Einige Bischöfe und viele Verantwortliche für die Berufungspastoral kontaktierten uns und stellten Fragen, wie sie mit dem Apostolat beginnen könnten. Die Rückmeldungen waren erstaunlich.
Das Vatikanische Büro für Berufungspastoral hörte davon. Der Verantwortliche hierfür war ein polnischer Kardinal. Er erzählte es Papst Johannes Paul II., der das für eine großartige Idee hielt. Dieser wies Kardinal Sadono an, einen Brief an alle Ordinariate der Welt zu schreiben, um sie zur „Adoration for Voations“ zu ermutigen. Um weiter seine Unterstützung zu zeigen, lud der Papst einen Vertreter von jedem Kontinent nach Rom zu einem Treffen ein. Sie sollten eine ungesegnete Monstranz mitbringen, die er für „Adoration for Vocations“ segnen würde. Meine Frau und ich wurden als Vertreter für Nordamerika ausgewählt. Einen Priester unserer Wahl durften wir mitbringen. Wir entschieden uns für P. Kevin Reilly, einen der drei, die Gott aus unserer Pfarrei rief. Die Berichterstattung über dieses Ereignis half, dass das Apostolat sich immer weiter ausbreitete.

Am Anfang versuchten wir, diese mit einer zentralen Leitung zu organisieren; aber wir erkannten bald, dass wir keine Kontrolle über die Ausbreitung hatten. Gott hatte die Verantwortung, nicht wir. Diözesen begannen ihre eigenen Programme. Einige nannten es „Adoration for Vocations“. Andere wählten dafür die Bezeichnung „Heilige Stunde für Berufungen“ oder „Eucharistische Anbetung für Berufungen“. Der Name ist nicht wichtig. Christus und seine Mutter haben dieses Apostolat von Anfang an geführt.

Meine Frau und ich sind nun schon pensioniert. Wir nehmen aber jede Gelegenheit wahr, dieses wichtige Anliegen zu verbreiten. Gerne reisen wir nach Deutschland, um „Adoration for Vocations“ auch dort und in Radio Horeb vorzustellen. An über 1.100 Orten in den USA ist die „Adoration for Vocations“ mit einer Anbetung rund um die Uhr verbreitet (dies können Sie  hier nachschauen), an ca. 2.000 weiteren gibt es diese meist tagsüber. In den Vereinigten Staaten existiert kaum eine Stadt mit über 10.000 Katholiken ohne eine ewige Anbetung. Die Zahl der Berufungen hat in den letzten Jahren dank dieser Initiative stetig zugenommen – es ist auffallend, dass dies aber nur für Diözesen gilt, welche die eucharistische Anbetung in diesem Anliegen vorangebracht haben. Im Jahr 2017 gab es 590 Priesterweihen bei 70,5 Millionen Katholiken in den USA.

Weitere Informationen zu diesem Kongress finden Sie hier.

Von der Kongregation verbreiteter Brief mit dem Ziel, die eucharistische Anbetung zur Heiligung der Priester und die geistige Mutterschaft zu fördern.

Verehrter Mitbruder im Bischofsamt,
es gibt wahrhaft viele Dinge, die für das authentische Wohl des Klerus und zugunsten eines pastoralen Dienstes, der sich unter den heutigen Gegebenheiten als fruchtbar erweisen soll, in Angriff genommen werden müssen. Ohne Scheu vor Schwierigkeiten und Mühen wollen wir uns dieser Herausforderung stellen. Da nun aber das Handeln seine Bestimmung vom Sein empfängt und die Seele jeden Apostolates die Vertrautheit mit Gott ist, beabsichtigen wir, einen geistigen Impuls zu setzen, der das Bewusstsein hinsichtlich des ontologischen Bandes zwischen Eucharistie und Priestertum und hinsichtlich der speziellen Mutterschaft, die Maria gegenüber den Priestern ausübt, vertieft. Wir wollen mithilfe der ewigen Anbetung eine ununterbrochene Gebetskette schaffen und auf diese Weise zur Heiligung des Klerus beitragen. ...   Weiterlesen

1. Organisieren Sie „Adoration for Vocations“ nicht in Form einer starren hierarchischen Struktur. Stattdessen finden Sie Wege, um die Herzen der Menschen und Priester in der Diözese zu berühren mit Geschichten, die sie ermutigen, mit diesem Apostolat in ihrer Pfarrei zu beginnen. Wenn wir den Leuten erzählen, wie es zu machen ist und wem es zu berichten ist, wird es möglicherweise das Wachstum des Apostolates verlangsamen. Lassen Sie Gläubige und Priester Eigenverantwortung übernehmen. Lassen Sie zu, dass Christus, der Heilige Geist und die Muttergottes ihnen Ideen geben.

2. Wenn Sie der Bischof sind, schreiben Sie einen Brief an jeden Priester, in dem Sie ihn bitten, ob er „Adoration for Vocations“ in seiner Pfarrei beginnt und bitten Sie ihn, Ihnen mitzuteilen, wie es umgesetzt werden soll, z.B. am ersten Freitag im Monat, an einem Tag in der Woche, in Form einer Nachtanbetung, einer ewigen Anbetung etc. Ermutigen sie die Priester, mit ihren Pfarrangehörigen zu sprechen und sie um Vorschläge zu bitten.  Hinweis: Schreiben Sie den Brief liebevoll, aber überzeugend. Jede Pfarrei kann etwas tun! Machen Sie daraus einen Brief der Ermutigung. Lassen Sie die die Empfänger wissen, dass Sie erwarten, dass die Pfarreien etwas auf einer regulären Basis tun, um für Berufungen zu beten. Hoffnungsvolle, große Ideen werden an die Oberfläche kommen. Die Leute wissen, dass wir mehr Priester brauchen und sie wollen helfen, aber wissen nicht, wie. Dies ist eine Möglichkeit für sie zu helfen und Ideen zur Sprache zu bringen, die ihnen vom Heiligen Geist eingegeben werden.

3. Wenn Sie ein Bischof sind, bitten Sie einen Priester oder mehrere Priester persönlich, die Sie gut kennen, ob diese eine ewige Anbetung in ihrer Pfarrei beginnen.

4. Es sollte eine Kontaktperson benannt werden, die hinsichtlich des Beginns von „Adoration for Vocations“ Auskunft geben kann. Name, Telefonnummer und Email-Adresse dieser Person sollten auch bei Radio Horeb genannt sowie die Kontaktdaten auf die Website von Radio Horeb gesetzt werden. Diese Person sollte in der Lage sein, Vorschläge zu geben, wie man beginnen kann und ein von der Anbetung überzeugter Katholik sein. 

5. Pfarrer sollten ermutigt werden, die Ersten zu sein, die sich für „Adoration for Vocations“ in ihrer Pfarrei eintragen. Aus der Erfahrung hier in den USA wissen wir, dass die Anbetung in den Pfarreien, in denen die Priester nicht dieses Beispiel geben, schnell ausstirbt. Die Priester müssen im Gebet „erwischt“ werden. Dies schließt den Bischof der Diözese ein, den Generalvikar und alle anderen, egal wie voll ihr Terminplan ist. Bischöfe und Mitarbeiter der bischöfliche Kurie sind viel beschäftigte Leute. Eine Stunde in der Woche oder sogar noch besser eine Stunde am Tag, wenn möglich, wird Christus nicht unbeachtet lassen. Er wird Zeit für alles andere geben. Der berühmte Bischof Fulton Sheen, ein sehr beschäftigter Bischof, übernahm täglich eine Anbetungsstunde.

6. Finden Sie Wege, um „Adoration for Vocations“ zu kleinen Kindern zu bringen. Ich habe gesehen, dass Lehrer ihre jungen Klassen in eine Kapelle brachten und die Kinder auf dem Boden um die Monstranz saßen. Sie wurden ermutigt, mit Jesus zu sprechen. Manche baten Jesus, ihre Großmutter zu heilen, die krank war. Andere erzählten Jesus, dass sie ihn lieben. Die Lehrer und Eltern, die kleine Kinder zur Anbetung bringen, errichten in diesen kleinen Herzen eine Einheit, die bei dem Kind bleiben wird, wenn es älter wird. Irgendwo auf diesen Böden sind unsere Priester in 20 Jahren.

7. Bringen Sie „Adoration for Vocations“ zu katholischen Studentenvereinigungen und säkularen Universitäten (hier in den USA Newman Clubs).

8. Halten Sie einmal im Jahr eine 30-tägige Nachtanbetung für Berufungen in 30 Pfarreien. Die Erzdiözese New York machte dies in der Vergangenheit. Eine von Papst Johannes Paul II. gesegnete Monstranz für „Adoration for Vocations“ wurde jede Nacht in einer Prozession von einer Kirche in eine andere in Manhatten gebracht (sie hatten sogar Polizeischutz). Als die Monstranz eintraf, waren die Pfarrangehörigen der empfangenden Pfarrei in ihrer Kirche und erwarteten in der Dunkelheit die Ankunft des Herrn. Als er eintraf, begannen sie zu singen, um ihn zu begrüßen und die Lichter wurden angezündet. Die Anbetung dauerte die ganze Nacht und den nächsten Tag hindurch. Die Menschen hatten sich für einzelne Stunden eingetragen, um zu beten. Am nächsten Abend machte die Pfarrei die Prozession zur nächsten Kirche. Haben Sie ein Gebiet, wo 30 Pfarreien innerhalb eines halbstündigen Fußganges einander erreichen können?

9. Bridie und ich sind Besitzer von einer der letzten Monstranzen, die von Johannes Paul II. gesegnet wurden. Es gibt noch viele andere, aber diese soll Ihnen eine Vorstellung geben. Wie gesagt, schlagen wir vor, einzelne Pfarreien entscheiden zu lassen, wie sie die Anbetung organisieren. Deshalb gibt es keinen Ort, wo alle Daten abrufbar sind. Aber jeder Verantwortliche für Berufungspastoral mit genügendem Nachwuchs an Priester- und Ordensberufungen, mit dem ich gesprochen habe, hat mir erzählt, dass sie irgendeine Form von „Adoration for Vocations“ haben. Eine Diözese beispielsweise ist Atlanta. Vor 20 Jahren hatten sie neun Seminaristen. Heute haben sie 61 laut ihrer Website. Wir hatten vor Jahren einen großen Einsatz in Atlanta und die Leute beten immer noch. 

Ruf. Beruf. Berufung. Werde was Du bist.

Für weitere Informationen, Ansprechpartner vor Ort rund um das Thema Berufung finden Sie unter www.berufung.org

Organisieren Sie "Adoration for Vocations"

Hier finden Sie Vorschläge von David Craig für den Start in Ihrer Pfarrei