Jetzt: Sarah Kaiser: Freiheit
Sarah Kaiser: Freiheit

Evangelium des Tages

Buch Sacharja 2,5-9.14-15a.

Ich blickte hin und sah: Da war ein Mann mit einer Messschnur in der Hand.
Ich fragte: Wohin gehst du? Er antwortete mir: Ich gehe, um Jerusalem auszumessen und zu sehen, wie breit und wie lang es sein wird.
Da trat der Engel, der mit mir redete, vor und ein anderer Engel kam ihm entgegen
und sagte zu ihm: Lauf und sag dem jungen Mann dort: Jerusalem wird eine offene Stadt sein wegen der vielen Menschen und Tiere, die darin wohnen.
Ich selbst - Spruch des Herrn - werde für die Stadt ringsum eine Mauer von Feuer sein und in ihrem Innern ihr Ruhm und ihre Ehre.
Juble und freue dich, Tochter Zion; denn siehe, ich komme und wohne in deiner Mitte - Spruch des Herrn.
An jenem Tag werden sich viele Völker dem Herrn anschließen und sie werden mein Volk sein und ich werde in deiner Mitte wohnen. Dann wirst du erkennen, dass der Herr der Heere mich zu dir gesandt hat.

Buch Jeremia 31,10.11-12ab.13.

Hört, ihr Völker, das Wort des Herrn,
verkündet es auf den fernsten Inseln und sagt:
Er, der Israel zerstreut hat, wird es auch sammeln
und hüten wie ein Hirt seine Herde.
Denn der Herr wird Jakob erlösen
und ihn befreien aus der Hand des Stärkeren.
Sie kommen und jubeln auf Zions Höhe,
sie strahlen vor Freude über die Gaben des Herrn,
über Korn, Wein und Öl, über Lämmer und Rinder.
Sie werden wie ein bewässerter Garten sein und nie mehr verschmachten.
Dann freut sich das Mädchen beim Reigentanz,
Jung und Alt sind fröhlich.
Ich verwandle ihre Trauer in Jubel,
tröste und erfreue sie nach ihrem Kummer.

Aus dem Heiligen Evangelium nach Lukas - Lk 9,43b-45.

Merkt euch genau, was ich jetzt sage: Der Menschensohn wird den Menschen ausgeliefert werden.
Doch die Jünger verstanden den Sinn seiner Worte nicht; er blieb ihnen verborgen, so dass sie ihn nicht begriffen. Aber sie scheuten sich, Jesus zu fragen, was er damit sagen wollte.

Kommentar Hl. Petrus Chrysologus

Hört, worum der Herr bittet: „Wenn ihr schon in mir die Göttlichkeit nicht erkennt, erkennt zumindest mein Menschsein an. Seht doch, ich habe einen Leib wie ihr, Glieder, Organe, Knochen, das gleiche Blut wie ihr (vgl. Lk 24,39). Und wenn euch das, was zu Gott gehört, Furcht einflößt – liebt ihr dann nicht wenigstens das, was zu euch gehört? […] Aber vielleicht beschämt euch das Ausmaß meines Leidens, das ihr verursacht habt? Habt keine Angst. Dieses Kreuz hat nicht mich getötet, sondern den Tod. Diese Nägel, die mich durchbohren, durchdringen mich nicht mit Schmerz, sondern mit einer noch tieferen Liebe zu euch. Diese Wunden lassen mich nicht stöhnen, sondern sie lassen euch noch tiefer in mein Herz eindringen. Das Ausstrecken meines Leibes am Kreuz öffnet euch meine Arme als Zuflucht, es vermehrt nicht meine Qual. Mein Blut geht mir nicht verloren, sondern wird als Lösegeld für euch aufbewahrt (vgl. Mk 10,45).

Kommt also und kehrt zurück zu mir und erkennt, wie euer Vater ist, wenn ihr seht, dass er euch Böses mit Gutem vergilt, Beleidigungen mit Liebe, so große Verletzungen mit so großer Barmherzigkeit.“

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