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Wallfahrtsorte in Deutschland

Marion Kuhl, verantwortliche Redakteurin unserer Sendereihe Spiritualität, stellt Ihnen seit 20 Jahren Wallfahrtsorte aus aller Welt vor. Seit 2019 hören Sie bei ihr auch regelmäßig von bekannten Wallfahrtsorten in Deutschland. Ob Kevelaer, Altötting oder Werl: Unter den folgenden Beiträgen finden sich bekannte und weniger bekannte Wallfahrtsorte. Es lohnt sich also, reinzuhören!

2021

Die örtliche Kirche "Mariä Heimsuchung" wurde 1953 von Papst Pius XII. zur Basilica minor erhoben. Seinen Ursprung hat die Wallfahrt im Jahr 1661. Der damalige Erzbischof und Kurfürst von Köln, Bischof von Hildesheim und Lüttich, Maximilian Heinrich, vermittelte gemeinsam mit dem Kölner Kurfürsten das Gnadenbild der "Trösterin der Betrübten" nach Werl - die Wallfahrt war geboren. Der ortsansässige Franziskanerorden hat sie bis 2019 betreut. Die Erzdiözese Paderborn kümmert sich seit 2019 um die Wallfahrer.
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Umrahmt von stattlichen Bäumen ragt weithin sichtbar auf dem 448 Meter hohen Hülfensberg im Südwesten des Eichsfeldes das Dr. Konrad Martin-Kreuz empor. Es wurde 1933 zu Ehren des Paderborner Bekennerbischofs errichtet, dessen Wiege in Geismar am Fuße des Hülfensberges stand und dem die Franziskanerniederlassung auf dem "Berg der heiligen Hülfe" im Jahre 1860 mit zu verdanken ist. Seit dieser Zeit betreuen die örtlichen Franziskaner ganzjährig die Pilger und die Wallfahrten am ältesten und bedeutendsten Wallfahrtsort des Eichsfeldes. Bis 1989 war der Wallfahrtsort über fast vier Jahrzehnte nur für wenige Eichsfelder erreichbar, als zwischen dem eichsfeldischen Hülfensberg und dem hessischen Werratal die innerdeutsche Grenze verlief.
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2020

Die Wallfahrtskirche Zum gegeißelten Heiland, kurz, Wieskirche, liegt in der Gemeinde Steingaden im sogenannten bayerischen "Pfaffenwinkel". Noch bevor diese Wallfahrtskirche gebaut wurde, war die Gegend inmitten von Wald und Mooren bereits ein Wallfahrtsort. 1738 hat die Familie Lory im Gesicht der "Bildnuß" vom Gegeißelten Heiland Tränen entdeckt. Dieses Wunder hat in der Folge viele Menschen in die Wies gezogen. 1803 drohte die Zerstörung der Wieskirche durch die Säkularisation. Engagierte Bauern in der Umgebung konnten das verhindern. Von 1985 bis 1991 wurde die Kirche umfangreich saniert und begrüßt jährlich rund eine Million Besucher.
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Maria Rosenberg ist ein Wallfahrtsort im Bistum Speyer, genauer gesagt in Waldfischbach-Burgalben. 1430 war der Pilgerstrom so groß, dass eine eigene Kaplanei gegründet wurde, um so die Bedeutung des Rosenbergs als Marienwallfahrtsort zu unterstreichen. Ab 1722 heißt der Berg "Rosenberg" in Anlehnung an den Namen Mariens als "wunderbare Rose". Der Wallfahrtsdirektor, Pfarrer Volker Sehy, hat im Februar 2020 mit Marion Kuhl über diesen besonderen Wallfahrtsort mit der Gnadenkapelle aus dem 12. Jahrhundert gesprochen. Dort verehrten und verehren viele Gläubige die Muttergottes mit Kind.
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Seit mehr als 300 Jahren zieht das "Herrgöttle" in der Wallfahrtskirche Biberbach Pilger von nah und fern an. Es heißt: "Wer dem Herrgöttliche ins Gesicht schaut, dem schaut das Herrgöttle ins Herz." Dort haben sich die Gläubigen in Leid, Schmerz und Notsituationen an Gott gewandt. Im März 2020 hat Pfarrer Dr. Ulrich Lindl den Wallfahrtsort bei uns genauer vorgestellt.
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Jährlich pilgern rund 100.000 Menschen nach Telgte im Münsterland. Ziel der Gläubigen ist das um 1370 entstandene Gnadenbild - die Schmerzhafte Muttergottes. 1651 hat Fürstbischof Christoph Bernhard von Galen die Wallfahrt offiziell genehmigt und legte 1654 den Grundstein für die Wallfahrtskapelle.
Ab 1701 blühte die Wallfahrt auf, nachdem die bestehenden Wallfahrten von Kevelaer nach Telgte umgelegt wurden. 1904 hat Papst Pius X. das Gnadenbild anerkannt und dem Wallfahrtsort eine zusätzliche Würde verliehen. Wallfahrtsrektor Propst Michael Langenfeld hat uns im April 2020 seinen Wirkungsort genauer vorgestellt.
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Die Wallfahrt "Zum Heiligen Blut" in Walldürn geht auf folgendes Ereignis zurück: Um das Jahr 1330 hat während der Heiligen Messe der Priester Heinrich Otto versehentlich den Altarkelch umgestoßen. Der bereits gewandelte Wein verlief auf dem Korporale und zeigte das Bild des Gekreuzigten, umgeben von elf Abbilden seines Angesichts. Voller Schrecken versteckte Heinrich Otto das Tuch unter der Altarplatte. Kurz vor seinem Tod hat er das Geheimnis des "Blutigen Korporales" verraten. Schnell verbreitete sich die Nachricht von diesem Wunder. Schon bald kamen die ersten Pilger nach Walldürn, um das kostbare Blut zu verehren. 1445 bestätigte Papst Eugen IV. das Wunder.
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Im Monat Juli wird besonders das kostbare Blut Jesu vereehrt. Seit über 900 Jahren wird in Weingarten eine Heilig-Blut-Reliquie Jesu Christi verehrt. In Weingarten findet die größte und älteste Reiterprozession Europas statt. Dekan Ekkehard Schmid hat uns den Wallfahrtsort und seine Geschichte im Juli 2020 vorgestellt.
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Mitten in Bochum wird im Wallfahrtsort Stiepel das Gnadenbild der Schmerzhaften Muttergottes verehrt. Jedes Jahr besuchen rund 40.000 Pilger das Kloster im Ruhrgebiet. Das Motto des Wallfahrtsjahres 2020 lautet: "Ich bin da, wo du bist!". Noch bis Oktober laden die Zisterzienser-Brüder jeden Mittwoch um 15 Uhr zur Heiligen Messe ein. Über das dortige Gnadenbild und die Ursprünge des Klosters spricht der Wallfahrtsrektor, Pater Rupert Fetsch OCist (Zisterzienser)
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Auf dem Beinberg thront seit dem 16. Jahrhundert die viel besuchte Wallfahrtskirche Maria Beinberg - der geistliche Mittelpunkt und das Wahrzeichen der Gemeinde Gachenbach. Ritter Bernhard "der Preisser" hat ursprünglich eine Kapelle auf dem Beinberg gestiftet. Leonhard von Gumppenberg und Eucharius von Ötting bauten diese Kapelle zu einer Kirche aus. Am 7. Oktober 1500 wurde die Kirche geweiht - zu Ehren der "Unschuldigen Kindlein". Das Patrozinium, also die Kirchweihe, feiern die Gläubigen vor Ort an Maria Geburt (8. September). Nach 1520 entwickelte sich die Wallfahrt. Ein Hauptgrund für eine Wallfahrt nach Maria Beinberg ist vielfach ein unerfüllter Kinderwunsch. Von 1947 bis 2014 betreuten Mariannhiller Missionare (CMM) die Wallfahrt. Im September 2014 wurde Maria Beinberg zur Diözesanwallfahrt des Bistums Augsburg erhoben. Die Pfarreiengemeinschaft Aresing-Weilach betreut jetzt die Wallfahrt. Regelmäßig finden in Maria Beinberg die „Beinberger Gespräche“ statt.
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2019

Der Marienwallfahrtsort Altötting in Bayern - im Bistum Passau - gilt als das geistliche Zentrum Bayerns. Rund eine Million Pilger besuchen die Gnadenkapelle in Altötting im Jahr. Die bekanntesten Pilger waren Papst Johannes Paul II. und Benedikt XVI. In der Sendung 28. Februar 2019 stellt Ihnen Prälat Günther Mandl , Stadtpfarrer und Wallfahrtsrektor seinen Wirkungsort genauer vor.
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Der genaue Ursprung und Beginn der Wallfahrt nach Maria Brünnlein im bayerischen Wemding ist unbekannt. Um 1680 hat der junge Franz Forell eine Marienfigur, das heutige Gnadenbild, nach Wemding gebracht. Der Ort war zu dieser Zeit eine kleine katholische bayerische Exklave im protestantisch geprägten schwäbisch-fränkischen Grenzgebiet. Nach dem Wegzug Forells blieb das Gnadenbild bei seinen Angehörigen. Bekannt wurde es, nachdem der Überlieferung nach ein evangelischer Reiter von seinen Kopfschmerzen geheilt wurde, als er das Gnadenbild betend verehrte.
Hören Sie in unserer Sendung vom 23. März 2019 mehr über Maria Brünnlein und die Entwicklung der Wallfahrt

Der Wallwahrtsort Hergottsruh liegt in Friedberg nahe Augsburg. Seit über 650 Jahren kommen Gläubige an diesen Ort, um das Gnadenbild - den leidenden Christus auf dem Kreuzweg - zu verehren. Für viele ist es ein geistlicher “Rastplatz” auf dem Pilgerweg des Lebens. Wallfahrtsdirektor Pater Sascha-Philipp Geißler  SAC (Pallottiner) hat uns in der Spiritualitätssendung am 8. April 2019 mehr über das das Gnadenbild "Unser Heiland in der Rast" und die Wallfahrtsgeschichte erzählt.
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Die Wallfahrtskirche Mariä Himmelfahrt mit dem Gnadenbild liegt in Sammarei, einem Ortsteil von Ortenburg im Landkreis Passau in Bayern. Abt Gerard Hörger hat in seiner Chronik die Entstehung der Wallfahrt wie folgt beschrieben: 1619 brannte ein Bauerngut nieder. Einige brennende Äste fielen dabei auf die nahegelegene hölzerne Kapelle von 1521. Sie blieb wie durch ein Wunder verschont. Einer örtlichen Überlieferung nach soll der abgebrannte Baum 1620 wieder Früchte getragen haben.
Der Nachfolger von Abt Gerard, Michael Kirchberger, hat der Kurfürstin Elisabeth einige der Äpfel mit Quittengeschmack geschickt und um Erlaubnis gebeten, um die Holzkapelle herum eine Kirche bauen zu dürfen. Die Kurfürstin erfüllte seine bitte - daran erinnert bis heute der Brunnen der Dankbarkeit. Seine Einweihung hat am 13. Juli 2008 anlässlich der 375-Jahr-Feier der Wallfahrtskirche stattgefunden.
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Die Wallfahrtskirche Maria Vesperbild liegt nur wenige Minuten von der B300 entfernt. In dem gleichnamigen Ortsteil leben weniger als 50 Menschen. Jährlich kommen rund 400.000 Pilger nach Maria Vesperbild, um das Gnadenbild der schmerzhaften Muttergottes aufzusuchen und zu verehren. Um 1750 wurde die Wallfahrtskirche im Stil des Rokoko errichtet. Das geschnitzte Gnadenbild stammt aus dem 17. Jahrhundert. Wallfahrtsdirektor Erwin Reichart hat uns am 9. Juli 2019 mehr über seinen Wirkungsort erzählt.
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Die Basilika Vierzehnheiligen liegt bei Bad Staffelstein im Landkreis Lichtenfels in Oberfranken. Die den heiligen Vierzehn Nothelfern geweihte Kirche wurde nach Plänen von Balthasar Neumann gebaut. Rund 500.000 Pilger kommen jährlich nach Vierzehnheiligen. Den Ursprung der Wallfahrt bildete eine Erscheinung 1445 im Klostergarten: Das Jesuskind, umringt von einer Schar weiterer Kinder, bittet um den Bau einer Kapelle am Erscheinungsort. Die anderen Kinder stellten sich als die Vierzehn Nothelfer vor. Weniger Tage nach diesem Ereignis soll sich ein weiteres Wunder ereignet haben: Eine schwerkranke Magd wurde zum Ort der Erscheinung gebraucht, woraufhin sie gesund wurde. Der Franziskanerpater Heribert Arens OFM hat Sie im Juli 2019 auf eine Reise in die Geschichte der Wallfahrt mitgenommen.
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Die Wallfahrt nach Aufhausen geht auf Pfarrvikar Johann Georg Seidenbusch (1641–1729) zurück. Wegen seiner Verdienste hatte er eine Statue der Muttergottes geschenkt bekommen - eine Nachbildung des Gnadenbildes Maria Schnee aus Rom. 1668 hat Seidenbusch für seine Marienstatue eine hölzerne Kapelle errichtet. Die Wallfahrt blühte auf, nachdem sich von 1670 bis 1689 Gebetserhörungen ereignet haben. Am 5. August 2019 hat Pater Winfried Wermter CO (Oratorium des heilige Philipp Neri) uns seinen Wirkungsort vorgestellt.
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1435 hat ein Schäfer in der Nähe der Kreuzung der Handelsstraßen von Speyer nach Baden sowie von Baden nach Heidelberg ein steinernes Marienbildnis in einer hohlen Eiche gefunden und an dieser Stelle ein Haus und einen Bildstock. Besonders in bitteren Nöten haben die Menschen dieses Bildnis aufgesucht - auch Heilungen und Wunder sind überliefert. 1473 wurde zunächst eine kleine gotische Kapelle gebaut. 1617 erteilte der damalige Fürstbischof die Erlaubnis, in Waghäusel ein Kloster zu bauen und die bestehende Kirche zu erweitern. 1640 wurde das Kloster gebaut. Ordensbrüder haben zum einen die Wallfahrt und zum anderen die Seelsorge in den umliegenden Gemeinden betreut. In jüngerer Zeit wurde in der Stadt Waghäusel ein Marienweg mit verschiedenen Stationen angelegt, der zur Wallfahrt zu Fuß oder Fahrrad einlädt. Ein eigener Freundeskreis Marienweg sorgt für die Pflege und Betreuung des Weges. Pater Robert-Maria Weinkötz CRVC (Brüder vom gemeinsamen Leben) hat uns diesen Ort im September 2019 vorgestellt.
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Im Herzen Kölns liegt die Wallfahrtskirche St. Maria in der Kupfergasse. Bis heute ist die Schwarze Muttergottes in der Kupfergasse das Ziel zahlreicher Gläubiger und Wallfahrer. Im Jahr 1630 haben die "Unbeschuhten Karmeliterinnen" diese besondere Marienfigur aus Lindenholz nach Köln an den Rhein gebracht. 1675 errichtete man für die Marienfigur die Loretokapelle. Seit dem 18. Jahrhundert ist diese Kapelle von der barocken Kirche St. Maria in der Kupfergasse umgeben. Zu dieser Zeit begannen auch die Wallfahrten zu dem Gnadenbild, die bis heute viele Gläubige in die Kupfergasse in der Kölner Innenstadt führen. Dr. Thomas Vollmer, Wallfahrtspfarrer an St. Maria in der Kupfergasse, hat uns im November 2019 diesen Wallfahrtsort näher gebracht.
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Der Wallfahrtsort Kevelaer am Niederrhein hat seinen Ursprung im Jahr 1641: Um die Weihnachtszeit hörte der Handelsmann Hendrick Busman dreimal den geheimnisvollen Anruf: "An dieser Stelle sollst du mir ein Kapellchen bauen". Obwohl sehr arm, erfüllte er diese Bitte. Seine Aussage zu den Geschehnissen in der Kevelaerer Heide wurde auf der Synode zu Venlo protokolliert, die 1647 zusammenkam. Wie sich die Wallfahrt nach Kevalaer - dem heute größten Wallfahrtsort in Deutschland - entwickelt hat, hat uns Wallfahrtsrektor Domkapitular Gregor Kauling im Dezember 2019 erzählt.
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