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Nachruf: Bischof em. Dr. Elmar Fischer

Requiem im Feldkircher Dom - 28. Januar, 14 Uhr

radio horeb überträgt um 14 Uhr das Requiem von Altbischof Dr. Elmar Fischer.

Im Feldkircher Dom St. Nikolaus in Österreich wird der Feldkirchener Diözesanbischof Benno Elbs dem Requiem vorstehen. Predigen wird der emeritierte Bischof Klaus Küng, der von 1989 bis 2004 Bischof von Feldkirch war, bevor er von 2004 bis 2018 Bischof der Diözese St. Pölten wurde. Konzelebrant ist der Salzburger Erzbischof Franz Lackner, der Vorsitzender der Österreichischen Bischofskonferenz. Musikalisch wird der Beerdigungsgottesdienst gestaltet durch die Dommusik Feldkirch unter der Leitung von Domkapellmeister Benjamin Lack und Domorganist Johannes Hämmerle.

Am Morgen des 19. Januar ist der emeritierte Bischof von Feldkirch, Dr. Elmar Fischer, im Alter von 85 Jahren verstorben. Wegen einer starken COVID-19-Erkrankung wurde er in intensivmedizinische Behandlung eingewiesen und erlag eine Woche später der Krankheit.

Mit Herrn Bischof Elmar Fischer schied ein Hirte vieler Gläubiger aus dem Leben. Er hat auch für radio horeb viel getan, feierte oft die Messe in Balderschwang, segnete, sang, predigte. Zuletzt lebte Bischof Elmar als geistlicher Leiter in Hittisau (Österreich) bei den Schwestern im Haus Nazareth, den Dienerinnen des Heiligen Blutes.

Pfarrer Dr. Richard Kocher, der Programmdirektor von radio horeb, verabschiedet den Bischof mit einem Gebet:

"Mir fällt es schwer, die richtigen Worte zu finden. Himmlischer Vater, wir danken Dir für das starke Zeugnis von Bischof Elmar: für seinen Einsatz für die Kirche, seine Liebe zu den Menschen, auch zu den Eheleuten, für alles, was er Gutes bewirkt hat, für seine Bescheidenheit. Und wir bitten Dich, dass Du ihn in das Haus des Vaters aufnimmst und dass er dort Vollendung findet."

"Suche das Reich Gottes - in allem! Das andere wird dir dazugegeben".

- Bischöflicher Wahlspruch Bischof Elmars aus dem Matthäus-Evangelium

 

Bischof Elmar gehe es bei diesem Wahlspruch nicht um eine "weltabgehobene Aussage", sondern darum, "im täglichen Sorgen die Vorgaben des Reiches Gottes vorrangig zu erfüllen zu versuchen: Fairness, Geduld, Güte, Treue, Freude, Selbstbeherrschung". Wenn man in diesem Sinn und Geist seine Tage gestalte, dann erfahre man "Erlösung", dann wachse das Vertrauen in Gottes Nähe.

Mit der Ernennung von Dr. Elmar Fischer wurde nach Bischof Bruno Wechner und Bischof Klaus Küng erneut ein Vorarlberger mit der Leitung der Diözese Feldkirch beauftragt.

Bischof Elmar Fischer wurde am 6. Oktober 1936 in Feldkirch/Tisis geboren und besuchte in den Jahren 1950 bis 1955 die Lehrerbildungsanstalt in seiner Heimatstadt. Von 1955 bis 1962 studierte er in Innsbruck Theologie und wurde am 29. Juni 1961 in Feldkirch/Tisis durch Bischof Bruno Wechner zum Priester geweiht.

 

Engagement für Ehe und Familie

Von 1. Mai 1962 bis 1. September 1965 war Bischof Dr. Elmar Fischer als Kaplan in Lustenau/Rheindorf tätig, anschließend bis 1970 als Pfarrprovisor in Sibratsgfäll. 1969 promovierte Dr. Elmar Fischer mit seiner Dissertation im Fach Pastoral zum Doktor der Theologie. Von 1. September 1970 bis 1982 war er als Rektor des diözesanen Studieninternates Marianum in Bregenz tätig, von Herbst 1974 bis 1990 als Direktor der staatlich anerkannten diözesanen Lehranstalt für Ehe-Familien- und Lebensberater. Ab 1979 war er für den Zweig Familien- und Gruppenarbeit zuständig.

Bischof Elmar Fischer arbeitete in der Ehe- und Familienberatung, Ehevorbereitung und Familienbildung. Von September 1979 bis Oktober 1990 war Dr. Fischer Leiter des Ehe- und Familienzentrums der Diözese Feldkirch (EFZ). 1991 erfolgte die Eintragung in die Liste der staatlich anerkannten Psychotherapeuten.

 

Generalvikar in Feldkirch

Am 6. März 1989 wurde er von Bischof DDr. Klaus Küng zum Generalvikar der Diözese Feldkirch ernannt. Am 7. Oktober 2004 erfolgte die Bestellung zum Ständigen Vertreter des Apostolischen Administrators der Diözese Feldkirch. Dr. Elmar Fischer wurde zum Geistlichen Rat (Consiliarius) und per Dekret vom 27. Februar 1990 zum Päpstlichen Ehrenprälat ernannt. Seit 15. April 1989 ist der nunmehr emeritierte  Bischof von Feldkirch Firmspender.

Am 3. Juli 2005 wurde Dr.  Elmar Fischer im Dom St. Nikolaus in Feldkirch zum Bischof geweiht. Seine Bischofsweihe war ein Plädyoer für Gemeinsamkeit und Zusammenhalt, wobei Bischof Fischer die Bedeutung des Sonntags unterstrich.

Bischof Elmar Fischer erklärte damals, er habe das Bischofsamt "nicht im Bewusstsein eigener Stärke und Könnens" angenommen. "Ich vertraue auf Zusammenhalt und Zusammenhelfen, zuerst und zuletzt auf Gottes Beistand". 

 

Einsatz, Höhepunkte und Rücktritt

Bischof Elmar Fischer stand der Diözese Feldkirch über sieben Jahre lang vor und initiierte dabei u. a. das Pastoralgespräch "Die Wege der Pfarrgemeinden", bei dem stabile Zukunftsmodelle für die Vorarlberger Pfarrgemeinden und die städtischen Lebensräume der Diözese Feldkirch erarbeitet wurden. Neben dem Auf- und Ausbau einer Ehe- und Familienberatung ist auch die Seligsprechung des Vorarlberger Märtyrers Carl Lamperts am 13. November 2011 ein Meilenstein der Amtszeit Bischof Elmar Fischers.

Nachdem Bischof Elmar Fischer zu seinem 75. Geburtstag Papst Benedikt XVI. seinen Rücktritt angeboten hatte, nahm dieser das Gesuch am 15. November 2011 an.

Seit 2013 lebte Bischof emeritus Elmar Fischer im Haus "Nazareth" der Dienerinnen vom Heiligen Blut in Hittisau.

 

(Quellen: Lebenslauf Bischof em. Dr. Elmar Fischer — Katholische Kirche Vorarlberg; Willkommen — Katholische Kirche Vorarlberg)

Wie alle Päpste direkte Nachfolger des Heiligen Petrus sind, gehen alle Bischofsweihen der Katholischen Kirche auf die Apostel und zuletzt auf Jesus Christus zurück. Er sandte die Apostel aus und weihte sie. Sie wiederum weihten weitere Priester und Bischöfe. So setzt sich die Reihe bis heute fort. Obwohl nicht mehr alle Weihen historisch nachweisbar sind, lässt sich die Reihe oft weit zurückverfolgen.

Der verstorbene Bischof em. Elmar Fischer wurde 2005 von Bischof Klaus Küng ordiniert. Die Reihe setzt sich wiefolgt fort:

 

Bischof Klaus Küng (1989)
Bischof von Sankt Pölten

Bischof Bruno Wechner † (1955)
Bischof Emeritus von Feldkirch

Bischof Paulus Rusch † (1938)
Titularbischof von Meloë in Isauria

Erzbischof Sigismund Waitz † (1913)
Erzbischof vonSalzburg

Bischof Franz Egger † (1908)
Bischof von Brixen

Bischof Josef Altenweisel † (1904)
Bischof von Brixen

Rafael Kardinal Merry del Val y Zulueta † (1900)
Kardinalpriester von Santa Prassede

Mariano Kardinal Rampolla del Tindaro † (1882)
Kardinalpriester von Santa Cecilia

Edward Henry Kardinal Howard of Norfolk † (1872)
Kardinalpriester von Santi Giovanni e Paolo

Carlo Kardinal Sacconi † (1851)
Kardinalbischof von Palestrina

Giacomo Filippo Kardinal Fransoni † (1822)
Kardinalpriester von Santa Maria in Ara Coeli

Pietro Francesco Kardinal Galleffi † (1819)
Kardinalbischof von Albano

Alessandro Kardinal Mattei † (1777)
Kardinalbischof von Ostia (e Velletri)

Bernardino Kardinal Giraud † (1767)
Kardinalpriester von Santissima Trinità al Monte Pincio

Papst Clement XIII (1743)
(Carlo della Torre Rezzonico †)

Papst Benedict XIV (1724)
(Prospero Lorenzo Lambertini †)

Papst Benedict XIII (1675)
(Pietro Francesco (Vincenzo Maria) Orsini de Gravina, O.P. †)

Paluzzo Kardinal Paluzzi Altieri Degli Albertoni † (1666)
Kämmerer (Camerlengo) der Apostolischen Kammer

Ulderico Kardinal Carpegna † (1630)
Kardinalpriester von Santa Maria in Trastevere

Luigi Kardinal Caetani † (1622)
Kardinalpriester von Santa Pudenziana

Ludovico Kardinal Ludovisi † (1621)
Erzbischof von Bologna

Erzbischof Galeazzo Sanvitale † (1604)
Erzbischof Emeritus von Bari (-Canosa)

Girolamo Kardinal Bernerio, O.P. † (1586)
Kardinalbischof von Albano

Giulio Antonio Kardinal Santorio † (1566)
Kardinalpriester von San Bartolomeo all’Isola

Scipione Kardinal Rebiba †
Titularpatriarch von Konstantinopel

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