Jetzt: Nachrichten.
Nachrichten.

Red Wednesday 2022

Die Welt in Rot für verfolgte Christen

Um auf die Situation verfolgter Christen weltweit aufmerksam zu machen, hat das päpstliche Hilfswerk KIRCHE IN NOT die Aktion "Red Wednesday" (Roter Mittwoch) ins Leben gerufen. In Deutschland und weltweit wird rund um den dritten Mittwoch im November auf das Schicksal verfolgter Christen aufmerksam gemacht. Zum Beispiel mit sogenannten Abenden der Zeugen.

Glaubenszeugen aus Pakistan zu Gast in Balderschwang

Wir haben bei radio horeb einen Abend der Zeugen in der Pfarrkirche St. Anton in Balderschwang veranstaltet. Am 24. November waren Bischof Samson Shukardin und Pater Emmanuel Yousaf aus Pakistan zu Gast. Nach der Einführung des Geschäftsführers von Kirche in Not Deutschland, Florian Ripka, haben wir mit unseren Gästen den Rosenkranz für die verfolgten Christen gebetet. Im Anschluss hat Bischof Shukardin Zeugnis abgelegt, wie er und seine Brüder und Schwestern in einem Staat ihren Glauben leben, in dem das islamische Gesetz der Scharia herrscht. Unser Programmdirektor Pfarrer Richard Kocher hat den Abend mit einer Gebetszeit abgeschlossen.

Gesamte Übertragung (01:20 h):

Zeugnis von Bischof Samson Shukardin (00:29 h):

Der Monsunregen hat diesen Sommer in Pakistan eine Spur der Verwüstung hinterlassen: Fast 1.700 Menschen starben in den Fluten, mehr als zwei Millionen Häuser wurden zerstört. Unter der allgegenwärtigen Not leidet auch die christliche Minderheit. Unter 2 % der Bevölkerung bekennt sich zum christlichen Glauben. In Pakistan erfordert dieses Bekenntnis ebenso viel Mut wie Standhaftigkeit, denn immer noch leben Teile der pakistanischen Gesellschaft nach dem islamischen Gesetz Scharia. Auf dem Papier gilt Religionsfreiheit. Blasphemie steht unter harten Strafen - und der Blasphemie kann man sehr schnell bezichtigt werden.

Am heutigen Abend gedenken wir bei radio horeb besonders der Christen in dem gebeutelten asiatischen Land: In der Lebenshilfe beschreiben uns Bischof Samson Shukardin (links im Bild) und Pater Emmanuel Yousaf (rechts i. B.) von der Katholischen Kommission für Gerechtigkeit und Frieden Pakistan, wie Christen in Pakistan heute leben und ihren Glauben bezeugen. Unter anderem geht es dabei um die Auswirkungen der Rückkehr der Taliban an die Macht im benachbarten Afghanistan.

Bilder vom Abend der Zeugen

Red Wednesday - weltweites Zeichen gegen Christenverfolgung

Hunderte Millionen Christen in aller Welt leben in einem Umfeld, in dem sie gewaltsam verfolgt, diskriminiert oder an der freien Ausübung ihres Glaubens gehindert werden. Um auf diesen Missstand aufmerksam zu machen, hat Kirche in Not (ACN) 2015 die Initiative "Red Wednesday" ins Leben gerufen. Termin ist jeweils der vorletzte Mittwoch im November. Ziel ist es, die öffentliche Aufmerksamkeit auf das Schicksal verfolgter und benachteiligter Christen zu lenken. Dazu werden rund um die Welt in vielen Metropolen bekannte Kirchen und öffentliche Bauwerke rot angestrahlt. Dazu zählen bislang unter anderem das Kolosseum und der Trevi-Brunnen in Rom, die Christusstatue in Rio de Janeiro oder die Kirche Sacré-Cœur in Paris. "Pfarreien sind eingeladen, mit der Beleuchtung ihrer Kirchen ein Zeichen zu setzen und gleichzeitig in Gottesdiensten und Andachten für unsere Glaubensgeschwister weltweit zu beten", erklärte der Geschäftsführer von Kirche in Not Deutschland, Florian Ripka. 

Das Hilfswerk Kirche in Not

Das weltweite katholische Hilfswerk "Kirche in Not" wurde 1947 gegründet, um Kriegsflüchtlingen zu helfen. Seit 2011 ist es als päpstliche Stiftung anerkannt und fördert jedes Jahr mehr als 5.000 pastorale Projekte in über 140 Ländern. Durch Information, Gebet und tatkräftige Hilfe unterstützt "Kirche in Not" Christen überall dort, wo sie in Not sind, verfolgt oder unterdrückt werden. Die Stiftung erhält keine öffentlichen Gelder oder Kirchensteuermittel, sondern finanziert ihre Hilfen ausschließlich durch private Spenden.

Mehr Informationen finden Sie auf der Webseite: kirche-in-not.de

radio horeb lebt allein durch Ihre Unterstützung