Seit 16:30: Katechismus - Die ersten beiden Gebote. - Ref.: Diakon Werner Kießig

Seit 16:30
Katechismus - Die ersten beiden Gebote.
Danach: Zum Nachdenken - Auslegung des zweiten Buches "Jesus von Nazareth" (2011) von Papst Benedikt XVI. - Teil 36.
2019-06-26 17:15:00

Pfarrei der Woche Erfurt-Melchendorf

Im Zentrum von Erfurts größtem Stadtteil steht eine alte Dorfkirche: St. Nikolaus in Melchendorf ist die nächste Station der Deutschlandtour unseres Übertragungswagens. Obwohl die „von Türmen gesäumte“ Bistumsstadt schon im Mittelalter stolz auf ihre Kirchtürme war – sie erhielt den lateinischen Beinamen „Erfordia turrita“ – hat St. Nikolaus als Glockenstube nur einen Dachreiter. Daran ist eine Bombe aus den letzten Kriegstagen schuld. Die Fundamente des einstigen Turms kann man in dem sehr gepflegten Areal rund um das Gotteshaus noch besichtigen.

Treuer Gottesdienstbesuch und Faschingsfreude, niveauvolle Kirchenmusik, vielfaches ehrenamtliches Engagement und religiöse Kinderwochen kennzeichnen unsere „Pfarrei der Woche“ St. Nikolaus. Pfarrer Wolfgang Hunold leitet die Pfarrei mit schalkhaftem Humor und bodenständiger Gelassenheit. Als erstklassiger Gitarrenspieler, der im Fall des Falles sogar seine eigene Gemeinde am Instrument begleitet, kann es der Hirte musikalisch mit dem Pfarrorganisten Ludwig Zeisberg aufnehmen, der an der Weimarer Musikhochschule studiert und den Melchendorfer Kirchenchor leitet. Beim Radiogottesdienst am 10.02. gibt er den Hörern von Radio Horeb eine Kostprobe seines Könnens. Um den Kirchenchor zu hören, müsste man sich hingegen ein andermal nach St. Nikolaus begeben – für die Rundfunkmesse wurde Gemeindegesang eingeplant.
Ein beeindruckendes Bild von Kraft und Leben vermittelt das Bäumchen neben dem Ziehbrunnen am Pfarrhaus, welches mit der alten Dachrinne in einer kräftigen „Umarmung“ kurzen Prozess gemacht hat. Nicht unterzukriegen sind wohl auch die Eichsfelder, so scheint es, wenn man Pfarrer Hunolds Geschichten hört, die er im Interview zum Besten gibt: Um in der DDR Priester zu werden, führte der Weg zum Beispiel erst einmal über eine Handwerksausbildung. Das Vertrauen des Ortspfarrers in den jungen zukünftigen Nachfolger war entscheidend.
Zupackend sind auch die Gemeindemitglieder: Das vom Diözesanmuseum geliehene Marienbild wird in der vor etwa 25 Jahren modernisierten Kirche zur Anlaufstelle für zahlreiche Bitten und Anliegen nach dem Gottesdienst. So lange, bis der Opferstock voll ist.

Zur Website St. Nikolaus
 

Interview mit Pfarrer Wolfgang Hunold:


Fotos zum Durchklicken:


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