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2019-06-17 19:45:00

Pfarrei der Woche aus Günzburg

Die Stadtpfarrkirche Heilig Geist in Günzburg, Bistum Augsburg, ist diese Woche unser Gastgeber. Hier wurde nach dem Krieg im Jahre 1973 eine Kirche errichtet, da die vorhandenen Gotteshäuser die hiesigen Christen nicht mehr zu fassen vermochten. Es entstand die Stadtpfarrkirche Heilig Geist. Eine Kirche, die dem Zeitgeist und dem Gedankengut des II. Vatikanischen Konzils entsprang. Ein Sakralbau, der sich nicht die römischen Basiliken oder Markthallen zum Vorbild nahm, sondern an eine Markt- oder Messehalle erinnert, wie sie bei uns üblich sind. Eine "Kirche unterwegs, Kirche unter uns" sollte es sein.

Ganz neu waren zu jener Zeit nicht nur das Gotteshaus und die Gemeinde, sondern auch der frischgeweihte Priester Ulrich Däubler, der dem damaligen Pfarrer der Stadtpfarrkirche für ein halbes Jahr beigeordnet worden war, um die Einweihung mitvorzubereiten und bei der Gemeindegründung zu helfen. Wie sich später herausstellen sollte, war dies für den jungen Priester Däubler eine sehr prägende Zeit, die sein ganzes Leben bestimmen sollte: Däubler verliebte sich in "seine" erste Pfarrei und kehrte nach zwei Pfarrstellen in Kempten und Augsburg nur siebeneinhalb Jahre später nach Günzburg zurück, wo er noch heute Priester und "geistlicher Vater" für die Gläubigen vor Ort ist. Nach insgesamt 37 Jahren am selben Ort taufe er mittlerweile die Kinder der Eltern, die er einst schon als Kinder getauft habe, lässt er uns wissen. Sicherlich habe er auch manchmal darüber nachgedacht, sich in eine andere Pfarrei versetzen zu lassen, aber die Liebe zur Gemeinde habe stets verhindert, diese Gedanken in die Tat umzusetzen, fügt er auf Nachfrage hinzu.  Zurückgeholt nach Günzburg hätten ihn die positiven Erfahrungen mit der Gemeinde als junger Priester. Mittlerweile hat Bischöflich Geistlicher Rat Stadtpfarrer Ulrich Däubler, wie sein korrekter Titel lautet, zwei Pfarreien, die er als Priester betreut:  Die schon erwähnte Pfarrei Hl. Geist Günzburg, zu der auch die Filialkirche St.  Anna in Denzingen gehört, und die Pfarrei St. Ulrich in Deffingen. Unterstützt wird er bei seinem Dienst von einer Pfarrhelferin, Büropersonal, Mesnern und dem A-Diplom-Kirchenmusiker Wolfram Seitz. Nicht zu vergessen: die Gemeindemitglieder, welche zahlreiche Angebote und Aktionen ins Leben rufen, unterstützen und bereichern, wodurch sich das Gemeindeleben erst manifestieren kann. Zu den Gruppen und Initiativen vor Ort zählen etwa die Ministrantengruppen, die Seniorenkreise, der Familienkreis, die Mittwochsfrauen, die Kolpingsfamilie, Bibelgesprächsgruppen, ökumenische Gemeinschaftsaktionen u.v.a.m. Erwähnt werden muss auch das 1989 gegründete "Hl. Geist Ensemble", das seither die Pfarrei und manchen Gottesdienst musikalisch bereichert. Zu  den Chorproben kommen auch viele externe Sängerinnen und Sänger aus der ganzen Region. Bereits für Kinder ab 18 Monaten gibt es hier Angebote, die die Kinder ihre Musikalität entdecken lassen und darin fördern. Neben den Aktivitäten in der Pfarrei kann sich das Hl. Geist Ensemble mehrerer Konzertreisen ins In- und Ausland sowie einiger CD-Produktionen rühmen. Bekannt in der Region ist auch das Arrangement "Kolpingbühne", das mittlerweile mit Aufführungen für Schüler und Kindergartenkinder halbjährlich in jeweils mehreren Auftritten die Günzburger Stadtbühne bespielt. Neben den genannten Musik- und  Theaterangeboten ist auch der Dialog mit den anderen christlichen Konfessionen ein Weg, wie sich die Pfarrei nach außen hin öffnet, einlädt und präsentiert. Ökumenische Aktionen seien immer mehr gepflegt worden in den letzten Jahren, berichtet Stadtpfarrer Däubler, die Leute interessierten sich für theologische Fragen und freuten sich, dass sie einander näher kommen könnten. Zum Austausch, Ankommen und Annähern lädt auch die Stadtpfarrkirche Hl. Geist ein. Innen und außen optisch modern gestaltet, kann man hier, auf einem der 600 Stühle Platz nehmen oder in der Sakramentskapelle Ruhe und persönliche Einkehr finden. Teppichboden, der den Fußboden vollständig bedeckt, lädt Kinder ein, sich einfach mal auf den Boden zu setzen,  und vermittelt eine gemütliche Atmosphäre.  Zusätzlich trägt dazu das große sogenannte Blumenfenster bei. Die Altarinsel ist mittig angeordnet,  und im Taufbecken gibt es einen kleinen Springbrunnen, der "lebendiges Wasser" visualisiert. Optisch auffallend ist ein Fresko, das sich um den ganzen Kirchenraum zieht und thematisch das Wirken des Heiligen Geistes von der Schöpfung bis heute im Alltag eines jeden Christin und einer jeden Christin versinnbildlicht. Es ist Erinnerung und Mahnung zugleich, wie Stadtpfarrer Däubler in einem Impuls während unseres Interviews erläutert. 
 
Das Gespräch mit Stadtpfarrer Ulrich Däubler können Sie hier gerne nachhören. Und natürlich sind Sie herzlich eingeladen, am 03.02.19 um 10:00 Uhr die Heilige Messe mitzufeiern. Entweder am Radio oder in Günzburg direkt vor Ort, wo Sie dann auch die Kirche und die Menschen, die hier Gemeinschaft stiften und erfahren, kennenlernen können. 
 
Herzliche Grüße, Ihr Markus Münch

Homepage der Pfarrei Heilig Geist in Günzburg
 

Gespräch mit Stadtpfarrer Ulrich Däubler:


Die Bilder der Pfarrei Heilig Geist zum durchklicken


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