Jetzt: eine Wiederholung der gleichnamigen Sendung vom Vortag
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Pfarrei der Woche: Mariä Himmelfahrt Lappersdorf

Jenseits des Großstadt oder doch noch am Stadtrand? Aus Lappersdorf kommt unser Radiogottesdienst zum dritten Fastensonntag. Die Oberpfälzer Marktgemeinde liegt unmittelbar nördlich von Regensburg.

Wer in Bayern bei der freiwilligen Feuerwehr dient, kennt wahrscheinlich die Oberpfälzer Marktgemeinde Lappersdorf. Hier werden ehrenamtlichen Helfer für den Einsatz geschult. Auch Dekan Alexander Huber, der Pfarrer von Lappersdorf und dem benachbarten Ort Kareth, war in seiner Jugend Feuerwehrmann. Heute sähe er es nicht ungern, wenn sich die jungen Leute stattdessen in der Kirche engagieren würden. So ändern sich die Zeiten.

Bibelschmuggel und weltkirchliche Ausrichtung
Verändert hat sich auch der Name der Gemeinde am nördlichen Stadtrand von Regensburg. Aus Leutfriedisdorf, dem Besitz eines gewissen Leutfried, wurde Lappersdorf. Eine Zeitenwende erlebte die Pfarrei Mariä Himmelfahrt Lappersdorf ebenso mit ihrer tschechischen Partnergemeinde in Prag: Als die Pfarreienpartnerschaft begründet wurde, musste man die Bibeln noch einschmuggeln in die Prager Kirchengemeinde. Ein Lappersdorfer Religionslehrer hat sich damals kräftig an der Einschleusung von religiöser Literatur in den kommunistischen Staat beteiligt. Heute leben die Prager Katholiken in Freiheit. Die Gemeinde Mariä Himmelfahrt bleibt ihrer weltkirchlichen Ausrichtung weiterhin treu. Neben der Unterstützung von bedürftigen Glaubensgeschwistern in andern Erdteilen sind es vor allem Priester, die Lappersdorf heute an die Weltkirche anbinden. Pfarrer Huber freut sich über seine Mitbrüder aus Nigeria und Kroatien, die das Pastoralteam der Pfarreiengemeinschaft Lappersdorf-Kareth verstärken.

Rosige pastorale Zustände
Der Dekan ist zuversichtlich, dass jedes seiner Gemeindemitglieder jederzeit einen Priester erreichen kann. Vergleichsweise rosige pastorale Zustände also im Bistum Regensburg. Dem engagierten Pfarrer Alexander Huber merkt man die Begeisterung für den Priesterberuf an. Schon in seiner Kaplanszeit durfte Pfarrer Huber einen Kandidaten aus der Gemeinde zum Priestertum und auch nach der Weihe weiter begleiten. Empfehlen würde er den Priesterberuf nachdrücklich jedem, der dazu berufen ist.

110 Jahre alte, schlichte Kirche
Die Kirche Mariä Himmelfahrt birgt schöne sakrale Figuren. Zum Beispiel einen heilige Sebastian, der schützend über dem Tabernakel angebracht ist. Die ungewöhnliche Kombination eines einzelnen Heiligen mit Gott selbst im Tabernakel ist nur eine der Besonderheiten in der ansonsten schlichten Kirche von 1910. Draußen am Kirchentor finden sich auf Metallplatten Gleichnisse Jesu dargestellt, die jeder bibelfeste Gläubige sofort zuordnen kann. Klar und deutlich ist hier die Verkündigung, ebenso wie künstlerisch wertvoll. Kostbar ist auch eine altehrwürdige Ikone, die unter dem Hochaltar einen würdigen Platz einnimmt und Ost und West bei der Liturgie verbindet. Weltkirchlich eben.

Im Interview gibt Pfarrer Huber auch konkrete Tipps zur Fastenzeit:

Weitere Informationen zu unserer Pfarreri der Woche gibt es unter www.pg-lappersdorf-kareth.de/.

Solveig Faustmann hat für Sie die Kirche St. Mariä Himmelfahrt erkundet:


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