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Pfarrei der Woche in Mainz-Weisenau

Mariä Himmelfahrt in Mainz-Weisenau heißt unsere aktuelle Pfarrei der Woche. Unser Gastgeber ist Pfarrer Christian Nagel. In diesem Beitrag stellen wir Ihnen die Pfarrei vor.

Pfarrer Christian Nagel ist der leitende Pfarrer der Pfarrei Mariä Himmelfahrt in Mainz-Weisenau. Unsere Kollege Rüdiger Enders war vor Ort und hat mit ihm über Mainz, die Pfarrgemeinde und über seine Person gesprochen. Der folgende Text erzählt von diesem interessanten Gespräch.

Mainz: eine Stadt mit bedeutender Historie
Bereits die alten Römer erkannten die günstige Lage der zukünftigen Stadt Mainz, nahe am Rhein und errichteten deshalb dort einen Militärstützpunkt, welcher das Wachsen einer Siedlung bewirkte. Die heutige Landeshauptstadt beheimatet rund 220.000 Einwohner. Neben Gutenberg, welcher den Buchdruck erfand, ist der mittelalterliche Erzbischof Willigis eine herausragende Persönlichkeit der heutigen Landeshauptstadt, da er für den Bau des Mainzer Doms und die Gründung des Stifts St. Viktor verantwortlich war. Dieses Stift lag im Gebiet des heutigen Mainz-Weisenau, der Stadtteil von Mainz, indem unsere Pfarrei der Woche beheimatet ist. Über beide sprechen wir mit Pfarrer Nagel. Wer die historische Stadt Mainz besucht, sollte neben dem Dom auch die Kirche St. Stephan aufsuchen, deren Fenster vom berühmten Maler Marc Chagall stammen.

Pfarrer Christian Nagel
Pfarrer Nagel hatte ursprünglich nie die Absicht, Priester zu werden. Aufgrund seines behinderten Bruders stellte er sich nach dem Abitur die Frage nach dem Grund des Leides. Er entschied, um diese Frage zu beantworten, ein Jahr ins Priesterseminar in Mainz zu gehen, woraus allerdings sechs Jahre Theologiestudium wurden und worauf schlussendlich die Priesterweihe folgte. Bemerkenswert ist, dass Christian Nagel hierfür eine Ausnahmegenehmigung brauchte, weil er damals erst 24 Jahre alt war. Der Mainzer Bischof Karl Lehmann erteilte sie. Pfarrer Nagel ist nun bereits seit über 30 Jahren Priester und dankbar, diesen Weg geführt worden zu sein. Wichtig für ihn sind die Worte des Papstes: "Wer betet ist nie allein". Dies habe er immer wieder erfahren dürfen und diese Gewissheit trägt und erfüllt ihn mit tiefer Dankbarkeit. Zudem sei die Lebensfreude - und eng damit verbunden - die Glaubensfreude existentiell für die Seelsorge.

Die Gemeinde Mariä Himmelfahrt
Pfarrer Nagel hat als leitender Pfarrer die Verantwortung für zwei selbständige Pfarreien: Mariä Himmelfahrt in Mainz-Weisenau, und Mariä Heimsuchung in Mainz-Laubenheim. Ein solches Konstrukt wird in Mainz "Pfarrgruppe" genannt. Das Bindeglied zwischen den Pfarreien sind der Gesamtpfarrgemeinderat und die hauptamtlich Tätigen. Diese Pfarrgruppe zählt insgesamt 7.500 Katholiken. Neben einem Pfarrvikar arbeiten zwei Diakone, mehrere Gemeindereferentinnen und Sekretärinnen im Team. Dankenswerterweise gibt es in der Pfarrei viele ehrenamtliche Helfer, die das Team tatkräftig unterstützen. Die Initiative "Brotkorb" in Mariä Himmelfahrt besteht aus einem Netzwerk. Dieses sorgt dafür, dass Bedürftige, besonders während Corona, Lebensmittel für eine Woche geschenkt bekommen. Damit wird Not gelindert.
Dem Priester ist neben diesem Angebot eine offene Kirche wichtig. Pfarrer Nagel spricht in diesem Zusammenhang davon, dass die Kirche kein Museum, sondern ein Ort des Gebetes ist, wobei die Beter in der Kirche in aller Stille die Begegnung mit Gott suchen.

Rüdiger Enders nimmt Sie mit in unsere Pfarrei der Woche:


Christsein- Sendungsauftrag und Offenheit
Für Christen ist es unerlässlich den Glauben zu leben, und zwar mit Freude. Für Pfarrer Christian Nagel ist das Fürbittgebet eine entscheidende Aufgabe eines Christen. Jeder sollte in seinem Umfeld für die Mitmenschen da sein, für sie beten und Zeugnis geben, um dadurch die Zuversicht des christlichen Glaubens in die Herzen der Anvertrauten zu tragen. Ein Rat des Priesters ist es grundsätzlich Gott und dem Glauben gegenüber offen zu sein es zu bleiben, damit der Herr uns führen kann. Durch diese Offenheit des Herzens wirkt der Heilige Geist, denn: Wer glaubt, ist nie allein.

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