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Weltgebetstag um geistliche Berufe

Spiritualität - Heute, am Sonntag des guten Hirten, betet die Kirche für bestehende und neue geistliche Berufungen. Pfarrer Klaus Hofstetter ist bei uns zu Gast, der Leiter der Berufungspastoral in der Erzdiözese München und Freising.

Heute ist der 60. Weltgebetstag um geistliche Berufungen. Jedes Jahr am vierten Sonntag nach Ostern betet die Kirche um Berufungen.1964 hat Papst Paul VI. den Weltgebetstag um geistliche Berufungen eingeführt.

Berufungen können wir nicht machen und auch nicht selbst fordern. Aber Jesus ruft uns auf, dafür zu beten, wenn er zu seinen Jüngern sagt: "Bittet den Herrn der Ernte, Arbeiter in seine Ernte zu schicken" (Mt 9,38). Deshalb beten wir an diesem Tag besonders um geistliche Berufungen zum Priestertum und gottgeweihten Leben. Insbesondere danken wir auch Gott für die schon Berufenen, die Jesus in besonderer Weise nachfolgen.

Zu diesem Thema ist unser Gast Pfarrer Klaus Hofstetter, der Leiter der Berufungspastoral der Erzdiözese München und Freising .

Gütiger Gott, durch das Wort Jesu lässt du uns in deine Nähe ein, damit wir aufatmen können. 

Lass uns dich hören, damit wir leben.

Heiliger Gott, durch die Impulse deines Geistes klopfst du an die Tür unseres Herzens, damit wir uns öffnen.

Lass uns dich hören, damit wir leben.

Barmherziger Gott, durch das wohlwollende und bittende, das kritische und liebende Wort unserer Mitmenschen, zeigst du uns einen tieferen Sinn.

Lass uns dich hören, damit wir leben.

Doch die Ohren unseres Herzens, welche eine Brücke zu dir, unseren Nächsten und uns selbst bilden, sind häufig verstopft. Verstopft durch Belanglosigkeiten und Sorgen; Enttäuschungen, Bequemlichkeiten und Misstrauen.

Öffne die Ohren unserer Herzen.

Denn wo wir voller Vertrauen zuhören, wird Bewegung und Kraft zur Veränderung frei.

Schenke uns den Mut zum Zuhören.

Lebendig machender Gott, wir danken dir, dass Menschen ihr Leben in deine Hände legen.

Stärke uns, deinen Willen zu suchen und uns deiner Führung zu überlassen.

Wir danken dir, dass sich Menschen vom Glauben begeistern lassen, davon Zeugnis geben und einen geistlichen Beruf ergreifen.

Lege den Ruf zur Nachfolge in sie und schenke uns Zeuginnen und Zeugen im Dienst am Menschen.

Wir danken dir, dass Kirche an vielen Orten wertschätzende Gemeinschaft ermöglicht und eine Schatzkammer deiner Sakramente ist.

Mache unsere Kirche zu einem Zuhause für suchende Menschen.

Wir loben dich, weil du selbst ein hörender Gott bist.

Wir loben dich, weil du dich von unseren Bitten bewegen lässt.

Wir loben dich, weil du mit uns auf dem Weg bleibst bis zum Ende der Welt.

Amen.

(Quelle: www.berufung.org)

Weltgebetstag um geistliche Berufe

Spiritualität um 14:00 Uhr mit Pfarrer Klaus Hofstetter, Leiter der Berufunspastoral der Erzdiözese München und Freising
Sendung verpasst? In unserem Podcast Spiritualität können Sie die Sendung nachhören, downloaden und teilen.

Papst Franziskus wählt für seine Botschaft zum 60. Weltgebetstag um geistliche Berufungen den Leitsatz: "Berufung ist Gnade und Mission". Mit der kostenlos empfangenen Gnade ist ein Auftrag zur Verkündigung verbunden. Die Berufung ist nicht das Werk eines Einzelnen, sondern ein Weg in der Gemeinschaft unter der Führung der Hirten, getrieben vom Heiligen Geist. "Gott ruft in Liebe und wir antworten dankbar in Liebe", schreibt Papst Franziskus in seiner diesjährigen Botschaft.

Der Referent

Klaus Hofstetter (geb. 1968) ist seit 26 Jahren Priester. Mit 16 Jahren lernte er die Fokolar-Bewegung kennen. Sie ist eine der neuen geistlichen Bewegungen in der katholischen Kirche. Sehr bald wurde Klaus Hofstetter klar, dass Gott ihn ruft, Priester zu werden. Hofstetter studierte Theologie in München und Tübingen. Während dem Studium verbrachte er ein Jahr in der internationalen Modellsiedlung der Fokolar-Bewegung bei Florenz in Italien.

Im Lauf seines Dienstes als Priester war Hofstetter u. a. Diözesanjugendpfarrer. Zuletzt wirkte Hofstetter sieben Jahre als Pfarrer von zwei Pfarrverbänden am Chiemsee. 2021 hat Erzbischof Reinhard Kardinal Marx ihn nach München berufen. Seither ist Pfarrer Klaus Hofstetter Leiter der Berufungspastoral der Erzdiözese München und Freising. Dort arbeitet er in einem Team mit einer Missionsschwester und ehrenamtlich engagierten jungen Erwachsenen zusammen. Hofstetter lebt in einer vita communis im Pfarrhaus Höhenkirchen mit dem dortigen Pfarrer und hilft dort in der Seelsorge mit.

 

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