Jetzt: Dr. Anton Steiner - Vererben mit Sinn und Verstand - das Testament.
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Pfarrei der Woche: Zu Unserer Lieben Frau in Neumarkt

"Zu unserer lieben Frau" in die Oberpfalz fahren wir am vierten Maiwochenende. Im Volksmund kurz "Hofkirche" genannt, diente das der Himmelskönigin Maria geweihte Gotteshaus in Neumarkt lange als Schlosskirche für die regierenden Pfalzgrafen. Heute glänzt die Altstadt-Pfarrei "Zu Unserer Lieben Frau" durch klugen Einsatz technischer Mittel für die Evangelisation – gerade auch in Corona-Zeiten.

Die Hofkirche in Neumarkt ist eine fortschrittliche Pfarrei. Seit Beginn der Virus-Pandemie können alle Gemeindemitglieder, die Internet haben, ihre Heilige Messe sonntags im Livestream mitverfolgen. Pfarrer Stefan Wingen findet auch Gutes an der Corona-Krise. "Die jetzige Situation hat den Vorteil, dass wir neu darauf gekommen sind, welche Mittel wir für die Evangelisation einsetzen können", sagt der Seelsorger. 46 Plätze sind zurzeit in der Hofkirche für Gottesdienstbesucher freigegeben. Am kommenden Sonntag können sogar diejenigen Gemeindemitglieder, die kein Internet haben, dem Gottesdienst folgen – um 10.30 Uhr live bei radio horeb.

Neue Wege zu den Schäfchen
Schon vor den Einschränkungen beim Gottesdienstbesuch setzte man in der Pfarrei "Zu Unserer Lieben Frau"“ auf Technik als Hilfsmittel für das Glaubensleben. Zum Beispiel können die Kirchenbesucher während des Gottesdienstes alle Liedtexte auf einer großen Tafel seitlich des Altarraums mitverfolgen. Ein sehr professionell aussehender Bildschirm blendet laufend neue Textzeilen ein.
Pfarrer Wingen geht gerne neue Wege, um seine Schäfchen zu erreichen. Der Pfarrbrief ist seit langem abgeschafft – niemand hätte ihm nachgetrauert, so das Fazit des resoluten Priesters. Stattdessen gebe es Beiträge auf Facebook und Instagram sowie die pfarreieigene Website. Öffentlichkeitsarbeit für die Pfarrei sei ohnehin das Charisma der Laien und nicht des Priesters, so Pfarrer Wingen. Mit dem Buch "Aus, Ende, Amen" seines Kölner Mitbruders Thomas Frings habe für ihn ein Umdenken begonnen. Einfach nur gewohnte Strukturen künstlich aufrecht zu erhalten, würde die Verkündigung des Evangeliums lähmen.

Theologie aus der Bäckerei
Dass die Hofkirche in der gut besuchten Neumarkter Innenstadt liegt, ist sicher eine günstige Voraussetzung dafür, auf ungewöhnlichen Wegen Menschen für die Kirche zu gewinnen. Der im ganzen oberpfälzischen Neumarkt ungewöhnlich hohe sonntägliche Gottesdienstbesuch tut ein Übriges, um Pfarrer Wingen zu einem zufriedenen Seelsorger zu machen. "Bei uns können Sie noch in einer Kirche Pfarrer sein", sagt der Priester des Bistums Eichstätt. Er selbst sei in einer Bäckerei groß geworden und hätte "„80% seiner Theologie" dort gelernt. Was das - außer Bodenständigkeit - sonst noch bedeutet, fragen wir Pfarrer Wingen im Interview. Das Interview hören Sie heute live ab 13 Uhr in der Talk- und Musiksendung. Im Anschluss daran können Sie es auf dieser Seite nachhören.

Die Homepage der Pfarrei "Unsere Liebe Frau" finden Sie unter www.hofkirche.de/.

"Liebe Zuhörer,

am Sonntag können Sie den Gottesdienst aus Neumarkt mit Pfarrer Wingen nicht nur ab 10.30 Uhr im Radio mitfeiern, sondern auch in Bild und Ton hier auf unserer Webseite.
In Neumarkt sehen wir uns dann erst nach dem Ende der Corona-Pandemie zu einer Infoveranstaltung über radio horeb, voraussichtlich im Herbst.


Bis dahin Gottes Segen

Ihre Solveig Faustmann von radio horeb

Werfen Sie einen Blick in die Kirche: