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Tagesevangelium

Pfarrei der Woche: St. Michael in Train

Train in Niederbayern, im Landkreis Kelheim. Radio Horeb kommt nach Train! Aber nicht nur wir, sondern auch Bischof Dr. Rudolf Voderholzer besucht die "Pfarreiengemeinschaft Siegenburg-Train-Niederumeldorf" am 22. September, um hier ein Pontifikalamt in der Pfarrkirche St. Michael zu feiern. Es liegt etwas Besonderes in der Luft in der kleinen knapp 2000-Seelen-Gemeinde, etwa 50 km südwestlich vom Bischofssitz in Regensburg gelegen.

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Die Pfarrei bereitet sich auf ein großes Jubiläum vor: das der "Bruderschaft zur Verehrung der Heiligsten Herzen Jesu und Mariä". Diese kirchliche Vereinigung entstand im 18. Jahrhundert aus der Wallfahrt zur Schlosskapelle in Train, genauer gesagt, zu deren Blütezeit im Jahre 1719. Am Gründungstag traten zu jener Zeit gleich 1519 Männer und Frauen der Bruderschaft bei. Bis heute seien sehr viele Trainer Bürger Mitglieder in dieser Vereinigung, berichtet Pastoralreferent Christian Bräuherr, der seinen Pfarrer, Franz Becher, als Gesprächspartner im Interview vertrat, um Pfarreiengemeinschaft und Bruderschaft vorzustellen. Der Seelsorger hat vor ca. drei Jahren seinen Dienst gemeinsam mit Pfarrer Becher in der Pfarrei angetreten und schwärmt von den Menschen in der Region. Sie seien sehr herzlich, und es gäbe keinen ernsten Streit, zudem habe er sich samt seiner Familie gut aufgenommen gefühlt, als sie neu angekommen seien. Ob das vor allem an der Bruderschaft läge, könne er nicht direkt beantworten, doch sei sie sehr bedeutsam für die Region und insbesondere für Train. Täglich ein Ave Maria zu beten, verlangt die Bruderschaft von ihren Angehörigen, und einmal im Jahr, immer am dritten Sonntag im September, ist das Bruderschaftsfest, an dem sich alle Mitglieder zu einem Gottesdienst in der Pfarrkirche versammeln. Anschließend ziehen sie in einer großen, festlichen Prozession zur Schlosskapelle, um dort gemeinsam zu beten. Das Besondere daran ist aber nicht nur, dass sich bis heute viele Menschen zur Bruderschaft bekennen und auch immer wieder neue Mitglieder aufgenommen werden, sodass man aktiv in die Gegenwart hineinwirkt, sondern auch, dass einst das Benefizium Train durch die Bruderschaft entstand und sie somit auch der Wegbereiter für die heutige Kirchengemeinde in Train war. Man mag es drehen und wenden, wie  man will - die Vermutung liegt nahe, dass das gute Miteinander bei einem sehr aktiven Gemeindeleben, wie es Pastoralreferent Bräuherr beschreibt, vielleicht tatsächlich auch dadurch zu erklären ist, dass es hier so viele Menschen gibt, die die Gottesmutter täglich anrufen und ihr Leben, ihren Alltag und ihre Lieben Maria anempfehlen. Viele Christen bringen sich hier aktiv ein und gestalten sowohl das Miteinander an ihrem Kirchort als auch das der Pfarreiengemeinschaft insgesamt. Drei Pfarrkirchen und sechs Filialen wachsen hier gerade zusammen, um die Pfarreiengemeinschaft mit Leben zu füllen. Dazu gibt es bereits viele Aktionen, die gemeinsam durchgeführt werden, und Gottesdienste, die man zusammen feiert. Als Schwerpunkt betrachtet der langjährige Seelsorger die Musik. Es gäbe vor Ort sehr viele und qualitativ überdurchschnittliche Chöre und Musikgruppen, die mit ihrem Können auch immer wieder Gottesdienste durchs Kirchenjahr hindurch begleiten und bereichern würden.
 
Wie Pastoralreferent Bräuherr zu seiner Berufung fand, wie er sie lebt, und warum ihm dabei seine Familie eine wertvolle Stütze ist, wie man hier spontan an einem kleinen Hopfenworkshop teilnehmen kann, und was es sonst noch in der Pfarreiengemeinschaft zu entdecken gibt, das erfahren Sie im Interview, das Sie hier nachhören können.