Jetzt: eine Wiederholung der gleichnamigen Sendung der Vorwoche
eine Wiederholung der gleichnamigen Sendung der Vorwoche

Pfarrei der Woche: Pfarrverband Aschheim-Feldkirchen

Vor den Toren Münchens, rund um den ehemaligen Flughafen Riem, wachsen die Pfarreien Feldkirchen und Aschheim zusammen. Am 16. Februar heißt es dort: Wir sind "Pfarrei der Woche". radio horeb überträgt um 10 Uhr die Eucharistiefeier aus der Kirche St. Jakobus der Ältere in Feldkirchen. Geistlicher Rat Pfarrer Konrad Eder wird den Gottesdienst feiern.

Leben im S-Bahn-Takt
Im "Speckgürtel" Münchens, halb in der Stadt und halb am Land, da lebt es sich gut – wenn man bezahlbaren Wohnraum findet. Am ehemaligen Flughafengelände München-Riem haben sich 2000 Firmen mit insgesamt 10.000 Arbeitsplätzen angesiedelt. Wer aus Feldkirchen jedoch in die nahe Großstadt pendelt, dem gibt die S-Bahn den Lebensrhythmus vor. Auch Traditionen leben weiter fort: In der Kirche St. Jakobus der Ältere wird das Rosenkranzgebet hochgehalten, bis zu 30 Beterinnen finden sich auch an Wochentagen in der wunderschönen Michaelskapelle ein. Sozusagen das Beste aus beiden Welten steht den Zuzüglern zur Verfügung, die aus Feldkirchen eine boomende Kleinstadt gemacht haben.

Das Martyrium des heiligen Emmeram
Drei Jahre ist der Pfarrverband Aschheim-Feldkirchen nun alt. Mit dem Nachbarort zusammenzugehen, war ursprünglich vielleicht keine erfreuliche Perspektive. Doch die beiden neu vereinten Pfarreien Aschheim und Feldkirchen haben einen inoffiziellen Pfarrpatron, der Unmögliches möglich macht: Den heiligen Bischof Emmeram von Regensburg. Der gütige Bischof erlitt im 7. Jahrhundert östlich von München, an eine Leiter gebunden, ein grausames Martyrium. Zum Sterben wurde der Heilige nach Feldkirchen gebracht. Als Symbol des Pfarrverbandes vereint die Leiter des Heiligen Emmeram nun drei Kirchtürme – so sieht man es im gemeinsamen Logo der beiden Gemeinden.

Eucharistiefeiern und Wort-Gottes-Feiern in gleicher Zahl
Dass seine Gemeinden noch mehr zusammenwachsen, wünscht sich Geistlicher Rat Pfarrer Konrad Eder. Das gemeinsame Potential haben die Katholiken hüben und drüben immerhin schon entdeckt: Seit drei Jahren unternehmen sie zusammen Pilgerfahrten. Ein sensibler Punkt sind die Gottesdienstpläne, sagt Pfarrer Eder. Als einziger Priester seines Pfarrverbandes könne er nicht alle gewünschten Gottesdienstzeiten abdecken. Im Erzbistum München löst man dieses Problem mit dem vergleichsweise flächendeckenden Einsatz von Wort-Gottes-Feiern, die von pastoralen Mitarbeitern sorgfältig vorbereitet werden. Die Gemeinde, sagt Pfarrer Eder, nehme dieses Angebot an. Mit ein wenig Bereitschaft zur Mobilität lässt sich natürlich auch die Eucharistiefeier im benachbarten Kirchort besuchen. Aber laut Pfarrer hat "noch keine Massenbewegung eingesetzt, weder in die eine noch in die andere Richtung". Die Pfarrangehörigen schätzen noch sehr die jeweils eigene Pfarrkirche, in der Groß und Klein sich zum Beispiel in zahlreichen Chören an der Gestaltung der Gottesdienste beteiligen. Die Fürbitte des Heiligen Emmeram wird dem weiteren Zusammengehen der beiden Gemeinden jedoch sicher förderlich sein.

Weitere Informationen zum Pfarrverband finden Sie unter www.erzbistum-muenchen.de/pfarrei/PV-Aschheim-Feldkirchen.

Liebe Leser, ich freue mich auf eine Begegnung mit Ihnen am 16. Februar nach dem Radiogottesdienst im Landgasthof Hartmann gegenüber der Kirche,

Ihre Solveig Faustmann

Hören Sie das Interview mit Pfarrer Konrad Eder hier nach:


Blicken Sie mit Solveig Faustmann in die Kirche St. Jakobus der Ältere: