Jetzt: Tom Keene: Halleluja, preist das Lamm/Ich danke meinem Gott
Tom Keene: Halleluja, preist das Lamm/Ich danke meinem Gott

Pfarrei der Woche in Mittersendling

"Wie kommt ein Mensch dazu, Priester zu werden?", fragen Schüler aus München-Sendling oft. Ihr Religionslehrer, Pfarrer Detlev Kahl, hat eine spannende Berufungsgeschichte. Der Dekan hat am Sonntag, 19. Juli, den Radiogottesdienst gefeiert. Im Interview spricht Dekan Pfarrer Detlev Kahl über die Pfarrei und seine Berufung.

Zweimal berufen
Bis kurz vor dem 40. Lebensjahr hat Pfarrer Detlev Kahl die Botschaft Gottes nur in der Schule vermittelt, dann wollte er mehr: Während einer Weiterbildung zum Ständigen Diakon entschloss sich der Lehrer, doch noch Priester zu werden. Im zweiten Anlauf: Vier Jahre Priesterseminar hatte der geborene Münchner in jungen Jahren schon absolviert. Sein ungewöhnlicher Lebenslauf kommt ihm in der Seelsorge zugute. Hier ist ein Geistlicher, der auch das ganz alltägliche Leben versteht.

St. Thomas Morus und St. Achaz: Stadt und Land
Zwei pastorale Mitarbeiterinnen stehen dem Dekan zur Seite. Eine große Herausforderung ist für das Team, die beiden ganz unterschiedlichen Sendlinger Gemeinden in einem Pfarrverband zusammenzubringen. Hier St. Achaz, eine Barockkirche mit Tradition und Trachtenverein, aber wenig Jugendlichen. Auf der anderen Seite des Mittleren Rings der große Betonbau von St. Thomas Morus. Zu Coronazeiten ist diese Kirche ideal für einen Radiogottesdienst. In den 60er Jahren wurde das Gotteshaus von Gemeindegründer Monsignore Erwin "Buzi" Hausladen auf die grüne Wiese gestellt. Ebenso unterschiedlich ist das Lebensgefühl diesseits und jenseits des Mittleren Ringes. Hier Stadt, dort Land, könnte man vereinfacht sagen.

Der Tunnel schluckt die Autos
Viele Gemeindemitglieder von St. Thomas Morus haben die Entwicklung seit ihren Anfängen miterlebt. Die Bindung an die eigene Pfarrei sei ungewöhnlich stark, befindet Pfarrer Kahl. Weithin sichtbar ist der 40 Meter hohe Kirchturm. Als eines von wenigen Gebäuden im Stadtbezirk Sendling-Westpark steht St. Thomas Morus unter Denkmalschutz. Eine Besonderheit auf dem Kirchengelände ist, dass man durch transparente Lärmschutzwände tief unten den Autoverkehr in den Tunnel brausen siehst. Für die Anwohner des Mittleren Rings war die Verlegung der lärmreichen Bundesstraße 2 R in den Untergrund eine riesige Erleichterung. Inzwischen macht sich auch in St. Thomas Morus der Zahn der Zeit bemerkbar. Eine Renovierung steht an, vor allem die Fenster müssen abgedichtet werden. Bisher flüchten die Kirchgänger vor der Zugluft gerne in die hinteren Bankreihen. In Zukunft sind dann zwar die Fenster isoliert, aber hoffentlich nicht mehr der Pfarrer weit vorne am Altar.

Schauen Sie mit unserer Kollegin Solveig Faustmann in die "Pfarrei der Woche":


Nach der Radiomesse am Sonntag gibt es eine kurze Präsentation über radio horeb. Dabei stellen wir Ihnen auch die Möglichkeit vor, als ehrenamtlicher Sendebegleiter in unserem Münchener Studio ein "echter Radiosprecher" zu werden.
Bitte beachten Sie, dass Sie sich für die Teilnahme am Gottesdienst vor Ort im Pfarrbüro anmelden müssen. Entweder per E-Mail an st-thomas-morus.muenchen@ebmuc.de oder unter Tel. 089/760 16 68 bzw. 089/723 002 08. Bitte tragen Sie beim Gottesdienst eine Mund-Nasen-Bedeckung.