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Pfarrei der Woche aus St. Paulin in Trier

Augusta Treverorum - das ist der Name der vermutlich ältesten Stadt Deutschlands. 17 vor Christus wurde die Stadt an der westdeutschen Grenze von antiken, römischen Quellen bereits erwähnt. Radio Horeb war zu Gast bei Pfarrer Waldorf, leitender Pfarrer der Pfarrgemeinde St. Paulin, einer Pfarreiengemeinschaft mit Historie und der Eucharistie im Zentrum

Augusta Treveroum: der Ursprung der Kirche in Mitteleuropa

Zwischen 270-288 vor Christus wurde ein Junge geboren, welcher später Konstantin der Große genannt werden sollte. Im Jahre 306 erlang er, der Legende nach durch den Beistand unseres Herren Jesus Christus, den entscheidenden Sieg über den konkurrierenden Kaiseranwärter Maxentius. 313 bis 324 kämpfte der spätere Alleinherrscher mit Licinius um den östlichen Teil des Reiches, welcher bis dato Licinius unterstand. Nach dem Sieg brach die konstantinische Wende an und das Christentum wurde Staatsreligion. Trier wurde einer der Regierungssitze des Kaisers und ebenfalls der hl. Helena, Mutter von Konstantin dem Großen. Der dort erbaute Wohnpalast der kaiserlichen Familie wurde später zum heutigen Dom zu Trier umgebaut. Des Weiteren wurden während der römisch-antiken Zeit in Trier die Porta Nigra, die Barbarathermen, die Palastaula (heutige Konstantinbasilika) und die 6,4 Kilometer lange Stadtmauer erbaut, um nur einige historische Bauwerke zu nennen. Aus Trier entstammen mehrere bekannte und bedeutende Persönlichkeiten. Aus christlicher Sicht ist hier vor allem der hl. Ambrosius zu nennen, einer der vier Kirchenväter und Bischof von Mailand.Heute zählt Trier 110.000 Einwohner, ist Studentenstadt und verbindet somit die Geschichte mit der Gegenwart.

 

St. Paulin: Pfarrkirche und Pfarrei

Springt man aus der Römerzeit in die Zeit des Spätbarocks, so findet man nicht weit entfernt von der Porta Nigra die Kirche St. Paulin, welche nach dem Brand der antiken Kirche (4. Jhr. bis 1039) und der Zerstörung der zweiten Kirche durch französische Truppen (1148-1674) im Eroberungskrieg Ludwig des XIV., 1734 wieder aufgebaut wurde. Der Wiederaufbau geschah unter Erzbischof Franz Georg von Schönborn und wurde von Innen von Balthasar Neumann (Baumeister zur Zeit des Barocks sowie Rokoko) entworfen. Die Kirche ist heute wegen dieses Meisterwerkes der Innenausstattung weit über die Grenzen von Trier bekannt und erhielt von Papst Pius XII. den Ehrentitel Basilica minor (päpstliche Basilika). Benannt wurde St. Paulin nach dem hl. Paulinus, 6. Bischof von Trier und Märtyrer. Er stand auf Seiten des hl. Athanasius welcher sich gegen die Irrelehre des Arianismus stellte. Dafür wurde er ins Exil nach Phrygien verbannt und verstarb dort. Die Gebeine des Heiligen und die sterblichen Überreste von weiteren Trierer Märtyrer befinden sich heute in der Krypta der Pfarrkirche St. Paulin.

Die Kirche ist täglich geöffnet und lädt zum Gebet und zur eucharistischen Anbetung ein (genaue Zeiten entnehmen Sie bitte der Internetseite von St. Paulin https://www.pfarreiengemeinschaftpaulin.de/) . Heute gehören die Pfarreien St. Paulin, St. Bonifatius, St. Martin und St. Ambrosius in Trier zusammen. Dem leitenden Pfarrer steht eine Gemeindereferentin und viele Ehrenamtliche zur Seite. Im Zentrum der Pfarrei steht die Anbetung des eucharistischen Herrn. „Ich schau Ihn an und Er schaut mich an“. Für Pfarrer Joachim Waldorf ist dies der Dreh- und Angelpunkt einer fruchtbaren Gemeinde.

Pfarrer Joachim Waldorf

Der gebürtige Koblenzer wurde früh in den Dienst des Herrn gerufen und zwar als Messdiener. Zusammen mit seinem Bruder diente er am Altar und wurde eines Tages vom Gemeindepfarrer zu einer Lourdes Wallfahrt eingeladen. Der Jugendliche kannte damals noch nicht die Marienverehrung und hatte auch kein besonders starkes Interesse mit Kranken an einen Wallfahrtsort der Muttergottes zu pilgern. In Lourdes änderte sich dies allerdings. Pfarrer Waldorf spricht von einer "starken Erfahrung" und von einem „Berühren zwischen Himmel und Erde". Das besondere in Lourdes sei die Eucharistie im Zentrum. Alles andere sei dort wie "konzentrische Kreise", um den Herren in der Eucharistie angeordnet. Dies faszinierte den Jugendlichen und entflammte in ihm die Liebe zur Mutter Gottes und zur eucharistischen Anbetung. Pfarrer Waldorf ist heute geistlicher Leiter der Lourdes -Wallfahrten des Bistums Trier und Ehrenkaplan unserer Lieben Frau von Lourdes. Außerhalb von Corona findet jährlich eine große Lourdes Wallfahrt statt, mit 250-400 Pilgern und Kranken.

Pfarrer Joachim Waldorf sieht in Maria einen Weg zu Christus den jeder Christ nutzen sollte. Der Rosenkranz helfe dabei sehr. Dieses meditative Gebet beleuchtet die wichtigen Stationen des Lebens Jesu und hält große Gnaden bereit. Ein kleiner Tipp des Priesters zum Schluss: "Beten Sie den Rosenkranz beim Spazieren gehen und beten Sie den Rosenkranz auch wenn es schwerfällt."

Am Sonntag, den 31. Oktober um 11:00 Uhr überträgt radio horeb die Heilige Messe aus St. Paulin in Trier.

 

Unser Kollege Rüdiger Enders hat sich für Sie in der Pfarrgemeinschaft St. Paulin in Trier umgesehen:


Die Pfarreigemeinschaft St. Paulin finden Sie unter folgender Adresse:

Katholisches Pfarramt St. Bonifatius
Kobusweg 1
54295 Trier

Telefon: 0651/23161, Fax: 0651/13580
st.bonifatius-trier@gmx.de

Die Öffnungszeiten des Pfarrbüros sind: 

Montag und Donnerstag:   09.00 - 12.00 Uhr
Mittwoch:                           15.00 - 18.00 Uhr

 

Im Internet finden Sie die Pfarreigemeinschaft St. Paulin unter www.pfarreiengemeinschaftpaulin.de