Jetzt: Barmherzigkeitsrosenkranz
Barmherzigkeitsrosenkranz

Pfarrei der Woche aus dem Schönstattzentrum in Vallendar

Das internationale Schönstattzentrum in Vallendar im Bistum Trier ist unsere aktuelle Pfarrei der Woche. Einen Rosenkranz und eine Heilige Messe haben wir von dort übertragen. Unser Kollege Rüdiger Enders stellt Ihnen in diesem Beitrag das Schönstattzentrum vor.

Schönstatt / Vallendar
Vallendar mit seinen 8.700 Einwohnern ist sechs Kilometer von Koblenz entfernt und gehört zum Landkreis Mayen-Koblenz. Die rechtsrheinisch im oberen Mittelrheintal gelegene Landschaft gehört heute zum Weltkulturerbe. Die Gegend zwischen Eifel und Westerwald ist maßgeblich geprägt durch den Vulkanausbruch des heutigen Laacher Sees vor rund 12.000 Jahren.
Schönstatt ist ein Ortsteil von Vallendar, in einem Tal gelegen. In der näheren Umgebung gab es in der Vergangenheit weitere Klostergründungen wie etwa jene der Waldbreitbacher Franziskanerinnen oder der Barmherzigen Brüder von Mariahilf von Trier. Die Menschen in früherer Zeit seien viel intensiver mit dem Glauben verbunden gewesen, so sagt es Pater Lothar Herter.

Rüdiger Enders hat sich auf den Weg nach Vallendar gemacht:


Die Entstehungsgeschichte von Schönstatt
Die Ursprünge gehen zurück auf ein Augustinerinnenkloster, das im Mittelalter zerstört wurde. Die kleine, zurückgebliebene Kapelle ist heute das Schönstatt-Heiligtum. Die Pallottiner-Patres kamen zunächst 1901 als Missionsorden hierher. Pater Josef Kentenich wurde 1885 in Gymnich geboren. 1910 erfolgte die Weihe zum Priester bei den Pallottinern. Er wird zudem als begnadeter Lehrer beschrieben. Als Spiritual gründete er eine Marianische Kongregation und begleitete viele Menschen. Seine intensive Beziehung zu Maria prägte ihn zeitlebens und änderte sein inneres Leben. Pater Kentenich wird als geborener Psychologe und Pädagoge beschrieben, der den Anvertrauten geholfen hat, sich in Freiheit für den Glauben zu entscheiden. Die Marianische Kongregation war die Grundlage in der Struktur für die Gründung von Schönstatt.

Nach zwei Jahren kam 1914 mit dem Beginn des Ersten Weltkrieges ein Einschnitt für den Seelsorger Kentenich. Er suchte nach der Antwort auf dieses Ereignis. Er las von der Entstehung einer Wallfahrt in Italien. Pater Kentenich wollte das auch. Man versammelte sich im Kapellchen zum Beten. Er fragte sich immer wieder danach, ob Maria einen "geistigen Ort" hier in Schönstatt will. Am 18. Oktober 1914 gründete Pater Kentenich die Schönstatt-Bewegung durch den starken Eindruck des Gebetes, um eine Antwort auf die Nöte der Zeit zu finden. Aus diesem kleinen Anfang ist eine weltweite Bewegung geworden, die tausende Menschen weltweit geistige Heimat bietet.

Pater Josef Kentenich (1885-1968)
Pater Josef Kentenich wollte schon in den Zeiten seiner Erstkommunion Priester werden. Er wusste stets, was er wollte. Pater Lothar Herter beschreibt im Interview die Prägungen dieses klugen jungen Mannes auf der Suche nach seinem Platz im Leben. Sein Herz war immer mit der Gottesmutter verbunden - schon damals in dieser Zeit der inneren Kämpfe und Krisen. Ihm war es wichtig, neben einem theologischen Zugang zu Gott auch einen herzensmäßigen Zugang zu finden, um lieben zu können. Josef Kentenich kam es auf eine echte, in allen Lebenslagen tragende Beziehung zu Gott an. Pater Lothar Herter spricht über die auch heute so notwendige Rolle Mariens für den Glauben an Gott. Er fasst es so zusammen, dass er sagt, der Glaube an Jesus Christus werde herzlich und ganz, warm und innig, wenn Maria uns führt. Ein "Du bist willkommen, geliebt, angenommen" spricht aus dem Gnadenbild Schönstatts. Das eröffnet Glaubensperspektiven, die letztlich zu seelischen Reife führt, die Gott schenkt.

Die Bekanntheit Schönstatts wuchs in den 1920er Jahren. Pater Kentenich warnte in den 1930er Jahren vor den geistigen Gefahren des Nationalsozialismus. 1941 wurde zunächst gefangengesetzt und dann ins KZ Dachau eingewiesen. Auch in dieser Zeit war für den Gründer der Schönstatt-Bewegung wichtig, das "Heiligtum" in sich zu tragen, auch dies in Zeiten der Verfolgung als Willen Gottes anzunehmen, um nicht zu zerbrechen.

Innere Einigkeit mit Gott
Für uns ist die innere Ausrichtung im Glauben wichtig um zu erkennen, dass wir gerade dort geführt werden, wo wir im Leben stehen. Wir sollten uns angstfrei die Frage stellen, was Gott will und darauf antworten. Auf diesem Wege wächst der Glaube. Dies bedeutet Wachstum, Heilung und eine Bewegung hin zu Gott. Ein weiteres zentrales Thema zu diesem Wachstum ist das Gottesbild, über das Pater Lothar Herter zum Abschluss spricht. Pater Lothar Herter lädt ein, die Webseite von Schönstatt zu besuchen, um die Vielfalt der Angebote zu nutzen, die Schönstatt bietet und freut sich auf Sie!

Wir freuen uns auf Sie in der Pilgerkirche in Schönstatt

Ihr Rüdiger Enders und das Übertragungsteam


Schönstatt im Internet

Pilgerzentrale Schönstatt
Am Marienberg 1
56179 Vallendar