Jetzt: eine Wiederholung der gleichnamigen Sendung vom Sonntag
eine Wiederholung der gleichnamigen Sendung vom Sonntag

Noch ist es nicht zu spät, aber die Zeit arbeitet gegen die Regierung Nigerias im Kampf gegen Boko Haram

Nigeria und seine Nachbarländer kommen nicht zur Ruhe. Nach wie vor versetzt die islamistische Terrormiliz Boko Haram mit Selbstmordanschlägen und Plünderungen die Region in Angst und Schrecken.

Nigeria und seine Nachbarländer kommen nicht zur Ruhe. Nach wie vor versetzt die islamistische Terrormiliz Boko Haram mit Selbstmordanschlägen und Plünderungen die Region in Angst und Schrecken.

Zwei Jahre ist es nun schon her, dass aus einem Ort im Nordosten Nigerias über 200 Schulmädchen von der Terrorgruppe Boko Haram entführt wurden. Das nun eines dieser Mädchen aufgefunden wurde, ist erstmals ein Hoffnungsschimmer für die Eltern der Entführten.

Einen weiteren besonders grausamen Aspekt der Gewalt hat nun eine UNICEF-Studie hervorgebracht: In den letzten zwei Jahren hat sich die Zahl der durch Kinder verübten Selbstmordattentate in der Region mehr als verzehnfacht. Dabei sind über 75% der betroffenen Kinder Mädchen, die jüngsten von ihnen waren erst acht Jahre alt. Diese Kinder sind jedoch keine Täter, sondern Opfer, die nach ihrer Entführung zu diesen Taten gezwungen werden. Vieles hätte verhindert werden können, wenn die Regierung Nigerias Boko Haram nicht unterschätzt hätte, sagt Dr. Emmanuel Ogbunwezeh über die Situation in der Region.
Der Referent für Nigeria bei der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte, IGFM, war vor kurzem selbst in Nigeria.

Über die Situation vor Ort und über das Leid, das Boko Haram über die Menschen in Nigeria bringt, hat Ralf Oppmann, noch bevor die Meldung über das aufgefundene Mädchen bekannt wurde, mit ihm gesprochen.