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"Ich und der Vater sind eins"

Katechismus - Was sollen diese Worte Jesu bedeuten? Was können sie uns persönlich mit auf den Glaubensweg geben? Das erklärt Pfarrer Andreas Brüstle.

Im Johannes-Evangelium sagte Jesus einmal: "Ich und der Vater sind eins" (Joh 10,30). Das gehört wohl zu seinen ungewöhnlichsten Aussagen über sich selbst. Nicht zuletzt, weil der nächste Satz lautet: "Da hoben die Juden wiederum Steine auf, um ihn zu steinigen." 

Was will uns Jesus mit diesem so geheimnisvoll und erhaben klingenden Wort sagen? Hat das für meinen Glaubensalltag, für mein Leben mit Gott, überhaupt eine Bedeutung? Dem geht Pfarrer Andreas Brüstle aus dem badischen Rheinfelden in dieser Sendung nach.

"Ich und der Vater sind eins" (Joh 10,30)

Katechismus mit Pfarrer Andreas Brüstle, Rheinfelden

Teil 1 - am 04.09.2023 um 16:30 Uhr
Teil 2 - am 05.09.2023 um 16:30 Uhr

Sendungen verpasst? In unserem Podcast Katechismus können Sie die Sendungen nachhören, downloaden und teilen.

Jesus beim Fest der Tempelweihe in Jerusalem

22 Um diese Zeit fand in Jerusalem das Tempelweihfest statt. Es war Winter 23 und Jesus ging im Tempel in der Halle Salomos auf und ab. 24 Da umringten ihn die Juden und fragten ihn: Wie lange hältst du uns noch hin? Wenn du der Christus bist, sag es uns offen! 25 Jesus antwortete ihnen: Ich habe es euch gesagt, aber ihr glaubt nicht. Die Werke, die ich im Namen meines Vaters vollbringe, legen Zeugnis für mich ab; 26 ihr aber glaubt nicht, weil ihr nicht zu meinen Schafen gehört. 27 Meine Schafe hören auf meine Stimme; ich kenne sie und sie folgen mir. 28 Ich gebe ihnen ewiges Leben. Sie werden niemals zugrunde gehen und niemand wird sie meiner Hand entreißen. 29 Mein Vater, der sie mir gab, ist größer als alle und niemand kann sie der Hand meines Vaters entreißen. 30 Ich und der Vater sind eins. 31 Da hoben die Juden wiederum Steine auf, um ihn zu steinigen. 32 Jesus hielt ihnen entgegen: Viele gute Werke habe ich im Auftrag des Vaters vor euren Augen getan. Für welches dieser Werke wollt ihr mich steinigen? 33 Die Juden antworteten ihm: Wir steinigen dich nicht wegen eines guten Werkes, sondern wegen Gotteslästerung; denn du bist nur ein Mensch und machst dich selbst zu Gott. 34 Jesus erwiderte ihnen: Steht nicht geschrieben in eurem Gesetz: Ich habe gesagt: Ihr seid Götter? 35 Wenn er jene Menschen Götter genannt hat, an die das Wort Gottes ergangen ist, und wenn die Schrift nicht aufgehoben werden kann, 36 dürft ihr dann von dem, den der Vater geheiligt und in die Welt gesandt hat, sagen: Du lästerst Gott - weil ich gesagt habe: Ich bin Gottes Sohn? 37 Wenn ich nicht die Werke meines Vaters vollbringe, dann glaubt mir nicht! 38 Aber wenn ich sie vollbringe, dann glaubt wenigstens den Werken, wenn ihr mir nicht glaubt! Dann werdet ihr erkennen und einsehen, dass in mir der Vater ist und ich im Vater bin. 39 Wieder suchten sie ihn festzunehmen; er aber entzog sich ihrem Zugriff.

Der Referent

Andreas Brüstle wurde 1972 in Freiburg geboren und machte nach der mittleren Reife 1989 eine Ausbildung als Bürokaufmann. Nach zwei Jahren am Kolpingkolleg in Freiburg und dem theologischen Grundstudium in Frankfurt wurde er 2002 zum Priester geweiht.

Im Anschluss wirkte Brüstle als Vikar in Oberkirch (2002-2005) und Kämpferbachtal (2005-2007). Von 2010 bis 2012 absolvierte er die Ausbildung zum Exerzitienbegleiter und ist seit 2011 geistlicher Mentor eines Diakonatskreises für Ständige Diakone in Freiburg. Seit 2018 wirkt er als priesterlicher Mitarbeiter im geistlichen Zentrum St. Peter. Seit dem 1. Oktober 2020 ist er für die Seelsorgeeinheit Rheinfelden mit rund 11.500 Katholiken verantwortlich.

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