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Erinnerungen an einen Priester und Pazifisten

Prinz Max von Sachsen hatte lange vor dem 1. Weltkrieg zu den Warnern vor einer Kriegsgefahr gehört. Die katholische Universität Eichstätt widmet zur Zeit eine Ausstellung dem Königssohn, Priester und überzeugten Pazifisten.

Einem Kirchenmann, der selbst in katholischen Kreisen wenig bekannt ist, hat die Uni Eichstätt eine aktuelle Ausstellung gewidmet.

Prinz Max von Sachsen hat eine ungewöhnliche Biographie: er war Prinz und zweiter Sohn des sächsischen Königs Georg, wurde jedoch Priester und lebte mit den Armen. Dass dieser Mann auch noch als Pazifist, Umweltschützer und Vegetarier auftrat, machte ihn vor 100 Jahren endgültig zum Exoten. Nach dem Jurastudium und einer kurzen militärischen Laufbahn nahm er 1893 ein Theologiestudium auf und wurde drei Jahre später in Eichstätt zum Priester geweiht. In Fribourg in der Schweiz wurde er Professor für Kirchenrecht und Liturgik, verlor dort aber im Zuge des so genannten "Modernismusstreits" seinen Lehrauftrag. Vor allem aber warnte Prinz Max schon weit vor dem Ausbruch des Ersten Weltkriegs vor 100 Jahren vor der heraufziehenden Bedrohung.
Als Feldgeistlicher an der belgischen Westfornt wurde er endgültig zum Pazifisten.

All diese Facetten dieses Wirkens versucht die Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt zur Zeit in einer Ausstellung darzustellen. Darüber haben wir mit dem Eichstätter Wirtschafts- und Sozialhistoriker Prof. Dr. Frank Zschaler gesprochen, der gemeinsam mit Studenten die Ausstellung konzipiert hat.