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Erinnerungen an Alois Schmid

Er war ein von Gott gesegneter und begabter Mensch und Heilpraktiker: Alois Schmid. Am 16. Juni 1940 ist er gestorben. Sein Leben war von langen Arbeitstagen für die hilfesuchenden Patienten in Zusammenarbeit mit Priestern im Segnungs- und Heilungsdienst geprägt. Alois Schmid war das Thema bei der Mittagsansprache mit Pfarrer Richard Kocher am Mittwoch. Dr. Carl-Maria Ruf, der in seinen Kindertagen Alois Schmid noch erleben durfte, war dafür zugeschaltet. Schmid half zu seinen Lebzeiten unzähligen Menschen in seelischen, körperlichen und geistigen Nöten als Heilpraktiker und war ein von Gott mit besonderen Charismen, sogenannten "Geistesgaben", ausgestatteter Mensch.

Alois Schmid wird am 20. November 1894 in Hub nahe Kempten geboren. Er ist als 12. Kind in einer Familie von Landwirten aufgewachsen. In der Sonntagsschule hört er vom Sendungsauftrag Jesu an seine Jünger (Mk 16,17-18), die Kranken zu heilen.
Jesu Auftrag richtete sich nach Schmids Meinung nicht nur an die Apostel, sondern jeder gläubige Mensch darf sich davon angesprochen fühlen. Diesem Auftrag kam er nach: Erst segnet er Tiere, denen es dadurch besser zu gehen schien. Danach wendet sich Alois Schmid den Menschen zu: Er legt ihnen die Hände auf und macht dabei die Erfahrung, selbst im Namen Jesu und im festen Glauben an das Heilswirken Gottes als "Heiler" wirken zu können. Er möchte Heilpraktiker werden, zieht dafür nach Mindelheim und eröffnete dort am 1. Oktober 1926 eine Praxis als "Heilkundiger".
18 Jahre praktiziert Schmid in Mindelheim, wo er vielen Menschen helfen kann. Das Besondere daran: Für Alois Schmid gibt es keine Heilung ohne das Wirken Gottes und die Mithilfe des Menschen. Alois Schmid besitzt die Gabe der sogenannten "Seelenschau", das heißt, Gott zeigte ihm die Momente im Leben seiner Patienten, die noch nicht vor Gott in Ordnung gebracht sind.
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Gebet um Hilfe in Krankheiten, Familienangelegenheiten und den Nöten verschiedenster Art:

Herr Jesus Christus, Sohn Gottes, unser wahrer und einziger Erlöser!
Du hast gesagt: "Wer an mich glaubt, wird die Werke tun, die ich getan habe, ja noch größere wird er tun, weil ich zum Vater gehe" (Joh 14,12).
Auf dieses Wort hat sich der Heilpraktiker Alois Schmid in Mindelheim verlassen. Daher kam es, dass er sehr vielen Menschen in Krankheiten, Familienangelegenheiten und anderen Nöten geholfen hat, so auch dem kranken Vieh. Er betete viel und war mit Dir verbunden durch den täglichen Besuch der Heiligen Messe und die heilige Kommunion.
Durch eine von Dir geschenkte Menschenkenntnis erkannte er auch das Verhältnis seiner Patienten zu Gott, sagte ihnen ihre Fehler und gab Ratschläge zur Selbstheiligung, gemäß Deinem Wort: "Suchet zuerst das Reich Gottes und seine Gerechtigkeit. Das übrige wird euch dazu gegeben werden" (Mt 6,33). Weil aber manches Unglück und manche Belastung von Sünden, auch von den Sünden der Vorfahren, herkommt und anderes durch Verfluchungen und Einfluss böser Geister, darum hat Alois Schmid gesegnet, das Kreuzzeichen gemacht und um den Priestersegen gebeten. Für seine vielen Erfolge gab er Gott die Ehre und sagte: "Herr ist unser Hergott!" und "Im Namen Jesu siege ich".
So bitten wir Dich, Herr, lass Deinen Diener Alois Schmid auch heute von der Ewigkeit her uns zuhilfe kommen und erhöre uns in allen Anliegen, die wir vor Dich bringen und lass auch uns frohen Gotteskindern werden, die von Deiner Macht und Güte Zeugnis geben.
Der du lebst und herrschest in Ewigkeit. Amen.

(Wir bitten noch mit eigenen Worten und schließen ab mit einigen Vaterunsern, Ave Maria, und Ehre sei dem Vater.)

Neuntägiges Novenengebet zu Alois Schmid:

Herr Jesus Christus, Sohn Gottes!
Du hast uns versprochen: "Bittet und es wird euch gegeben, sucht und ihr werdet finden, klopft an und es wird euch aufgetan werden." Diese Worte veranlassten vor Jahrzehnten Alois Schmid durch treues, anhaltendes Gebet und eine gottgefällige Lebensführung bei Dir Hilfe zu suchen und Du hast ihn erhört. Er konnte nach schweren Kriegsverletzungen wieder seinen Beruf ausüben und Menschen und Tieren helfen. In Mindelheim verstärkte er als Heilpraktiker seinen Dienst an den Menschen. Er sagte ihnen, dass sie von ihren Sünden ablassen müssen, wenn Gott helfen solle. Es gelte das Wort Jesu: "Suchet zuerst das Reich Gottes und seine Gerechtigkeit. Das übrige wird euch dazu gegeben werden" (Mt 6,33). Als Zeuge für Dich konnte er sehr vielen Menschen in Krankheiten, Familienproblemen und anderen Nöten helfen.
Zuletzt opferte er sein Leben für den Priester Heribert Gropper, der viele Jahre als Segenspfarrer gewirkt hat.

Herr, auch ich habe ein Anliegen und suche Hilfe bei Dir :(...).

Ich bitte Dich um Erhörung meiner Bitte durch die Fürsprache der allerseligsten Jungfrau und Gottesmutter Maria, des heiligen Aloisius und Deines Dieners Alois Schmid. Ich will die Sünde meiden, will gerecht sein, selbstlos und opferbereit wie Alois Schmid. Wenn es Dein Wille ist, Herr, dann erhöre mein Gebet und bestätige Alois Schmid als Zeugen für die Ankunft Deines Reiches auf Erden! Der Du lebst und herrschest in Ewigkeit. Amen!

(Zusätzlich dazu noch einige Vaterunser, Ave Maria, und Ehre sei dem Vater oder andere Gebete für die Dauer von neun Tagen.)

Die Novene zu Alois Schmid als PDF herunterladen

Allmächtiger und barmherziger Gott und Vater,
durch Deine Gnade hast Du Alois Schmid Anteil am Sieg Deines Sohnes geschenkt.
Durch seine Charismen, durch sein Gebet und Opfer hat er der Kirche gedient.
Du hast ihn dazu berufen, in schwerer Zeit Zeugnis für die Wahrheit abzulegen und den Menschen das Heil, das im Namen Deines Sohnes uns gegeben ist, zu verkünden.
Wir bitten Dich: Lass, wenn es Dein Wille ist, Alois Schmid zur Ehre der Altäre erhoben werden -
Dir zum Ruhm und der Kirche zum Segen.
Darum bitten wir Dich durch Jesus Christus, Deinen Sohn, der mit Dir in der Einheit des Heiligen Geistes lebt und herrscht in alle Ewigkeit.
Amen.

"Oh Gott, dir übergebe ich alles. Ich bin fertig." Dies waren die letzten Worte von Alois Schmid, bevor er am 16. Juni des Jahres 1940 sein Leben an Gott zurück gab. Gott bewahrte ihn so vor den Nachstellungen der braunen Häscher, denen er in aller Deutlichkeit ihr verbrecherisches Tun vorgehalten hatte. Nach seinen Aussagen, die Josef Portenlänger, dem Bruder von Otto Portenlänger, dem Beichtvater von Alois Schmid, in seinen Aufzeichnungen über die Gespräche mit ihm festgehalten hat, gehörte dieser Kampf mit zu den Hauptaufgaben, die er sich gestellt hatte - oder hat ihn Gott zu dieser Aufgabe berufen?

Auch heute denke ich immer wieder an seinen Kampf gegen die Strömungen der Zeit in der er lebte, aber auch mit etwas gemischten Gefühlen an weitere Voraussagen, die mit äußerster Präzision auf unsere Gegenwart und derzeitige Situation zutreffen. Gerade in dieser Situation, in der wir heute stecken, ist es besonders wichtig, die Worte Jesu zu berücksichtigen, wenn er sagt: "Suchet zuerst das Reich Gottes, alles andere wird euch dazugegeben." Wenn sogar von unserer kirchlichen Hierarchie der größte Wert auf die Erhaltung der Gesundheit gelegt wird statt auf die Wirksamkeit der heiligen Sakramente hinzuweisen, dann bedeutet dies eine Umkehrung der Werte. Alois Schmid schickte immer wieder Patienten zum Beichten, denn, so sagte er: "Zuerst muss die Seele gesund sein, dann erst kann der Leib geheilt werden."

In der Erinnerung daran denke ich jedoch immer häufiger an die Aussage von Alois Schmid: "Herr ist unser Herrgott" und weiter: "In seinem Namen siege ich." Alois Schmid hatte die Gabe der Seelenschau. Dies bedeutet jedoch nicht, dass er alle Menschen bis auf deren Innerstes erkennen konnte, sondern er sah nur die Dinge, die Gott ihn wissen ließ, damit er diesem Menschen, der vor ihm stand, gezielt helfen konnte. So zeigte ihm Gott immer wieder die Ursachen der Erkrankung und dass diese oft auf ein gottfernes Leben zurückzuführen war. Ebenso verhält es sich mit den Einblicken in die Zukunft. Gott zeigte ihm zwar immer wieder Dinge, die geschehen werden, aber er gab ihm nie einen Zeitpunkt darüber an, wann diese Dinge eintreffen werden.

Das Gottvertrauen von Alois Schmid war unerschütterlich, bedingt durch seinen Glauben an Gott, seine Fürsorge und Allmacht. So forderte er immer wieder zum inständigen Gebet und zum Vertrauen auf Gott auf. Sein Vertrauen darauf, dass Gebete erhört werden, spiegelt sich auch in seine Ausspruch wider: "Ich bete doch nicht in ein Ofenloch hinein!"
Die für Alois Schmid wichtigsten Anliegen waren Segnen und Beten. Er segnete von früh bis spät alles, womit er zu tun hatte: Alle Lebensmittel, seine Kleidung, alle Patienten, die in seine Praxis kamen, alle Personen denen er begegnete und alle Medikamente, die er seinen Patienten verordnete
Ganz besonders wies er immer wieder alle Priester, die zu ihm kamen, darauf hin, dass es ganz speziell die Aufgabe des Priesters ist, zu segnen. Wie sehr Alois Schmid den Segen schätzte, kann man auch daran erkennen, dass er sich vor jedem Priester, der bei ihm war, beim Abschied hinkniete und um dessen Segen ba,t weil er in jedem Priester Christus gesehen hatte. Auch den Ehepaaren empfahl er immer wieder, sich gegenseitig zu segnen und ganz besonders auch deren Kinder. Ich selbst erinnere mich selbst heute noch daran, wie er mir beim Abschied immer die Hände auflegte und mich segnete.

Und auch noch in späteren Jahren gab jeder Priester, der einst bei Schmid war, zum Abschied den Segen. Bei meinen Erinnerungen an Alois Schmid beeindruckt mich immer wieder sein ungeheures Gottvertrauen, das ihn schon seit seiner frühesten Kindheit begleitete. Dem entsprachen auch seine Leitworte:

"Herr ist unser Herrgott"
und
"In seinem Namen siege ich!"

Es ist klar, dass die damaligen Machthaber genau erkannten, wer hier gemeint ist und so wurden Alois Schmidalle möglichen Schwierigkeiten in den Weg gelegt bis zu seiner geplanten Verhaftung, die ihm jedoch durch Gottes Eingreifen erspart blieb.

Es dürfte für uns klar sein, dass Alois Schmid für diese unmittelbare Verbindung zu Gott mit Sicherheit auch eine entsprechende Gegenleistung erbracht hat. Wenn er seinem Freund gegenüber sagte: "Niemand weiß, was ich leide", so kann man davon ausgehen, dass er ein allen verborgenes Sühneleben geführt hat. Auch ließ er nie ein Wort darüber verlauten, ob beziehungsweise welche Schmerzen ihm die unsichtbaren Wundmale Jesu Christi, die er tragen durfte, bereiteten. Seinem Freund gegenüber sagte er einmal, dass er immer wieder Gott bitte, bei bestimmten Patienten, dass er deren Leiden und Schmerzen übernehmen dürfte, damit diese davon befreit und somit geheilt würden. Und wenn er am späten Abend, beim Abschied, bevor er zu seinem Schlafraum, der sich im Obergeschoss befand, hinaufging, zu seinem Freund sagte: "Dort oben (gemeint ist sein Schlafraum) bin ich mit meinem Gott allein, dann kann man vielleicht daraus erahnen, dass er die Nacht in Sühne verbracht hatte.“
Darüber sprach er auch mit seinen besten Freunden nicht. Mir wurde lediglich von seiner damaligen Haushälterin berichtet, es sei immer wieder vorgekommen, dass er oft mitten in der Nacht über eine Klingel alle im Haus Wohnenden zusammenrief um in einem bestimmten Anliegen gemeinsam zu beten.

Wenn ich also kurz zusammenfasse, dann ergeben sich die wichtigsten Punkte:

  1. Glauben und Gottvertrauen
  2. Segnen
  3. Beten - vor allem um gute und fromme Priester, denn so sagte er: "Ohne Priester könnt ihr nichts tun"

Daran versuche auch ich mich so gut ich es schaffe zu halten.