Jetzt: Sext, Astrid Wolf
Sext, Astrid Wolf

Die Kirche und der zweite Weltkrieg

Standpunkt am Sonntag, 80 Jahre nach Kriegsbeginn: "Nichts ist verloren durch den Frieden, alles kann verloren werden durch den Krieg", erklärte Papst Pius XII. am 25. August 1939 in seinem letzten verzweifelten Appell an die Völker. Vergebens.. Mit dem Einmarsch Adolf Hitlers in Polen vor 80 Jahren begann der Zweite Weltkrieg, der blutigste seit Menschengedenken. Doch was bedeutete er für die katholische Kirche? Auf welcher Seite lagen die Sympathien des Papstes?

Ein Jahrzehnt lang hat der Historiker Dr. Michael Hesemann in den vatikanischen Archiven geforscht. In dieser Sendung erklärt er, wie die Päpste zum Nationalsozialismus standen, mit welchen Aktionen sie dem Rassismus der Nazis entgegenwirkten und wie sie die bedrohte Kirche in Deutschland unterstützten.

Dr. Hesemann schildert die unermüdlichen Bemühungen Pius XII., um den Ausbruch des Krieges zu verhindern und seine Solidarität mit dem polnischen Volk nach dem deutschen Überfall. Aber auch, wie der Vatikan gezwungen war, Gräueltaten zu verschweigen, um das Leid der Opfer nicht noch zu vermehren. Weil Papst Pius XII. wusste, dass ein öffentlicher Protest Hitler nur provozieren würde, versuchte Pius XII. mit diplomatischen Mitteln, die Deportationen zu verhindern oder zumindest aufzuschieben und gleichzeitig so viele Juden wie möglich aus dem deutschen Machtbereich zu schleusen. Schießlich sollte es ihm und seinen Mitarbeitern gelingen, etwa 970.000 der Verfolgten zu retten.
Auch das fand vor dem Hintergrund der größten Geheimaktion in der jüngeren Kirchengeschichte statt...

 

Heute - 80 Jahre nach Kriegsbeginn: die Kirche und der zweite Weltkrieg
Standpunkt mit Dr. Hc. Hesemann am Sonntag, 01.09.2019 um 20:00 Uhr

Die Sendung können Sie wie gewohnt in unserer Mediathek in der Rubrik Standpunkt nachhören, downloaden und teilen.

 

Eine themenverwandte Sendung mit Pfr. Dr. Richard Kocher finden Sie  hier.