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Die gute Tat: Eine besondere Wallfahrt für besondere Kinder

Die gute Tat - Jeden Tag eine gute Tat bei radio horeb. Heute stellen wir Ihnen den Kinderzug der Malteser vor. Bereits seit 1985 gestalten junge Helfer den Pilgerzug für behinderte und kranke Kinder nach Lourdes. Heute am Internationalen Tag der Menschen mit Behinderung stellen Oliver Köhler und Philippa Warsberg ihre Initiative vor. Sie arbeiten für die Malteser und begleiten jedes Jahr zum Pfingstfest geistig und körperlich behinderte Kinder nach Lourdes. Ihr Einsatz ist heute im Interview des Tages unsere "gute Tat".

Ein segensreiches und prägendes Erlebnis für Helfer und Kinder ist der Kinderzug der Malteser nach Lourdes. Mit einem speziell auf die kranken Kinder zugeschnittenen Programm und einer Gruppe Gleichaltriger ist der Kinderzug eine Abwechslung vom oft mit vielen Einschränkungen verbundenen Alltag.

Mit dem Sonderzug von Ulm nach Lourdes
Mit dem Sonderzug in Form eines Liegewagens brechen die Pilger auf. Dadurch können auch Kinder mit schwersten Behinderungen an der Pilgerfahrt teilnehmen. Während der 24-stündigen Zugfahrt entsteht Gemeinschaft zwischen den 70 Helfern und ihren "Schützlingen". In Lourdes wohnen die Kinder direkt am Fluss Gave de Pau. Spielen und Singen machen gemeinsam mit Prozessionen, Gottesdiensten und Ausflügen das Programm jedes Jahr sehr abwechslungsreich.

30 bis 50 Kinder auf dem Weg zum Marienwallfahrtsort
Jedes Jahr können zwischen 30 bis 50 Kinder im Alter zwischen fünf und 20 Jahren mitfahren - nur durch Spenden. Wenn sie nicht anders auf den Zug aufmerksam geworden sind, kommen die Kinder aus einem der vier kooperierenden Behindertenheimen in Süddeutschland: St. Jacobus (Willhelmsdorf-Zussdorf), die Stiftung St. Franziskus (Baindt), die St. Elisabeth Stiftung (Ingerkingen) und das Cabrini Haus (Offenstetten). Die Kinder sind zum größten Teil schwerstbehindert und brauchen eine intensive medizinische Betreuung rund um die Uhr.

Die rund 70 Helfer im Alter zwischen 18 und 35 Jahren bringen bereits Erfahrung im Umgang mit Kranken und Behinderten mit. Eine Gruppe von 6 bis 8 Helfern wird in der Regel von einer sehr erfahrenen "Saalschwester" angeleitet und betreut. Ein Priester sorgt für die geistliche Betreuung der Kinder und Helfer. Zudem fahren aus den Behindertenheimen jeweils 2 bis 3 Betreuer mit, die dem Team als Ansprechpartner bei Fragen zur Verfügung stehen.

Nur Spenden ermöglichen den Kinderzug
Damit auch 2020 wieder Kinder nach Lourdes fahren können, ist der Kinderzug auf Spenden angewiesen. Das ist den Organisatoren ein großes Anliegen. Unter www.kinderzug.org finden Sie dazu alle weiteren Informationen.

Hören Sie das Interview mit den Organisatoren des Kinderzuges hier in voller Länge nach:



"Die gute Tat": Eine besondere Wallfahrt für besondere Kinder
Interview des Tages um 8.15 Uhr mit Oliver Köhler

Diese Sendung können Sie in unserer Mediathek in der Rubrik Tagesgespräch nachhören, downloaden und teilen.