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Der selige Pater Richard Henkes

Interview des Tages - Heute vor einem Jahr wurde Pater Richard Henkes seliggesprochen. Der Pallottinerpater ist einer von rund 2.000 Priestern und Ordenleuten, die im KZ Dachau gestorben sind. Sein Neffe, Pater Vinzenz Henkes vom Institut der Schönstatt-Patres, erinnert heute am ersten Jahrestag der Seligsprechung an seinen Onkel. Hören Sie rein!

Hören Sie das Interview hier:


Richard Henkes wurde am 26. Mai 1900 in Ruppach im Westerwald geboren. Schon früh hat er sich für ein geistliches Leben entschieden. Dafür hat er das Studienheim der Pallottiner in Vallendar besucht, um Priester und Missionar zu werden.
1918 wurde Richard Henkes kurz zum Kriegsdienst einberufen und machte 1919 das Abitur. Danach trat er bei den Pallottinern in Limburg ein. 1921 legte er die Erste Profess ab und empfing 1925 die Priesterweihe. Ab 1926 wirkte er als Lehrer in Schönstatt, in Alpen am Niederrhein und, nach einem Jahr Unterbrechung durch eine schwere Lungentuberkulose, wieder in Schönstatt.
1931 wurde er als Lehrer nach Katscher in Oberschlesien versetzt und wechselte 1937 weiter nach Frankenstein in Schlesien. Wegen seiner Predigten wurde Henkes mehrfasch angezeigt und musste vor Gericht erscheinen - es blieb jedoch vorerst bei Verwarnungen.

Richard Henkes wird 1943 verhaftet und ins KZ Dachau gebracht
Am 8. April 1943 wurde Henkes in Branitz verhaftet - er hatte sich wiederholt in seinen Predigten gegen das NS-Regime positioniert - und in das KZ Dachau gebracht. Wie alle anderen Häftlinge musste er dort Zwangsarbeit leisten. Selbst in diesen Umständen blieb er stark im Glauben und teilte seine Essensrationen mit den Mithäftlingen. Im KZ lernte er den späteren Prager Erzbischof und Kardinal Josef Beran kennen und schätzen. Ab 1944 arbeitete Henkes als Kantinenwirt und wirkte heimlich als Seelsorger im Block 17. Er selbst lebte im Priesterblock 26.
Als Ende 1944 die zweite große Typhusepidemie im Lager ausbrach, kümmerte sich Pater Henkes im Wissen um die tödliche Bedrohung um die Typhuskranken. Nach acht Wochen infizierte er sich schließlich selbst und starb am 22. Februar 1945.

Unter www.pater-richard-henkes.de/ erfahren Sie mehr über diesen Zeugen des Glaubens und ein Gebet um seine Fürsprache.

Weiterführende Links:
In unserem Beitrag "Die seligen Märtyrer von Dachau" gewinnen Sie einen Einblick in die Lebens- und Glaubenszeugnisse der inhaftierten Geistlichen.

Unter www.bistumlimburg.de/beitrag/zur-seligsprechung-von-pater-richard-henkes/ finden Sie ein ausführliches Interview zum seligen Pater Richard Henkes mit Prof. Peter Platen.


Zeuge für den Glauben: Der selige Pater Richard Henkes.
Interview des Tages um 8.15 Uhr mit Pater Vinzenz Henkes 

In unserer Rubrik Tagesgespräch können Sie diese und weitere Sendungen nachhören, downloaden und gerne teilen.