Jetzt: Prof. Dr. Christoph Ohly - Verborgene marianische Gedenktage: Maria Knotenlöserin.
Prof. Dr. Christoph Ohly - Verborgene marianische Gedenktage: Maria Knotenlöserin.

Das Fest "Kathedra Petri"

"Du bist Petrus und auf diesen Felsen werde ich meine Kirche bauen und die Mächte der Unterwelt werden sie nicht überwältigen", sagt Jesus zu Petrus (vgl. Mt 16,18). Der Übertragung dieses besonderen Hirtenamtes vor allen anderen Jüngern gedenkt die Kirche am heutigen Fest "Kathedra Petri". Petrus war der erste Papst und Bischof von Rom. In unserem Kalenderblatt und unserer Talk- und Musiksendung schauen wir heute auf dieses heute weithin vergessene Fest.

Unsere Sendungen zum Fest

Am heutigen Fest "Kathedra Petri" widmet sich das Musikmagazin mit Simon Dach dem Petrusdienst unserer Tage. In der Sendung lässt er vor den Hörern vor allem das geistige Zentrum der römischen Kirche präsent werden, indem neben vielen Klängen vom Petersdom und -platz auch das Wort der Päpste seinen Platz erhält.

Am 19. Februar war Kaplan Thorsten Weber zu Gast in unserer Sendereihe Credo über das heutige Fest gesprochen. Den Beitrag finden Sie hier 

Das Fest "Kathedra Petri", auch "Petri Stuhlfeier" genannt, kennt die Kirche seit dem 4. Jahrhundert. Es erinnert an die Berufung des Apostels Petrus zum Lehramt in der Kirche und seine Übernahme des römischen Bischofsstuhls (Kathedra)."Kathedra" stammt aus dem Griechischen und bedeutet wörtlich übersetzt "Sitz" oder "Sessel". In der Antike symbolisierte die Kathedra als "Lehrstuhl" die Vollmacht eines öffentlichen Amtsträgers. In der Kirche wird damit der Stuhl des Bischofs bezeichnet. Im übertragenen Sinne steht die Kathedra für die apostolische Amtsvollmacht des Bischofs. Seine Aufgabe ist es, zu leiten und zu lehren.

Der Ursprung des Festes liegt in einem heidnischen Kult. Vom 13. bis 22. Februar wurde im antiken Rom ein allgemeines Totengedenken begangen. Ritus beim Gedenken und dem "Leichenschmaus" war es, für die Verstorbenen einen leeren Stuhl aufzustellen - die Kathedra. Für den Verstorbenen wurden auch Speisen aufgetischt. Da der genaue Todestag des Apostels Petrus unbekannt war, gedachten die römischen Christen ihres ersten Bischofs im Rahmen dieses allgemeinen Totengedenkens am 22. Februar.