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Bischof Andrew Francis aus Pakistan über Gewalt im Namen des Islam.

Die Terroranschläge des so genannten "Islamischen Staates" in Paris erschüttern weltweit die Menschen. Warum radikalisieren sich Muslime? Welches Bild vom Islam steckt dahinter? Wir sprechen darüber mit Bischof Andrew Francis. Er war bis 2014 Bischof der Diözese Multan in Pakistan und im interreligiösen Dialog engagiert.

Die Terroranschläge in Paris werfen erneut die Frage auf, wie wir mit dem Islam umgehen sollen.

Islamverbände in Deutschland haben sich vom Terror des so genannten "Islamischen Staates" (kurz IS) distanziert. Auch viele Flüchtlinge sind Muslime, die vor dem IS fliehen. Andererseits: Der IS beruft sich auf Suren des Korans, die nach seiner Interpretation Gewalt rechtfertigen. Und bestimmte Richtungen im Islam, vorwiegend in Saudi-Arabien, unterstützen den IS finanziell.



Einer, der islamistischen Terror am eigenen Leib erlebt hat, ist Bischof Andrew Francis. Er ist ehemaliger Bischof der Diözese Multan im islamisch geprägten Pakistan. Während seiner Amtszeit hat er sich für den Dialog mit anderen Religionen eingesetzt, unter anderem durch den Bau von Schulen, an denen Kinder aller Religionen unterrichtet werden.
Er überlebte mehrere Anschläge von Islamisten. Nach einem Autounfall - ebenfalls ein mutmaßlicher Anschlag - nahm Papst Franziskus 2014 seinen Rücktritt an. Oliver Gierens hat Bischof Francis telefonisch in Pakistan erreicht. Übersetzt hat Marianne Grundberger:

Zur Differenzierung bei der Bewertung des Islam mahnt Andrew Francis. Der ehemalige Bischof von Multan in Pakistan setzt sich für den Dialog mit Muslimen ein. Er ist überzeugt, dass die meisten Moslems den religiösen Fundamentalismus ablehnen und ermahnt die Christen, gegenüber Muslimen ihre Glaubensüberzeugungen zu vertreten.