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1.700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland

Interview des Tages - Im Jahr 321 wurde erstmals eine jüdische Gemeinde in Nordeuropa urkundlich erwähnt. In diesem Jahr ist das genau 1.700 Jahre her und ein Grund, zu feiern! Wie genau gefeiert wird, warum dieses Ereignis so bedeutsam ist, und welches Ziel der Verein verfolgt? Das erfahren Sie von Sylvia Löhrmann. Sie ist Generalsekretärin der Initiative "1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland e.V.", Grünen-Politikerin und ehemalige stellvertretende Ministerpräsidentin von Nordrhein-Westfalen.

Unter dem Namen #2021JLID - Jüdisches Leben in Deutschland werden bundesweit rund tausend Veranstaltungen ausgerichtet. Darunter Konzerte, Ausstellungen, Musik, ein Podcast, Video-Projekte, Theater, Filme. Ziel des Festjahres ist es, jüdisches Leben sichtbar und erlebbar zu machen und dem erstarkenden Antisemitismus etwas entgegenzusetzen.

Zur Geschichte: Am 11. Dezember 321 erlässt der römische Kaiser Konstantin ein Edikt (Gesetz). Es legt fest, dass Juden städtische Ämter in der Kurie, der Stadtverwaltung Kölns, bekleiden dürfen und sollen. Dieses Edikt belegt eindeutig, dass jüdische Gemeinden bereits seit der Spätantike wichtiger integrativer Bestandteil der europäischen Kultur sind. Eine frühmittelalterliche Handschrift dieses Dokuments befindet sich heute im Vatikan und ist Zeugnis der mehr als 1700 Jahre alten jüdischen Geschichte in Deutschland und Europa. 
Mehr über die Arbeit des Vereins "1700 Jüdisches Leben in Deutschland e.V."  finden Sie hier.

Hören Sie das Interview des Tages hier:



Jubiläumsjahr: "321:1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland".
Interview des Tages um 8.15 Uhr mit Sylvia Löhrmann, Staatsministerin a.D., Bündnis 90/Die Grünen, Generalsekretärin des Festjahres "1.700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland"

In unserer Rubrik Tagesgespräch können Sie diese und weitere Sendungen nachhören, downloaden und gerne teilen.