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2019-08-18 16:00:00

Die Karnevalspredigt vom Sonntag

Pfarrer Treutlein reimte bei der Predigt am Sonntag im Rahmen der aktuellen Pfarrei der Woche. Die Faschingspredigt und alle Infos zur Pfarrei der Woche aus Würzburg zum Nachhören.

Drei barocke Zwiebeltürmchen und ein Dachreiter – schon von weitem ist die gelb-weiße Wallfahrtskirche Maria Heimsuchung auf dem Nikolausberg in Würzburg zu sehen. Besser bekannt als „Käppele“, fränkisch für „kleine Kapelle“, ist das im 18. Jahrhundert ausgebaute Gotteshaus heute ein Würzburger Wahrzeichen. Für Dankgottesdienste, Hochzeiten und Segnungen von Ehepaaren, die ein Kind erwarten, kommen die Gläubigen gerne zum Heiligtum.

Um 1750 wurde es vom berühmten Baumeister Balthasar Neumann errichtet. Eine Statue der Gottesmutter Maria, die mit Jesus schwanger ist, empfängt die Pilger schon über dem Portal. Neben dem Besuch Mariens bei Elisabeth wird seit dem dreißigjährigen Krieg ein Gnadenbild der schmerzhaften Mutter im Käppele verehrt. Das körperliche Wohl der Beter kommt nicht zu kurz: Als Station auf dem „Fränkischen Marienweg“ empfängt man im ehemaligen Kapuzinerkloster auf dem Käppele Einzelpilger für eine Nacht gegen Spende.„Pilgern ist so was von alternativ, das ist wirklich toll“, sagt Pfarrer Josef Treutlein. Die Reservierung der Pilgerbetten erfolge ganz unkompliziert ohne Verwaltungsaufwand. Für den langjährigen Gemeindepfarrer war die Berufung zum Wallfahrtsrektor auf dem Käppele die Verwirklichung eines Wunschtraumes. Als Mitglied im Schönstätter Priesterverband, einem Säkularinstitut für Diözesanpriester, wurde Pfarrer Treutlein in seiner tiefen und theologisch fundierten Marienliebe bestärkt. Beim Interview mit Radio Horeb erläutert er, warum Marienliebe und Gottesliebe kein Gegensatz sind.“Visita nos in salutari tuo”, “besuche uns in deinem Heiligtum”, bittet eine allegorische Figur, nämlich das personifizierte Frankenland in Gestalt einer schönen Dame, auf dem Deckenfresko des Käppeles. Die Gottesmutter Maria persönlich wird von der „Frankonia“ zum Besuch eingeladen. Doch auch Wallfahrtsgruppen aus der ganzen Diözese nehmen sich das Motto zu Herzen. Wer kann, pilgert zu Fuß auf das Käppele, vorbei an den über 200 Jahre alten Kreuzwegfiguren in 14 Stationen. Als Autor mehrerer Bücher über Wallfahrtsleitung und liturgische Marienverehrung steht Pfr. Treutlein Pilgerführern gerne mit Rat und Tat zur Seite. „Meine Pfarrei ist der Stamm all derer, die Wallfahrten gestalten, vorbereiten und leiten“, sagt der von der Diözese Würzburg eigens damit beauftragte Seelsorger. Wallfahren sei immer ein Weg mit Maria und Jesus. Hier spricht ein langjähriger Experte - schließlich hat Pfr. Treutlein schon vor zwei Jahrzehnten in der Rekordzeit von nur 9 Monaten den „Fränkischen Marienweg“ aus der Taufe gehoben.

Zur Website: Käppele Würzburg

ACHTUNG: Die Liveübertragung der Hl. Messe am Sonntag, 3.3.2019, findet ausnahmsweise um 9:30 statt. 

Interview mit Pfarrer Josef Treutlein:


Die Faschingspredigt: