Jetzt: Leben mit Gott
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Erzählung - Ein letzter Flug Folge 15
Danach: Sext - Mittagslob d. Kirche
2019-09-19 11:45:00

"Die Frage ist, was man unter Bildung versteht."

Seit dem 01. August erhalten Eltern 150 Euro, wenn sie ihr ein- bis zweijähriges Kind nicht in eine Krippe geben. Das "Betreuungsgeld" ist nach wie vor umstritten.

Die Familienpolitik bleibt hart umstritten.
Wer dachte, dass nach der Einführung des Betreuungsgeldes nun Ruhe in die Debatte kommen würde, hat sich getäuscht.

Ende Juli sorgte eine Studie der Universität Dortmund und des Deutschen Jugendinstituts in München für Schlagzeilen und eine neue Debatte in der Politik: Das Betreuungsgeld animiere insbesondere Eltern mit Migrationshintergrund oder mit geringem Bildungsgrad, Kinder nicht in die Krippe zu geben.
Doch mittlerweile tauchen erhebliche Zweifel an der Studie auf: Es heißt, Prozentzahlen wurden falsch berechnet und die Umfrage bereits vor Einführung des Betreuungsgeldes durchgeführt. Außerdem bleibt immer noch die Frage, ob so genannte "bildungsferne" Schichten per se schlechte Eltern sind? Oder die Frage, ob es für Kinder unter drei Jahren besser ist, wenn sie in Krippen betreut werden?

Wir haben nachgefragt bei Roswitha Fischer, der Bundesvorsitzenden des Vereins katholischer deutscher Lehrerinnen e.V. in Essen, der katholische Frauen vertritt, die in Lehr- und Erziehungsberufen tätig sind.