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Unsere Heiligen im Januar

Eine Auswahl

Wie kann das Jahr besser beginnen als unter dem Schutz der Heiligen? Ob Antonius, Sebastian oder Agnes: Im Glauben können wir uns immer wieder an diesen Menschen orientieren und in ihrem Vorbild Halt und Kraft finden. Schließlich sind sie die idealen Fürsprecher in unseren Anliegen!

Antonius der Große (17. Januar)

Wüstenvater und Ordensgründer

Antonius wurde um 250 im heutigen Qiman el Arus in Ägypten geboren. Nach dem Tod seiner Eltern hat er die Familiengüter verwaltet und sich um die Erziehung der Schwester gekümmert. Er machte sich in besonderer Weise den Ausspruch Jesu aus dem Matthäus-Evangelium zu Eigen, wo es heißt: "Wenn Du vollkommen sein willst, dann verkaufe alles, was Du hast, und gib es den Armen." (Mt 19,21).

Antonius folgt Jesus in der Einsamkeit
Ab 275 lebt Antonius in radikaler Einsamkeit und Armut. Schon bald begannen die Menschen, ihn aufgrund seiner vorbildlichen Lebensweise zu verehren. Dieser Verehrung entzog er sich und wohnte bis 311 auf einem Berg nahe des Nils und auf dem Berg Kolzim am Roten Meer. 311 ging Antonius nach Alexandrien, um die verfolgten dort zu ermutigen und zu unterstützen. Der heilige Antonius soll mit 105 Jahren verstorben sein und seinen Tod selbst vorausgesagt haben. Bei seiner Beerdigung sollen Engel seine Jünger begleitet haben. Die Verehrung des Heiligen setzte im 5. Jahrhundert ein. Seinen Gedenktag begeht die Kirche am 17. Januar.

Die Patronate des heiligen Antonius
Antonius der Große ist Patron der

  • Ritter,
  • Metzger,
  • Schweinehirten,
  • Weber,
  • Haustiere und Schweine.


Der Heilige hilft gegen Krankheiten, Feuer und Viehseuchen. Er ist außerdem einer der sogenannten "Vier Heiligen Marschälle". Dazu gehören neben Antonius die heiligen Quirinius von Rom, Cornelius und Hubertus von Lüttich. Die vier Männer werden als besondere Schutzheilige bei unerklärlichen Seuchen und Krankheiten besonders im Rheinland verehrt.

Sebastian (20. Januar)

Römischer Soldat und Märtyrer 

Das Leben des Märtyrers Sebastian ist in Legenden überliefert. Laut diesen war Sebastian zur Zeit des Kaisers und Christenverfolgers Diokletian Hauptmann der kaiserlichen Leibwache. Er war heimlich Christ und nutzte seine Position, um verfolgten Christen im Gefängnis Mut zu machen und zu helfen. Außerdem bekehrte er viele Römer, darunter Adelige, und sorgte für die Bestattung von Märtyrern.

Sebastian überlebt die Bogenschützen
Kaiser Diokletian hat von Sebastians Glauben erfahren und ihn zur Strafe an einen Baum binden und von Bogenschützen erschießen lassen. Sebastian jedoch überlebte dieses Martyrium und wurde von der Märtyrer-Witwe Irene gesund gepflegt. Anschließend stellt er sich dem Kaiser, der ihn zu Tode prügeln und peitschen lässt. Seinen Leichnam werfen die Soldaten in die "Cloaca maxima", dem größten römischen Abwasserkanal. Die Christin Lucina barg ihn und setzte ihn "ad Catacumbas" an der Via Appia bei. Sein Todesjahr ist ungewiss, wird aber um 288 datiert.

Verehrung Sebastians beginnt im 6. Jahrhundert
Die Verehrung des heiligen Sebastian begann, als eine Pestepidemie in Pavia 680 endete, nachdem die Reliquien durch die Straßen getragen worden waren. Sebastian war seitdem der Pestheilige schlechthin. Teile der Reliquien gelangten 836 nach St. Médard in Soissons, dem Sitz der französischen Könige. Weitere Reliquien finden sich in Haguenau, in Andlau im Elsass und in Ebersberg. Im württembergischen Bebenhausen soll sich seit 1464 einer der Pfeile befinden, die Sebastian getroffen haben sollen.

"Sebastianikälte" und Sebastiani-Bruderschaften
Rund um den heiligen Sebastian entwickelte sich ein vielfältiges Brauchtum. Die sogenannte "Sebastianikälte" bezeichnet die Zeit zwischen vom 16. bis 26. Januar - eine Zeit mit wenig Niederschlag und niedriger Temperatur. In der Zeit der Pest gründeten sich vielerorts die Sebastiani-Bruderschaften. Im schweizerischen Rheinfelden existiert sie seit 1541. Die Pfeile Sebastians wurden dabei symbolisch als plötzlich auftretende Krankheiten verstanden.

 Die Litanei zum heiligen Sebastian als PDF herunterladen

Die Festpredigt von Pfarrer Kocher in der Sebastianioktav sehen Sie hier:

Gebet zum heiligen Sebastian:
"Gott, du bist uns nahe.
Unsere Vorfahren haben sich in den Nöten ihrer Zeit dir anvertraut und durften deine Hilfe erfahren.
Auch wir kommen mit dem was uns heute bedrängt zu dir und bitten Dich: Schenke uns deine helfende Gegenwart.
Heiliger Sebastian, du warst und bleibst für viele Menschen ein machtvoller Fürsprecher in Zeiten der Not.
Wir bitten dich: Erbitte uns die Gesundheit an Leib und Seele.
Beschütze uns, die Menschen, die uns nahestehen und alle, die deine Hilfe jetzt brauchen.
Halte aus mit den Kranken und Sterbenden.
Gib uns Klugheit in der rechten Sorge um unsere Gesundheit, frei von Ängstlichkeit als auch von Gleichgültigkeit.
Lass uns verbunden bleiben - mit Dir und unseren Nächsten.
Darum bitten wir durch Jesus Christus, unseren Menschenbruder und unseren Herrn.
Amen.

Das Gebet als PDF herunterladen  

Agnes von Rom (21. Januar)

Geweihte Jungfrau und Märtyrerin

Das legendenhafte Leben der heiligen Agnes ist bei Ambrosius von Mailand 354 überliefert. Sie soll 245/246 in Rom geboren worden sein und sei dort um 259 auch den Märtyrertod gestorben.

Agnes: "Mein wahrer Verlobter ist Jesus"
Agnes hat sich bereits mit 12 Jahren fest im Glauben stehend nur Jesus versprochen. Sie wies das Werben des Sohnes des Stadtpräfekten von Rom, Symphronius, zurück und kam dafür vor Gericht. Dieser befahl, Agnes nackt auszuziehen und zur Prostitution zu zwingen. Von Engeln in ein Lichtgewand gehüllt, entging sie dieser Strafe. Sogar die Flammen, in die Agnes geworfen werden sollte, konnten ihr nichts anhaben.

Franz von Sales (24. Januar)

Heiliger und Ordensgründer

Franz wurde 1567 als erstes von zehn Kindern in eine adlige Familie hineingeboren und sollte nach dem Willen der Eltern Diplomat werden. Dafür hat er 1578 begonnen, Philosophie und Jura in Paris zu studieren. Nach einer Glaubenskrise setzte er ab 1586 sein Studium in Padua fort.

 



Franz von Sales wird gegen den Willen seines Vaters Priester
Franz fasste den Entschluss, Priester zu werden, als er in Padua in Kontakt zu Jesuiten und Theatinern gekommen ist. 1591 schloss er seine Studien mit der Promotion ab und wurde zwei Jahre später zum Priester geweiht. Seine erste Aufgabe ist es, am Südufer des Genfer Sees wieder "katholisch zu machen". Seine Predigten ließ er auf die damals modernen Flugblätter drucken und an Bäumern und Häusern befestigen. Durch seine unpolemische Art gewann Franz das Vertrauen der Bevölkerung und wurde 1600 die rechte Hand des Bischofs.

Franz wird Bischof und Patron der Gehörlosen
1602 wurde Franz, der ein talentierte Prediger und Katechet war, Bischof von Annecy und ordnete das Bistum nach den Beschlüssen des Konzils von Trient (1545-1563). Weil er einen gehörlosen Jungen geistlich und geistig förderte, wurde er posthum zum Patron der Gehörlosen.
1604 lernte er in Dijon Johanna Franziska von Chantal kennen, die unter seiner Anleitung 1610 eine Schwesternschaft gründete - ab 1618 unter dem Namen "Orden der Heimsuchung Mariens", auch Salesianerinnen genannt. Bis zu seinem Tod 1622 gründete Franz von Sales 12 weitere Klöster.

Papst Alexander hat Franz 1662 selig- und 1665 heiliggesprochen. 1877 erklärte Papst Pius IX. Franz von Sales zum Kirchenlehrer. 1922 wurde Franz Patron des katholischen Schrifttums und der Journalisten.

Thomas von Aquin (28. Januar)

Ordensmann und Kirchenlehrer

Thomas von Aquin ist mit fünf Jahren als gottgeweihtes Kind in die Obhut der Benediktiner im Kloster Montecassino gegeben worden. Bereits mit 13 Jahren hat er in Neapel das Studium der Grammatik, Logik und Naturwissenschaften begonnen und kam in Kontakt zum Dominikanerorden. 1244 trat Thomas gegen den Willen seiner Eltern in diesen Orden ein - seine Brüder nahmen ihn daraufhin gefangen und sperrten ihn in einem Turm ein. Nach seiner Flucht setzte er sein Studium in Bologna fort und wechselte 1248 nach Köln, wo er das "studium generale" am Kölner Dom aufbaute und erste Vorlesungen hielt. 1256 wurde er Doktor der Theologie.

Zwei "Wissensarten" in der Lehre Thomas' von Aquin
Thomas von Aquin gilt als der größte katholische Theologie aller Zeiten. Er zeichnet sich vor allem dadurch aus, dass er in seinen Werken Glauben und Vernunft mit Theologie und Philosophie in Verbindung gebracht hat. Thomas versuchte außerdem, die christliche Lehre in seinen Denkmustern auszudrücken. Thomas unterschied zwischen zwei Arten des Wissens: Das Wissen der Grundlagen des Lebens, das allein von Gott kommt, und das Wissen über die weltlichen Dinge, das die Menschen durch die Vernunft erlangen.

Johannes Don Bosco (31. Januar)

Priester und Vorbild für die Jugend


Johannes hatte bereits als Neunjähriger eine Berufungsvision: In einem Hof erblickte er Straßenjungen, die fluchend herumlungerten und nichts mit sich anzufangen wussten. Da stellte sich eine leuchtende Gestalt neben sie und sagte zu Johannes: "Stelle Dich an die Spitze der Jungen! Nicht mit Schlägen, sondern mit Milde, Güte und Liebe musst Du dir diese zu Freunden gewinnen." Anfangs skeptisch, nahm Johannes diese Vision ernst und studierte ab 1835 in Chieri und wurde 1841 zum Priester geweiht.

Aus Johannes Bosco wird "Don" Bosco
Als Seelsorger nahm sich Johannes Bosco vor allem der Jugend in Turin an: Aus Johannes Bosco wird "Don" (Vater) Bosco. Ab 1846 richtete er in den Armenvierteln Orte, sogenannte Oratorien, zur Freizeitgestaltung und religiösen Bildung ein. Ab 1848 widmete er sich verstärkt auch der Priesterausbildung.

1849 gründete Don Bosco die "Gesellschaft des Heiligen Franz von Sales" mit der Erziehung schwieriger Jugendlicher als Schwerpunkt. Bis zu seinem Tod gab es 250 Häusern, in denen 130.000 Jugendliche ein Zuhause fanden und aus denen 6.000 Priester hervorgingen.

Ein Gebet zum heiligen Don Bosco:

O heiliger Johannes Bosco, Freund der Seelen,
Dir vertraue ich das Heil meiner Seele an.
Dir, der Du ein Herz voller Liebe für alle menschlichen Nöte hattest, erlange mir von Gott, ich bitte Dich, die Gnade,
die mir so sehr am Herzen liegt.
Erbitte für mich und alle meine Lieben den Frieden des Geistes,
die Gleichförmigkeit mit dem Willen Gottes und die Beharrlichkeit im Guten.
Amen.

Vater unser.
Gegrüßet seist Du Maria.
Ehre sei dem Vater.

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