Jetzt: Radio Maria Welttreffen, Rosenkranz aus der Mariengebetsstätte Medjugorje in Bosnien Herzegowina. - Radio Maria, Erba
Radio Maria Welttreffen, Rosenkranz aus der Mariengebetsstätte Medjugorje in Bosnien Herzegowina. - Radio Maria, Erba

Das Jahr des heiligen Josef

Am 8. Dezember 2020 war es 150 Jahre her, dass der heilige Josef zum Patron der katholischen Kirche erhoben wurde. Aus diesem Anlass hat Papst Franziskus ein Jahr des heiligen Josef ausgerufen. Josef ist für Papst Franziskus einer, "der in der Heilsgeschichte eine unvergleichliche Hauptrolle spielt." Josef habe nämlich seine Vaterschaft tatsächlich ganz konkret ausgedrückt, "indem er seine menschliche Berufung zur familiären Liebe in die übermenschliche Darbringung seiner selbst, seines Herzens und aller Fähigkeiten verwandelt hat, in die Liebe, die er in den Dienst des seinem Haus entsprossenen Messias gestellt hat". Deshalb sei er "von den Christen seit jeher geliebt", schreibt der Papst in "Patris corde".

So betet man den Rosenkranz zum heiligen Josef:

Begonnen wird mit dem Kreuzzeichen: "Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes."

1 x Apostolische Glaubensbekenntnis
1 x Vater unser, 3 x Ave Maria, 1 x Ehre sei dem Vater

beim 1. Ave Maria wird eingefügt: ... Jesus, der in uns den Glauben vermehre ...
beim 2. Ave Maria wird eingefügt: ... Jesus, der in uns die Hoffnung stärke ...
beim 3. Ave Maria wird eingefügt: ... Jesus, der in uns die Liebe entzünde ...

Dann: 1 x Ehre sei dem Vater

Jedes Rosenkranzgesätz besteht aus einem Vater unser, zehn Ave Maria und ein Ehre sei dem Vater. Dabei wird bei jedem Ave Maria eingefügt:

1. Gesätz: Jesus, der den heiligen Josef zu deinem Bräutigam erwählt hat
2. Gesätz: Jesus, der den heiligen Josef als seinen Nährvater geliebt hat
3. Gesätz: Jesus, der dem heiligen Josef gehorsam gewesen ist
4. Gesätz: Jesus, der mit dem heiligen Josef gebetet und gearbeitet hat
5. Gesätz: Jesus, der den heiligen Josef zum Schutzpatron seiner heiligen Kirche erwählt hat

Besonderer Ablass im Josefsjahr

Einen sogenannten vollständigen Ablass der zeitlichen Sündenstrafen können alle Gläubigen unter folgenden Bedingungen erhalten: Empfang der Sakramente der Beichte und Kommunion sowie Gebete in den Anliegen des Papstes.

Außerdem wünscht der Heilige Vater:

  • Mindestens 30 Minuten Gebet und Meditation des Vaterunsers oder die Teilnahme an mindestens einem Einkehrtag mit einer Meditation über den heiligen Josef
  • Vollbringen von Taten der Barmherzigkeit
  • Rosenkranzgebet in den Familien und von Verlobten
  • Tägliches Anvertrauen des eigenen Handelns an den Schutz des heiligen Josef und Gebete um Fürsprache, damit all jene, die Arbeit suchen, einen Job finden mögen und dafür, dass die Arbeit aller Menschen würdevoller sein möge
  • Rezitieren der Litanei vom heiligen Josef (für die lateinische Tradition) oder weiterer Josefsgebete für die verfolgte Kirche und für die Linderung des Leids aller verfolgten Christen

Besondere Ablässe im Josefsjahr

Das Dekret von Papst Franziskus mit allen Bedingungen zum Ablass finden Sie hier  

Ziehvater Jesu und Patron der katholischen Kirche

Am 19. März feiert die Kirche den Gedenktag des heiligen Josef. Seit 1621 steht der Tag als Fest im römischen Kalender. Seit mehr als 150 Jahren hält er als Patron seine schützende Hand über die gesamte katholische Kirche. Für uns ist das der Anlass, Ihnen den heiligen Josef in Text- und Radiobeiträgen vorzustellen. Außerdem schauen wir ihn als Vorbild für unsere Zeit, die seiner Fürsprache bedarf.

Josef war von Beruf Zimmermann und hat in Nazareth gelebt. Die Evangelisten Matthäus und Lukas erwähnen ihn im Stammbaum Jesu. Er war aus dem Haus und Geschlecht Davids und somit ein Nachfahre des großen Königs David. Von Josef sind keine Lebensdaten überliefert - auch in der Heiligen Schrift finden wir kein gesprochenes Wort vom Ziehvater Jesu. Er war mit Maria verlobt, das heißt, rechtmäßig schon mit ihr verbunden. Als sie ohne sein Zutun schwanger wird, wollte er sie nicht bloßstellen, sondern sich in aller Stille von ihr trennen (vgl. Mt 1,18-24). Auf Geheiß des Engels im Traum nimmt er Jesus als Sohn an und zieht ihn auf. Die Familie musste vor König Herodes nach Ägypten flüchten und kehrte nach dessen Tod nach Nazareth in Galiläa zurück. Wie sein Ziehvater wird auch Jesus Zimmermann. Über das weitere Leben von Josef erfahren wir in den Evangelien nichts. Daraus wird geschlossen, dass Josef noch vor dem öffentlichen Auftreten Jesu verstorben ist.

Josef ist einer der meistverehrten Heiligen

Josef ist Bräutigam der Gottesmutter und Patron der Kirche. Nach der Gottesmutter ist er der größte Heilige der katholischen Kirche und einer der meistverehrten Heiligen überhaupt. Zahllose Klöster und Bruderschaften stehen unter seinem Patronat. Am 8. Dezember 1870 hat Papst Papst Pius IX. den heiligen Josef zum Schutzpatron der gesamten katholischen Kirche erhoben. Während des 20. Jahrhunderts wurden ihm mehr Kirchen als irgendeinem anderen Heiligen geweiht. In Bayern war der Josefitag bis 1968 ein Feiertag. Papst Franziskus ließ seinen Namen in das Hochgebet einfügen.

Gebet zum heiligen Josef
Heiliger Josef,
dessen Macht sich auf all' unsere Nöte erstreckt-
der du möglich zu machen weißt, was unmöglich zu sein scheint.
Schau' mit deinen väterlichen Augen auf die Anliegen deiner Kinder.
Amen.

Hinter dem Gebet steckt die Rolle des heiligen Josef als Versorger der heiligen Familie.

Neben dem Josefstag am 19. März ist seit 1955 der 1. Mai Josef, "dem Arbeiter" geweiht. Als Zeichen der Aussöhnung mit der Arbeiterschaft hat Papst Pius XII. den seit 1889 als "Kampftag der Arbeiter" begangenen Tag eingeführt. Einerseits soll dadurch der Heilige geehrt und andererseits die Würde der menschlichen Arbeit bewusst gemacht werden.

Die Gläubigen rufen Josef in finanziellen Anliegen an und erbitten seinen Schutz für die Familie. Außerdem ist Josef der Patron der

  • Kinder und Jugendlichen,
  • Arbeiter, Handwerker und Schreiner,
  • Erzieher und
  • Sterbenden.

Josef wird angerufen bei Augenleiden, in Versuchungen und Verzweiflung, bei Wohnungsnot und für einen guten Tod.

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