Ziehvater Jesu und Patron der Katholischen Kirche
Am 19. März feiern wir das Hochfest des Heiligen Josefs. Seit 1621 steht der Tag als Fest im römischen Kalender. Seit mehr als 150 Jahren hält Josef als Patron seine schützende Hand über die gesamte Katholische Kirche. Der Heilige Josef gilt als ein besonderer Beschützer jedes einzelnen Christen sowie der Familien, Arbeiter - und auch unseres Radios! Wir stellen Ihnen den Heiligen Josef in Text- und Radiobeiträgen vor.
Unsere Sendungen zum Hochfest
Josefsrosenkranz
⏰Angelus - Rosenkranz am 19.03.2026 um 06:00 Uhr
➡️mit Claudia Langen, Leiterin der Initiative "Beten für Bischöfe"
Hl. Josef
⏰Kalenderblatt am 19.03.2026 um 08:00 Uhr
➡️Autor: Nicole Daiber
Hl. Josef - Ein Vorbild für Gottvertrauen
⏰Interview des Tages am 19.03.2026 um 08:15 Uhr
➡️mit Weihbischof Dr. Josef Graf
Hinweis: Das Video wurde letztes Jahr aufgenommen, daher ist die Einladung zum Team-Deutschland-Treffen in Wiesbaden nicht mehr aktuell. Danke für Ihr Verständnis.
So betet man den Rosenkranz zum heiligen Josef:
Begonnen wird mit dem Kreuzzeichen: "Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes."
1 x Apostolische Glaubensbekenntnis
1 x Vater unser, 3 x Ave Maria, 1 x Ehre sei dem Vater
beim 1. Ave Maria wird eingefügt: ... Jesus, der in uns den Glauben vermehre ...
beim 2. Ave Maria wird eingefügt: ... Jesus, der in uns die Hoffnung stärke ...
beim 3. Ave Maria wird eingefügt: ... Jesus, der in uns die Liebe entzünde ...
Dann: 1 x Ehre sei dem Vater
Jedes Rosenkranzgesätz besteht aus einem Vater unser, zehn Ave Maria und ein Ehre sei dem Vater. Dabei wird bei jedem Ave Maria eingefügt:
1. Gesätz: Jesus, der den heiligen Josef zum Bräutigam der allerreinsten Jungfrau Maria erwählt hat
2. Gesätz: Jesus, der den heiligen Josef als seinen Nährvater geliebt hat
3. Gesätz: Jesus, der dem heiligen Josef gehorsam gewesen ist
4. Gesätz: Jesus, der mit dem heiligen Josef gebetet und gearbeitet hat
5. Gesätz: Jesus, der den heiligen Josef zum Patron seiner Kirche bestellt hat
Was wissen wir über das Leben des Heiligen?
Josef war von Beruf Zimmermann und hat in Nazareth gelebt. Die Evangelisten Matthäus und Lukas erwähnen ihn im Stammbaum Jesu. Er war aus dem Haus und Geschlecht Davids und somit ein Nachfahre des großen Königs David. Vom Heiligen Josef sind uns in der Heiligen Schrift keine genauen Lebensdaten überliefert ebensowenig wie ein gesprochenes Wort. Aus den Evangelien geht hervor, dass er mit Maria verlobt war, das heißt, rechtmäßig schon mit ihr verbunden. Als sie ohne sein Zutun schwanger wird, wollte er sie nicht bloßstellen, sondern sich in aller Stille von ihr trennen (vgl. Mt 1,18-24). Auf Geheiß des Engels im Traum nimmt er Jesus als Sohn an und zieht ihn auf. Die Familie musste vor König Herodes nach Ägypten flüchten und kehrte nach dessen Tod nach Nazareth in Galiläa zurück. Wie sein Ziehvater wird auch Jesus Zimmermann. Über das weitere Leben von Josef erfahren wir in den Evangelien nichts. Daraus wird geschlossen, dass Josef noch vor dem öffentlichen Auftreten Jesu verstorben ist.
Neben den Evangelien bietet die "Historia Josephi" detaillierte Einblicke in das Leben Josefs, einschließlich seiner Ehe mit Maria und seiner Rolle in der Heiligen Familie. Allerdings handelt sich bei diesem Text, um keine historisch verlässliche Quelle, da die Abfassung mehrere Jahrhunderte später stattfand, als Josef lebte.
Papst Johannes Paul II. hat 1989 ein Apostolisches Schreiben über die Gestalt und die Sendung des Heiligen Josefs im Leben der Heiligen Familie und der Kirche verfasst. Hier können Sie es nachlesen!
Einer der meistverehrten Heiligen
Josef ist Bräutigam der Gottesmutter und Patron der Kirche. Nach der Gottesmutter ist er der größte Heilige der Katholischen Kirche und einer der meistverehrten Heiligen überhaupt: Zahllose Klöster und Bruderschaften stehen unter seinem Patronat. Am 8. Dezember 1870 hat Papst Pius IX. den heiligen Josef zum Schutzpatron der gesamten Katholischen Kirche erhoben. Anlässlich des 150. Jahrestages der Ehrhebung zum Schutzpatron der Kirche hat Papst Franziskus 2020 ein Jahr des Heiligen Josefs ausgerufen. Hier können Sie das Apostolische Schreiben von Papst Franziskus dazu lesen. Außerdem ließ Papst Franziskus den Namen des Heiligen Josefs in das Hochgebet einfügen.
Während des 20. Jahrhunderts wurden dem Heiligen Josef mehr Kirchen als irgendeinem anderen Heiligen geweiht und in Bayern war der Josefstag bis 1968 sogar ein Feiertag.
Die Gläubigen rufen Josef in finanziellen Anliegen an und erbitten seinen Schutz für die Familie. Außerdem ist Josef der Patron der
- Kinder und Jugendlichen,
- Arbeiter, Handwerker und Schreiner,
- Erzieher und
- Sterbenden.
Josef wird angerufen bei Augenleiden, in Versuchungen und Verzweiflung, bei Wohnungsnot und für einen guten Tod.
Gebet zum heiligen Josef
Heiliger Josef,
dessen Macht sich auf all' unsere Nöte erstreckt,
der du möglich zu machen weißt, was unmöglich zu sein scheint.
Schau' mit deinen väterlichen Augen auf die Anliegen deiner Kinder.
Amen.
Josef der Arbeiter
Neben dem Josefstag am 19. März ist seit 1955 der 1. Mai "Josef dem Arbeiter" geweiht. Als Zeichen der Aussöhnung mit der Arbeiterschaft hat Papst Pius XII. den seit 1889 als "Kampftag der Arbeiter" begangenen Tag eingeführt. Einerseits soll dadurch der Heilige geehrt und andererseits die Würde der menschlichen Arbeit bewusst gemacht werden.
