Jetzt: durch Christoph Kardinal Schönborn, Erzbischof von Wien. - Radio Maria Österreich
durch Christoph Kardinal Schönborn, Erzbischof von Wien. - Radio Maria Österreich

Das Gebet ist unser Atem

Novene zur Vorbereitung auf Pfingsten

Schriftlesungen:

Am letzten Tag des Festes, dem großen Tag, stellte sich Jesus hin und rief: Wer Durst hat, komme zu mir, und es trinke, wer an mich glaubt. Wie die Schrift sagt: Aus seinem Inneren werden Ströme von lebendigem Wasser fließen. Damit meinte er den Geist, den alle empfangen sollten, die an ihn glauben; denn der Geist war noch nicht gegeben, weil Jesus noch nicht verherrlicht war. (Joh 7,37-39)

Er, der auf dem Thron saß, sprach: Seht, ich mache alles neu. Und er sagte: Schreib es auf, denn diese Worte sind zuverlässig und wahr. Er sagte zu mir: Sie sind in Erfüllung gegangen. Ich bin das Alpha und das Omega, der Anfang und das Ende. Wer durstig ist, den werde ich umsonst aus der Quelle trinken lassen, aus der das Wasser des Lebens strömt. (Off 21,5-6)

Meditation:

Eine der Voraussetzungen für das Geschenk des Empfangens des Heiligen Geistes ist die Sehnsucht, der Durst nach Gott, seiner Liebe, Frieden und Freude, die Sehnsucht nach Gottesleben in uns. Dieser innere Durst ist durch verborgenes Wirken des Heiligen Geistes in unserem Inneren hervorgerufen worden, der uns zu einer größeren Offenheit für Gottes Wirken in unseren Herzen einlädt. Diese Sehnsucht ist rein geistiger Art und niemand kann sie stillen, nur Gott allein. Der heilige Augustinus hat es in seinen „Bekenntnissen“ so ausgedrückt: „Du hast uns für dich selbst erschaffen und unruhig ist unser Herz, solange es nicht in dir verweilt.“ Und in einer seiner Predigten wird gesagt: „Bis Gott alles in allem sein wird, verschwinden alle Sehnsüchte.“

Diesen Durst ruft der Herr durch seine Worte, durch Zeugnisse anderer aber auch durch unerfülltes irdisches Wohl, mit dem der Mensch bemüht ist, diesen Durst zu löschen, in uns hervor. Jede geistige Sehnsucht – um Gebet, um inneren Frieden, um Heiligkeit, um Erlösung anderer – ist immer Sehnsucht nach dem Heiligen Geist. Es ist der Widerschein der Sehnsucht, mit dem sich Gott nach den Menschen seiner Liebe sehnt, noch bevor sich der Mensch seiner Sehnsucht nach Gott bewusst wird. Jesu Ausruf am Kreuz „Mich dürstet“ ist der Ausdruck von Gottes Sehnsucht nach Erlösung jedes Menschen, nach Beantwortung der Liebe unsererseits, nach dem, dass in uns durch den Heiligen Geist ein neuer Mensch geboren wird.

Es ist notwendig, diese innere Sehnsucht in uns zuerst festzustellen und von oberflächlicher Sehnsucht unseres Lebens zu unterscheiden. Dann können wir für diesen Gottes-Durst danken und uns ihm hingeben.

Gebet:

Herr verzeih, wo ich die Sehnsucht in mir zertreten oder eine Erfüllung gesucht habe, die nicht aus Dir ist. Ich bitte Dich, schenke mir echte Sehnsucht nach Dir und nach Deinem Heiligen Geist. Lob und Dank sei Dir für das Geschenk der Sehnsucht und für den Durst nach Leben, nach Liebe, Frieden und Glück, für den Durst nach Dir. Danke Herr, dass Du Dich nach mir sehnst – DANKE, Amen.

Schriftlesungen:

Am letzten Tag des Festes, dem großen Tag, stellte sich Jesus hin und rief: Wer Durst hat, komme zu mir, und es trinke, wer an mich glaubt. (Joh 7, 37)                             

Jesus antwortete ihr: Wenn du wüsstest, worin die Gabe Gottes besteht und wer er ist, der zu dir sagt: Gib mir zu trinken!, dann hättest du ihn gebeten, und er hätte dir lebendiges Wasser gegeben. Wer von diesem Wasser trinkt, wird wieder Durst bekommen; wer aber von dem Wasser trinkt, das ich ihm geben werde, wird niemals mehr Durst haben; vielmehr wird das Wasser, das ich ihm gebe, in ihm zur sprudelnden Quelle werden, deren Wasser ewiges Leben schenkt. (Joh 4,10.13-14)

Meditation:

Jesus Christus ist derjenige, der in uns die Quelle des Lebenswassers öffnet. Die Begegnung mit ihm wird zu dem Augenblick, der das Menschenleben verändert. In Jesus erkennen wir Gott als solchen, der sich finden lässt, als solchen, der zuerst uns sucht, der zu uns kommt, damit wir zu Gott kommen können. Er steht an der Tür unseres Herzens und wartet, bis wir ihm öffnen, damit er uns mit dem Heiligen Geist beschenken kann.
Er ist derjenige, der mit dem Vater immer aufs Neue auf seine Kirche und jeden von uns den Heiligen Geist herab sendet. Also ist es notwendig, erneut Christus zu entdecken, zu ihm zu kommen, ihn zu empfangen, unser Herz seiner Liebe zu öffnen, sich in ihn zu verlieben, ihn erneut als unseren Herrn und Freund zu erwählen. Glauben, dass er derjenige ist, der den Schlüssel zu unserem neuen Leben im Heiligen Geist besitzt.

Gebet:

Herr ich bitte Dich: Verzeih’ mir meine Blindheit, meine Taubheit und Hartherzigkeit. Gib Du mir die Vertrautheit mit Dir. Öffne Du mein Herz und komme in mein Leben. Ich vertraue Dir und nehme Dich an als meinen Herrn und Gott.
Preis und Dank sei Dir, dass Du es bist, der mich immer wieder sucht, dass Du Dich nach mir sehnst. Danke, dass Du immer wieder neu auf mich wartest. Du kommst zu mir und wartest so lange, bis ich mich aufmache, um zu Dir zu gehen. Danke Herr. Dank sei Dir für alles, was Du mir in meinem Leben geschenkt hast, was Du für mich getan. DANKE – Amen.

Schriftlesungen:

Die Hoffnung aber lässt nicht zugrunde gehen; denn die Liebe Gottes ist ausgegossen in unsere Herzen durch den Heiligen Geist, der uns gegeben ist. (Röm 5,5)

Ihr aber seid nicht vom Fleisch, sondern vom Geist bestimmt, da ja der Geist Gottes in euch wohnt. Wer den Geist Christi nicht hat, der gehört nicht zu ihm. (Röm 8,9)

Die Frucht des Geistes aber ist Liebe, Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut und Selbstbeherrschung; dem allem widerspricht das Gesetz nicht. (Gal 5,22-23)

Meditation:

Jesus hat all denen, die an ihn glauben, das Geschenk des Heiligen Geistes versprochen. Zu Pfingsten hat er seinen Geist auf die Apostel und alle, die mit ihnen im Gebet vereint waren, gesandt. Nach Pfingsten sagte der Apostel Petrus zu all denen, die mitten ins Herz getroffen waren: "Kehrt um und jeder von euch lasse sich auf den Namen Jesu Christi taufen, zur Vergebung seiner Sünden; dann werdet ihr die Gabe des Heiligen Geistes empfangen." (Apg 2, 38)
Auch wir haben die Gaben des Heiligen Geistes bei Taufe und Firmung empfangen und empfangen sie auch in den anderen Sakramenten oder wenn wir im Glauben beten oder die Heilige Schrift lesen. Das ist eine große Gabe, in der für uns alles Weitere inbegriffen ist. Der Hl. Augustinus sagte: "Der Heilige Geist ist die verkörperte Liebe." Der Heilige Geist in uns liebt Gott und die Menschen, er ist die Quelle unserer Hoffnung sowie auch unseres Glaubens. Er offenbart sich in unserem Leben durch verschiedene Eigenschaften, wie vom Apostel Paulus beschrieben: Liebe, Freude, Frieden, Nachsicht, Freundlichkeit, Güte, Treue, Stille und Zurückhaltung. Diese Eigenschaften sind untrügliche Zeichen für das Wirken des Heiligen Geistes.
Mit der Gabe des Heiligen Geistes haben wir auch die Vergebung der Sünden empfangen, Versöhnung mit Gott und ein neues Leben, in dem wir zu Gottes Kindern geworden sind. Er bereitet in uns alles für die Unterkunft der Heiligen Dreifaltigkeit vor und bringt uns in Beziehung zu allen göttlichen Personen. Er bildet unsere neue Identität; dieser Geist, den wir schon empfangen haben, möchte in uns immer wieder seine Gegenwart und sein Wirken vergrößern.

Gebet:

Barmherziger Vater! Vergib mir alle meine Sünden und schenke mir Deinen Heiligen Geist, der mir das wahre Leben schenkt.

Dank und Lobpreis sei Dir für die Liebe, die Du mir jeden Augenblick schenkst. Danke auch für alles, was ich in meinem Leben von Dir empfangen habe: Für das Geschenk des Lebens, das Geschenk des Glaubens und die Gnade der Bekehrung. Danke für die Gabe des heiligenden und tröstenden Geistes und für Deinen Geist der Liebe. Danke für jedes Wirken Deines Geistes in mir, in meinem Leben. DANKE – Amen.

Schriftlesungen:

Und ich werde den Vater bitten, und er wird euch einen anderen Beistand geben, der für immer bei euch bleiben soll. Es ist der Geist der Wahrheit, den die Welt nicht empfangen kann, weil sie ihn nicht sieht und nicht kennt. Ihr aber kennt ihn, weil er bei euch bleibt und in euch sein wird. (Joh 14,16-17)

Wenn aber jener kommt, der Geist der Wahrheit, wird er euch in die ganze Wahrheit führen. Denn er wird nicht aus sich selbst heraus reden, sondern er wird sagen, was er hört, und euch verkünden, was kommen wird. (Joh 16,13)

Meditation:

Der Empfang des Heiligen Geistes ist eine Handlung des Glaubens. Jesus spricht davon, dass die Welt nicht den Geist der Wahrheit empfangen kann, weil sie ihn nicht sieht und nicht kennt. Die Welt kennt nämlich die Wahrheit nicht und wehrt sich, diese zu empfangen. Auch für uns ist es nicht einfach, uns ganz dem Geist der Wahrheit zu öffnen, der uns nicht nur in die Wahrheit über Gott und die Welt, sondern vor allem in die Wahrheit über uns selbst einführen möchte. Die Menschen fürchten die Wahrheit, weil sie unangenehm ist. Aber das ist nur eine Seite der Wahrheit, sie befreit auch. „Dann werdet ihr die Wahrheit erkennen und die Wahrheit wird euch befreien“, sagte Jesus.
Wenn wir den Geist der Wahrheit empfangen wollen, ist es notwendig, dass wir uns im Glauben einer neuen Ansicht auf unser Leben öffnen, auf uns selbst, und nicht im voraus bestimmen, wie weit der Heilige Geist gehen darf, was er erleuchten darf, was wir ihm erlauben zu tun. Unser innerer Vorbehalt und unsere Verschlossenheit machen es dem Heiligen Geist unmöglich, zu unserem Wesen vorzudringen. Im Heiligen Geist stellen wir uns gegen die Lügen über uns, die uns andere Menschen gesagt haben, gegen Vorstellungen, die wir von uns haben und von unserem Leben, gegen Zweifel, der uns bewegt, gegen innere Heuchelei und Unehrlichkeit. Dem allem entsagen wir, damit wir Gott bei uns empfangen können. Gott will, dass wir uns so geben, wie wir sind, er liebt uns und nimmt uns an, so wie wir sind. Dadurch befähigt er uns, uns selbst, die anderen Menschen und unser Leben anzunehmen.

Gebet:

Herr des Lebens ich bitte Dich: Verzeih’ mir jeden Augenblick, in dem ich mich gewehrt habe, mein Leben und mich selbst anzunehmen. Gib Du mir den Mut zur Wahrheit, wie sie auch immer aussieht. Gib mir Mut, mich gegen alle Halbwahrheiten und Lügen zu stellen: im Bezug auf mich selbst oder gegenüber anderen. Schenke mir eine große Liebe zur Wahrheit.

Von Herzen sei gelobt, dass Du mich mit Deinem Heiligen Geist in alle Wahrheit einführst. Danke, wo ich durch Deinen Geist Lebenssinn und Lebenswerte erkennen darf und unterscheiden lerne zwischen Wahrheit und Lüge, zwischen Gutem und Bösem. Ich danke Dir vor allem, dass ich durch Dich mich selbst kennen lernen darf, so wie ich bin und so, wie Du mein Schöpfer mich schon immer gewollt hast. DANKE - Amen.

Schriftlesungen:

Und wenn er kommt, wird er die Welt überführen und aufdecken, was Sünde, Gerechtigkeit und Gericht ist; Sünde: dass sie nicht an mich glauben. (Joh 16,8-9)

Doch über das Haus David und über die Einwohner Jerusalems werde ich den Geist des Mitleids und des Gebets ausgießen. Und sie werden auf den blicken, den sie durchbohrt haben. Sie werden um ihn klagen, wie man um den einzigen Sohn klagt; sie werden bitter um ihn weinen, wie man um den Erstgeborenen weint. (Sach 12,10)

Meditation

Den Heiligen Geist empfangen und ihn in uns wirken lassen bedeutet, auch mit der Sünde zu brechen und sich der Sünde überführen zu lassen. Unsere größte Sünde ist meistens nicht eine Tat, sondern unser Leben ohne Gott, wenn wir nur nach unserem Willen leben, aus eigener Kraft, nach eigenen Vorstellungen, und in der Mitte unseres Lebens steht mein Ich, um das sich alles dreht. Der Heilige Geist, der mit seiner ganzen Fülle in unser Leben kommen will, überführt uns dieser Ichbezogenheit, dieses Selbstgefallens und des Stolzes, wodurch unsere wirkliche Untreue zum Ausdruck gebracht wird. Das Leben nach unserem Willen und nicht nach dem Willen Gottes, aus unserer Kraft und nicht aus der Kraft des Geistes, bezeichnet der Apostel Paulus als Leben nach dem Leib. „Wir sind also nicht dem Fleisch verpflichtet, Brüder, so dass wir nach dem Fleisch leben müssten. Wenn ihr nach dem Fleisch lebt, müsst ihr sterben; wenn ihr aber durch den Geist die sündigen Taten des Leibes tötet, werdet ihr leben. (Röm 8,12-13)
Das Leben in freiwilliger Abhängigkeit von Gott ist nicht einfach, aber schön. Jeder von uns muss sich entscheiden, täglich entscheiden, wer in der Mitte seines Lebens sein wird, ob er selbst oder Gott, der seine Gnade den Demütigen gibt und den Heiligen Geist denjenigen, die ihm Folge leisten.

Gebet

Vater im Himmel, wir bitten Dich, sende uns den Geist der Vergebung, den Geist der Erbarmung und den Geist aufrichtiger Buße.

Gelobt seist Du Herr Jesus Christus: Du bist gekommen, uns zu erlösen. Du bringst das Verborgene ans Licht, damit wir nicht mehr in der Finsternis schreiten. Danke, dass Du uns die Gabe schenkst, uns selbst zu erkennen in unserer Sünde, Armseligkeit, Ichbezogenheit und Untreue. Danke Herr, Du schenkst uns die Gabe der Vergebung. DANKE – Amen.

Schriftlesungen:

Der Herr aber ist der Geist, und wo der Geist des Herrn wirkt, da ist Freiheit. (2 Kor 3,17)

Darum sage ich: Lasst euch vom Geist leiten, dann werdet ihr das Begehren des Fleisches nicht erfüllen. Denn das Begehren des Fleisches richtet sich gegen den Geist, das Begehren des Geistes aber gegen das Fleisch; beide stehen sich als Feinde gegenüber, so dass ihr nicht imstande seid, das zu tun, was ihr wollt. Wenn ihr euch aber vom Geist führen lasst, dann steht ihr nicht unter dem Gesetz. (Gal 5,16-18)

Denn das Gesetz des Geistes und des Lebens in Christus Jesus hat dich frei gemacht vom Gesetz der Sünde und des Todes. (Röm 8,2)

Meditation

Jesus hat uns wirkliche Freiheit gebracht, die jeder, der sich befreien lässt und der unter der Leitung des heiligen Geistes zu leben lernt, erfahren kann. Das, wodurch wir am meisten gedrückt werden, ist die Sünde, das Böse und die Angst vor dem Tod. Von allem diesem kann uns der Glaube an Jesus befreien. Es ist aber nicht einfach, sich diese Freiheit zu bewahren und in ihr zu leben. Im konkreten Leben kann jeder an sich selbst erfahren, wie viele Dinge uns innerlich fesseln, wovon wir abhängig sind, was uns beeinflusst. Es liegt nur an uns, ob wir als freie Kinder Gottes in voller Freiheit leben wollen, oder ob wir uns versklaven lassen. Der Heilige Geist wirkt in uns nicht gegen unseren Willen, sondern wartet auf unsere freiwillige Zusammenarbeit.

Es ist notwendig, dass wir uns vom Heiligen Geist in die volle Freiheit führen lassen, dass wir lernen zu gehorchen. Dass wir dem Herrn geduldig unseren Trotz vorlegen, unsere Hartherzigkeit, unsere eigenmächtigen Entschlüsse, die uns innerlich lähmen und vor dem heiligen Geist verschließen. Das ganze Leben lernen wir den Gehorsam in den gewöhnlichsten Sachen. Auf diese Art können wir mit Gottes Gnade jeden Tag die gegenseitige Abhängigkeit überwinden. Mit diesem allem wachsen wir in die volle Freiheit Jesu, in die Freiheit von Gottes Willen und in die Offenheit für die Leitung durch den Heiligen Geist.

Gebet

Guter Vater, verzeihe mir, wo ich mich habe von Dingen faszinieren lassen, die mich nicht zu Dir führen. Verzeihe mir, wo ich festgehalten habe an Bindungen und Abhängigkeiten, die mich zum Sklaven gemacht haben. Verzeihe mir, wo ich Schmerzen und Verletzungen, die mich lähmten, aufbewahrt habe. Verzeih’ mir meinen Ungehorsam. Bitte schenke mir den Heiligen Geist für innere Befreiung von innerer Abhängigkeit und ordne Du mein ganzes inneres Leben neu. Schenke mir die Fähigkeit, mich ganz von Dir führen zu lassen.

Gelobt seist Du, der Du mich von Sünde befreit hast, vom Satan, vom Tod. Danke, dass Du mich in die Freiheit führst, in der ich nichts zu fürchten habe. Danke, dass Du alle inneren und äußeren Fesseln sprengst. DANKE – Amen.

Schriftlesungen          

Denn alle, die sich vom Geist Gottes leiten lassen, sind Söhne Gottes. Denn ihr habt nicht einen Geist empfangen, der euch zu Sklaven macht, so dass ihr euch immer noch fürchten müsstet, sondern ihr habt den Geist empfangen, der euch zu Söhnen macht, den Geist in dem wir rufen: Abba, Vater! (Röm 8,14-15)

Bin ich also euer Feind geworden, weil ich euch die Wahrheit sage? (Gal 4,16)

Meditation

Die heilige Schrift vermittelt uns ein Zeugnis von Jesu einzigartiger Bindung zum Vater, die am vertrautesten mit einem Wort, Abba, ausgedrückt worden ist. Dieses Wort umfasst seine ganze Mission und sein ganzes Leben. Dieses "Abba" bedeutet in der Muttersprache von Jesus einen vertrauten Diminutiv für das Wort Vater – unser Väterchen.
Im Heiligen Geist haben wir Anteil an dem Gebet von Jesus und an seinen menschlichen Erfahrungen als Sohn. Wir selbst könnten uns in unserer Beziehung zu Gott niemals erlauben, dieses Abba auszusprechen, wenn uns Jesus selbst nicht dazu aufgefordert und wenn uns der Heilige Geist nicht geführt hätte. Dies ist unser Privileg, das Privileg der Christen, dass wir in dieser vertraulichen, kindlichen Atmosphäre zu Gott kommen dürfen. Jesus bringt uns damit seiner Beziehung zum Vater nahe und uns ist es erlaubt, Gottes Nähe in gleichem Masse zu erleben wie er. Auf dieser Nähe beruht auch die Wirksamkeit unseres Gebets.
Der Heilige Geist führt uns im Gebet in die ganz vertraute, intime Liebe zum Vater ein und zerstört damit jedes Unvertrauen, zerstört Kälte und Abstraktheit und lässt uns die Freude, Kind Gottes zu sein, erleben. Wir sollten für dieses Privileg dankbar sein und lernen, dem Heiligen Geist, der in uns auf diese Art betet, zuzuhören. Wir sollten unsere Stimme und unsere Gefühle hinzufügen, auch unsere Liebe und Ergebenheit.

Gebet

Himmlischer Vater, Du willst immer nur das Beste für mich. Verzeihe mir bitte, wo ich mich innerlich gegen Dich gestellt und aufgelehnt habe. Verzeih’ mir alle Vorwürfe. Verzeihe mir, wo ich negative Erfahrungen mit meinem irdischen Vater auf Dich bezogen und mich aus Deiner Umarmung entfernt habe. Schenke mir ganz neu den Geist des Kindseins und eines tiefen Vertrauens zu Dir meinem Vater, den ich Abba nennen darf. Heiliger Geist, rufe Du in mir „Abba Vater!“ und lass mich die Freude erfahren, geliebtes Kind Gottes sein zu dürfen.

Herr Jesus, wie wunderbar war Deine Beziehung zum himmlischen Vater. Danke Jesus, dass Du uns den Vater gezeigt hast, dass Du uns zum Vater führst und uns gelehrt hast, wie wir zum Vater beten dürfen. Danke, dass wir durch Dich im Geist der Kindschaft leben dürfen und Gott unseren Vater nennen dürfen. DANKE – Amen.

Schriftlesungen:

Weil ihr aber Söhne seid, sandte Gott den Geist seines Sohnes in unser Herz, den Geist, der ruft: Abba, Vater. (Gal 4,6)

So nimmt sich auch der Geist unserer Schwachheit an. Denn wir wissen nicht, worum wir in rechter Weise beten sollen; der Geist selber tritt jedoch für uns ein mit Seufzen, das wir nicht in Worte fassen können. Und Gott, der die Herzen erforscht, weiß, was die Absicht des Geistes ist: Er tritt so, wie Gott es will, für die Heiligen ein. (Röm 8,26-27)

Meditation:

Eines der größten Hindernisse für das Wirken des Heiligen Geistes in uns ist unsere Unfähigkeit, die eigene Schwäche anzunehmen. Wir alle sind schwach, aber nicht alle sind bereit, sich dazu zu bekennen. Die Schwäche halten wir für etwas Unzulässiges, wir lehnen sie ab und verschließen uns dadurch Gottes Hilfe. Wenn wir im Leben mit Gott behaupten, dass wir alles können, dass wir auch beten können, wie können wir dann die Gegenwart des Heiligen Geistes in unserem Gebet spüren? Die Kirche lehrt, dass jederzeit, wenn wir zu beten beginnen, der Heilige Geist mit seiner Gnade dabei ist und uns auf den Weg des Gebetes zieht. So lehrt er uns Schritt für Schritt beten. Aber nicht nur das, er betet in uns. In einer seiner Predigten sagte der heilige Johannes Goldmund: „Das Gebet ist unausgesprochene Liebe, die nicht vom Menschen stammt, sondern ihren Ursprung in Gottes Gnade hat.“ Aus diesem Grund ist es notwendig, dem Heiligen Geist Raum zu geben, was aber nicht für alle Menschen selbstverständlich ist.
Mit unserer Gesprächigkeit oder Zerstreutheit verhindern wir, dass der Heilige Geist in uns betet. Wir leiden an einem übermäßigen, beständigen Wirbel von Gedanken, Vorstellungen, überflüssigen Wahrnehmungen und Bildern. Deswegen kann sich der Heilige Geist in uns nur schwer zum Ausdruck bringen.
Es ist notwendig, sich um Stille des Herzens zu bemühen, was das Gegenteil von Zerstreutheit, Neugier und Geschwätzigkeit ist. Wir müssen lernen, im Herzen zu verweilen, in das Herz hinab zu steigen, mit dem Herzen zu beten und mit Frieden im Herzen zu leben. Wenn wir im Gebet durch Stille und Zuhören dem Heiligen Geist Raum geben, zündet er unser Herz an, bringt unsere Aufmerksamkeit zu Jesus und führt uns. Der Heilige Geist führt uns zum Loben und Danken, wodurch wir unsere Schwachheit überwinden. Der Heilige Geist hilft uns, im Gebet den Willen Gottes zu erkennen.

Gebet:

Guter Gott, ich bitte Dich um Verzeihung, wo ich Deiner Einladung zum Gebet – einer Begegnung mit Dir – nicht gefolgt bin. Ich kann nicht aus mir beten – gib mir Deinen Geist, der in und durch mich betet. Hilf mir Herr, dass ich mich Deinem Heiligen Geist öffne und dass ich meine Schwäche eingestehe, damit Du mit Deinem Geist in mir wirken kannst. Danke Herr, dass Du uns Deinen Heiligen Geist schenkst; Deinen Geist, der in uns betet, der uns zu Dir dem Vater führt, Deinen Geist, der sich in uns ganz für Deinen Willen und Deine Pläne einsetzt. Danke Gott, dass Du bist, danke für alle Zeiten, in denen ich Dich, Gott erfahren durfte. DANKE – Amen.

Schriftlesungen:

Aber jeder von uns empfing die Gnade in dem Maß, wie Christus sie ihm geschenkt hat. Deshalb heißt es: Er stieg hinauf zur Höhe und erbeutete Gefangene, er gab den Menschen Geschenke. Und er gab den einen das Apostelamt, andere setzte er als Propheten ein, andere als Evangelisten, andere als Hirten und Lehrer, um die Heiligen für die Erfüllung ihres Dienstes zu rüsten, für den Aufbau des Leibes Christi. (Eph 4,7-8; 11-12)

Es gibt verschiedene Gnadengaben, aber nur den einen Geist. Es gibt verschiedene Dienste, aber nur den einen Herrn. Es gibt verschiedene Kräfte, die wirken, aber nur den einen Gott: Er bewirkt alles in allen. Jedem aber wird die Offenbarung des Geistes geschenkt, damit sie anderen nützt. Dem einen wird vom Geist die Gabe geschenkt, Weisheit mitzuteilen, dem andern durch den gleichen Geist die Gabe, Erkenntnis zu vermitteln, dem dritten im gleichen Geist Glaubenskraft, einem andern – immer in dem einen Geist – die Gabe, Krankheiten zu heilen, einem andern Wunderkräfte, einem andern prophetisches Reden, einem andern die Fähigkeit, die Geister zu unterscheiden, wieder einem andern verschiedene Arten von Zungenrede, einem andern schließlich die Gabe, sie zu deuten. Das alles bewirkt ein und derselbe Geist; einem jeden teilt er seine besondere Gabe zu, wie er will. Jagt der Liebe nach! Strebt aber auch nach den Geistesgaben, vor allem nach der prophetischen Rede! (1 Kor 12,4-11; 1 Kor 14,1)

Meditation:

In der Konzils-Konstitution über die Kirche kann man lesen: Der Heilige Geist verteilt unter die Gläubigen aller Stände besondere Gnade, durch die sie zum Empfang verschiedener Aufgaben und Missionen befähigt werden, die notwendig sind zur Erneuerung und zum Wachstum der Kirche. Diese Charismaen sollten dankbar und freudig angenommen werden, ob sie nun beeindruckend oder nur einfach sind, denn sie sind den Anforderungen der Kirche besonders angemessen und nützlich.
Der Heilige Geist gibt sodann besondere Gaben, die den Menschen befähigen, etwas zu tun, was über ihn hinausgeht, was über seinen menschlichen Fähigkeiten steht. Diese Gaben haben zum Ziel, den Menschen zu segnen, es sind Gaben für Dienste in der Gemeinschaft. Es gibt viele dieser geistigen Gaben, mit denen uns der Heilige Geist überschüttet, damit er immer aufs neue seine Kirche belebt.
Der Heilige Geist gibt diese Gaben jedem, wie er will, sie sind kein Zeichen der Heiligkeit für den, der sie erhalten hat, es handelt sich um Gottes Heiligkeit. Gott kann diese auch einem Sünder erteilen, der darum gebeten hat, und durch ihn dann sein Werk vollbringen. Darin ist Gottes Größe sichtbar und Gottes Interesse am Heil jedes Menschen, denn Gott gibt diese Gaben wegen der anderen, wegen des Wachsens der Kirche, wegen der Erlösung der Welt. Die Gaben des Heiligen Geistes spielen eine wichtige Rolle für den geistigen Aufbau der Kirche, für die Entwicklung von Gemeinschaften, und es ist notwendig, ihnen in unserem Leben den Platz einzuräumen, der ihnen zusteht. Voraussetzung für die Annahme dieser Gaben und für ihr richtiges Ausnutzen ist ein regelmäßiges geistiges Leben in einer Gemeinschaft, gänzliche Aufgeschlossenheit Jesus gegenüber, gegenseitige Einheit und echte Liebe. In der Kirche braucht jeder den anderen mit seinen besonderen Begabungen und Diensten. Die Kirche braucht uns, sie braucht Menschen, die bereit sind, Gott und den anderen Menschen zu dienen, aber bereit sind nicht aus eigener Kraft und eigenen Vorstellungen, sondern durch die Gaben und die Führung durch den Heiligen Geist.

Gebet:

Vater im Himmel, Du hast versprochen, den Heiligen Geist allen zu schenken, die Dich darum bitten: Wir bitten Dich um alle Gaben Deines Geistes, die ich für meinen Dienst, für meine Aufgaben nötig habe. Herr, ich schenke mir die Bereitschaft, in der Kirche der Macht und der Kraft des Heiligen Geistes zu dienen.
Von Herzen preise ich Dich für alle Gaben, die Du den Menschen gegeben hast. Dank und Lobpreis Dir, der Du die Kirche täglich neu beschenkst und Dank, dass ich in der Kirche leben und ihr dienen darf. Danke, dass Du mich mit Deinen Gaben ausstattest und durch mich andere beschenkst. DANKE – Amen.

Weihe an das Herz Mariä

"Mutter Maria, dein unbeflecktes Herz ist nach dem Willen des Höchsten unsere Zuflucht und der Weg, der uns zu Gott führt. Wir weihen uns als Familie mit unseren Kindern deinem Herzen und übergeben dir unser Leben, damit du uns führst und leitest. Bewahre uns und behüte alle Menschen, die wir in dein unbeflecktes Herz legen, sowie unsere Pfarrei und Radio Horeb. Der Herr hat dir den Frieden der Welt anvertraut; wir erbitten ihn deshalb von dir und erflehen vom Herrn die Rettung aller Menschen, besonders jener, die in der Gefahr stehen, das ewige Heil zu verlieren. Wir danken dir für alle Gnaden, die Gott uns durch dein unbeflecktes Herz schenkt, wenn wir uns im Gebet und im Mahl der Liebe mit ihm vereinen. Zeige dich uns immer wieder neu als liebevolle Mutter, die uns nie verlässt. Amen."

Die Weihe an das Herz Jesu und Weiheerneuerung an die Gottesmutter

Aus deiner geöffneten Seite, Herr, flossen Wasser und Blut, welche die Sakramente der Taufe und der Eucharistie versinnbildlichen. Wir danken dir für diese großen Geschenke deiner Liebe, deiner Hingabe am Kreuz, und bitten dich um die Erneuerung der Taufgnade. Das Blut, das du am Kreuz vergossen hast, wird in geheimnisvoller Weise im Mahl der Liebe gegenwärtig. Mit dem Brot des Lebens sei es uns immer neu Quelle der Kraft auf unserem Lebensweg.

Wir bitten um Verzeihung für unsere Gleichgültigkeit angesichts eines solchen Übermaßes von Liebe bis zum Äußersten. Gieße Ströme von lebendigem Wasser, die aus deiner Seite geflossen sind und ein Sinnbild des Heiligen Geistes darstellen (vgl. Joh 37, 38 f.), über unser Leben, unsere Familien und unsere Kinder aus. Bekleide uns mit Gewändern, die rein gewaschen sind im Blut des Lammes. Entzünde unsere Herzen neu mit dem Feuer deiner Liebe und bewahre dieses. Wir weihen deinem Herzen unsere Angehörigen und uns selbst, unsere Pfarrei und Radio Horeb mit seinem Evangelisationsauftrag und legen alles in dein Heiligstes Herz hinein. Heile und befreie uns, stärke und führe uns, beschütze und besiegle uns. Amen.

Freue Dich, Jungfrau Maria:
Im Jubel geht die Verkündigung des Wortes
hinaus in die Welt über die Wellen des Äthers
bis an die äußersten Grenzen
einer nach Heil dürstenden Erde.

In Deinem jungfräulichen Schoß
ist Gottes Wort Fleisch geworden.
Verbreitet in alle Himmelsrichtungen
erfüllt es die Herzen
mit Freude und Frieden.

Es ist für die Kirche
aus Deinem mütterlichen Herzen
ein großartiges Geschenk der Liebe entstanden:
Es sind Radio Maria und radio horeb,
demütig in Deinem Dienst im Weinberg des Herrn.

Als Weltfamilie,
die Du vereinst aus den Völkern und Nationen,
weihen wir uns Dir
und rufen Dich an als Königin aller Herzen.

Glaube und Liebe,
Hoffnung und Frieden
sind die Frohe Botschaft,
die Deine Kinder in Demut und Treue
ihren Brüdern und Schwestern überbringen.

Breite Deinen Mantel
über das Leiden der Welt,
über die Armen und die Kranken,
die Einsamen und Bedrückten.
Alle Irrenden, die das Licht suchen,
mögen darunter Schutz finden.

Bald komme die Zeit der Gnade
des endgültigen Triumphes
Deines Unbefleckten Herzens.
Laß uns Dir dienen mit unserem Leben,
sodass auf Erden das leuchtende Morgenrot
der Kultur der Liebe erstrahlt
in der Gemeinschaft mit dem Dreieinigen Gott -
dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist -
und zu Seiner Verherrlichung.

Maria Königin unseres Radios: bitte für uns.

Gebete um Heilung aus den Liveübertragungen von Pfarrer Richard Kocher

Am 14. April fühlte ich mich so elend, dass ich mit Mühe zur heiligen Messe aufstand. Gesundheitlich fühlte ich mich schlechter als damals, da man mich zur Kur schickte. In der Lunge hatte ich ein Röcheln und Schnarren und sonderbare Schmerzen. Beim Empfang der heiligen Kommunion - ich weiß nicht weshalb, aber es drängte mich dazu - fing ich an wie folgt zu beten:

"Jesus, möge Dein reines, gesundes Blut in meinem kranken Körper kreisen, und Dein reiner, gesunder Leib möge meinen kranken Leib umwandeln.
Möge sich in mir gesundes, starkes Leben regen, wenn es Dein heiliger Wille ist, dass ich ans Werk gehe; das wird mir ein klares Zeichen Deines heiligen Willens sein."

Während ich so betete, spürte ich plötzlich etwas wie einen Ruck im ganzen Körper und ich fühlte mich augenblicklich völlig gesund. Mein Atem ist rein, als wäre ich niemals lungenkrank gewesen und ich habe keine Schmerzen. Das ist mir ein Zeichen, dass ich ans Werk gehen soll.

Nummer 1089 des Tagebuchs der hl. Faustyna Kowalska

Herr, lass mich deine Liebe erfahren, in kleinen Dingen dir begegnen. Öffne meine Augen für deine Wunder, deine Liebe. Lass mich sehen, was du für mich vorbereitet hast. Führe mich hin zu deiner Liebe. Durchdringe mich ganz und gar. Lass du mich eins werden mit deiner Liebe, denn durch dich vermag ich zu lieben, ich selbst aus mir vermag es nicht. Darum bitte ich dich, himmlischer Vater, schenke mir deine Liebe. Mach du mich stark durch dich; nichts anderes verlange ich – nur groß werden zu dürfen in deiner Liebe.

Wir beten täglich live mit unseren Hörerinnen und Hörern zu festen Gebetszeiten. "Wenn zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, dann bin ich mitten unter ihnen." (Mt 18,20)
Wir sind überzeugt: Das gilt auch für die Versammlung vor den Radiogeräten.

Beten Sie täglich LIVE mit uns

Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.

Das Glaubensbekenntnis - Die erste alleinstehende Perle, die an das Kreuz anschliesst:
Ich glaube an Gott, den Vater, den Allmächtigen, den Schöpfer des Himmels und der Erde,  und an Jesus Christus, seinen eingeborenen Sohn, unsern Herrn, empfangen durch den Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, / gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, / hinabgestiegen in das Reich des Todes, am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren in den Himmel; er sitzt zur Rechten Gottes, des allmächtigen Vaters; von dort wird er kommen, zu richten die Lebenden und die Toten. Ich glaube an den Heiligen Geist, die heilige katholische Kirche, Gemeinschaft der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung der Toten und das ewige Leben. Amen.

Es folgt das Vaterunser:
Vater unser im Himmel, geheiligt werde dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

Nun kommen 3 Perlen: An ihnen betet man je ein 'Gegrüßet seist Du Maria' mit drei unterschiedlichen Endungen:
Gegrüßet seist du, Maria, voll der Gnade, der Herr ist mit dir. Du bist gebenedeit unter den Frauen, und gebenedeit ist die Frucht deines Leibes, Jesus, (die jeweilige Endung*). Heilige Maria, Mutter Gottes, bitte für uns Sünder jetzt und in der Stunde unseres Todes. Amen

*Endungen für die 3 Perlen:
Jesus, der in uns den Glauben vermehre.
Jesus, der in uns die Hoffnung stärke.
Jesus, der in uns die Liebe entzünde.

An der nächsten einzelnen Perle:
Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, wie es war im Anfang so auch jetzt und alle Zeit in Ewigkeit Amen.

Nun gelangt man an die Hauptkette.
An den ersten 10 gruppierten Perlen, auch Gesätz genannt, betet man jeweils ein Gegrüßet seist du Maria. Pro Gesätz sind die Endungen dieselben. Weiter unten im Text finden Sie die unterschiedlichen Rosenkränze mit den jeweiligen Endungen (Geheimnisse).

An der einzelnen Perle, freistehenden Perle:
Ehre sei dem Vater und dem Sohn ect. und ein Vaterunser. Es folgen die nächsten 10 Perlen mit je einem Gegrüßet seist du Maria und der jeweiligen Endung (Geheimnis).

 

Die verschiedenen Rosenkränze / Geheimnisse:

Die Freudenreichen Geheimnisse: 1. Jesus, den du, o Jungfrau, vom Heiligen Geist empfangen hast, 2. den du, o Jungfrau, zu Elisabet getragen hast, 3. Jesus, den du, o Jungfrau, in Betlehem geboren hast. 4. Jesus, den du, o Jungfrau, im Tempel geopfert hast, 5. Jesus, den du, o Jungfrau, im Tempel wiedergefunden hast.

Die lichtreichen Geheimnisse: 1. Jesus, der von Johannes getauft worden ist,  2. Jesus, der sich bei der Hochzeit in Kana geoffenbart hat, 3. Jesus, der uns das Reich Gottes verkündet hat, 4. Jesus, der auf dem Berg verklärt worden ist, 5. Jesus, der uns die Eucharistie geschenkt hat.

Die schmerzhaften Geheimnisse: 1. Jesus, der für uns Blut geschwitzt hat,  2.Jesus, der für uns gegeißelt worden ist, 3. Jesus, der für uns mit Dornen gekrönt worden ist, 4. Jesus, der für uns das schwere Kreuz getragen hat, 5. Jesus, der für uns gekreuzigt worden ist.

Die glorreichen Geheimnisse: 1. Jesus, der von den Toten auferstanden ist, 2. Jesus, der in den Himmel aufgefahren ist, 3. Jesus, der uns den Heiligen Geist gesandt hat, 4. Jesus, der dich, o Jungfrau, in den Himmel aufgenommen hat, 5. Jesus, der dich, o Jungfrau, im Himmel gekrönt hat.

Die trostreichen Geheimnisse: 1. Jesus, der als König herrscht, 2. Jesus, der in seiner Kirche lebt und wirkt, 3. Jesus, der wiederkommen wird in Herrlichkeit, 4. Jesus, der richten wird die Lebenden und die Toten, 5. Jesus, der alles vollenden wird. 

Die Laudes haben ihren Namen von den drei letzten Psalmen (148 -150) des Psalmenbuchs, den so genannten Laudate-Psalmen bekommen, welche sich täglich ändern. Kernstück der Laudes ist ein neutestamentlicher Lobgesang (zumeist das Benedictus, aus Lk 1, 68-79).

Benedictus: Gepriesen sei der Herr, der Gott Israels!
Denn Er hat Sein Volk besucht und ihm Erlösung geschaffen.
Er hat uns einen starken Retter erweckt
im Hause Seines Knechtes David.
So hat Er verheißen von alters her
durch den Mund Seiner heiligen Propheten.
Er hat uns errettet vor unseren Feinden
und aus der Hand aller, die uns hassen.
Er hat das Erbarmen mit den Vätern an uns vollendet und an Seinen heiligen Bund gedacht,
an den Eid, den Er unserem Vater Abraham geschworen hat.
Er hat uns geschenkt, dass wir, aus Feindeshand befreit, Ihm furchtlos dienen in Heiligkeit und Gerechtigkeit
vor Seinem Angesicht all unsere Tage.
Und du Kind, wirst Prophet des Höchsten heißen, denn du wirst dem Herrn vorangehen
und Ihm den Weg bereiten.
Du wirst Sein Volk mit der Erfahrung des Heils beschenken
in der Vergebung seiner Sünden.
Durch die barmherzige Liebe unseres Gottes
wird uns besuchen das aufstrahlende Licht aus der Höhe,
um allen zu leuchten, die in Finsternis sitzen und im Schatten des Todes
und unsere Schritte zu lenken auf den Weg des Friedens.

Fürbitten, das Vaterunser und ein Gebet schließen die Laudes ab.

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Der Engel des Herrn brachte Maria die Botschaft, und sie empfing vom Heiligen Geist.

Gegrüßet seist du, Maria ...

Maria sprach: Siehe, ich bin die Magd des Herrn; mir geschehe nach deinem Wort.

Gegrüßet seist du, Maria ...

Und das Wort ist Fleisch geworden und hat unter uns gewohnt.

Gegrüßet seist du, Maria ...

V Bitte für uns, heilige Gottesmutter,

A dass wir würdig werden der Verheißung Christi.

V Lasset uns beten. - Allmächtiger Gott, gieße deine Gnade in unsere Herzen ein. Durch die Botschaft des Engels haben wir die Menschwerdung Christi, deines Sohnes, erkannt. Lass uns durch sein Leiden und Kreuz zur Herrlichkeit der Auferstehung gelangen. Darum bitten wir durch Christus, unsern Herrn.

A Amen.

Barmherzigkeitsrosenkranz

Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.
Vater unser
Ave Maria
Credo

Große Perle (5x)

V Ewiger Vater, ich opfere Dir auf den Leib und das Blut, die Seele und die Gottheit Deines über alles geliebten Sohnes, unseres Herrn Jesus Christus, 
A zur Sühne für unsere Sünden und für die Sünden der ganzen Welt.

Im Anschluss an die Große Perle jeweils zehn kleine Perlen:

V Durch sein schmerzhaftes Leiden
A hab Erbarmen mit uns und mit der ganzen Welt.

Abschluss:     

V/A Heiliger Gott, heiliger starker Gott, heiliger unsterblicher Gott, hab Erbarmen mit uns und mit der ganzen Welt (3x)

V Barmherziger Jesus, im Augenblick Deines Kreuzestodes für uns bete ich Dich an und lobpreise Dich und bitte: umfasse mit Deiner unerschöpflichen Barmherzigkeit die ganze Menschheit, besonders die armen Sünder und die Sterbenden.
A Amen.


Wundenrosenkranz

Anstelle des Glaubensbekenntnisses und der ersten drei Perlen betet man das folgende Gebet:

V O Jesus, göttlicher Erlöser, sei uns und der ganzen Welt barmherzig!
A Amen.
V Heiliger Gott!
   Heiliger, starker Gott!
   Heiliger, unsterblicher Gott!
A Erbarme dich über uns und über die ganze Welt!
V Gnade und Barmherzigkeit, o mein Jesus, in der gegenwärtigen Gefahr.
   Bedecke uns mit deinem Kostbaren Blut.
A Amen.
V Ewiger Vater, wir flehen dich an um dein Erbarmen durch das Kostbare Blut
   deines vielgeliebten Sohnes.
A Amen.

Bei der größeren Perle, die jeweils einer Reihe von zehn Perlen vorausgeht:

V Ewiger Vater, ich opfere dir die Wunden unseres Herrn Jesus Christus auf,
A um die Wunden unserer Seelen zu heilen.

Bei den zehn kleinen Perlen:

V Mein Jesus, Verzeihung und Barmherzigkeit,
A durch die Verdienste deiner heiligen Wunden.

Zum Abschluss des Rosenkranzes betet man dreimal:

V Ewiger Vater, ich opfere dir die Wunden unseres Herrn Jesus Christus auf,
A um die Wunden unserer Seelen zu heilen.

Der liturgische Abendgottesdienst ist einer der ältesten und wichtigsten Teile des Stundengebetes. Die Vesper dankt für den endenden Tag und für die empfangenen Heilstaten Gottes.

Der Aufbau der Vesper ist ähnlich den Laudes, allerdings mit vier Psalmen, Hymnus, neutestamentlichem Lobgesang Mariens (Magnifikat- Lk 1, 46-54) statt des Benedictus und Schlussgebet.

Das Magnifikat:

Meine Seele preist die Größe des Herrn,
und mein Geist jubelt über Gott, meinen Retter.
Denn auf die Niedrigkeit seiner Magd hat er geschaut.
Siehe, von nun an preisen mich selig alle Geschlechter.
Denn der Mächtige hat Großes an mir getan und sein Name ist heilig.
Er erbarmt sich von Geschlecht zu Geschlecht über alle, die ihn fürchten.

Er vollbringt mit seinem Arm machtvolle Taten
Er zerstreut, die im Herzen voll Hochmut sind.
Er stürzt die Mächtigen vom Thron und erhöht die Niedrigen.
Die Hungernden beschenkt er mit seinen Gaben
und lässt die Reichen leer ausgehen.

Er nimmt sich seines Knechtes Israel an und denkt an sein Erbarmen,
das er unseren Vätern verheißen hat, Abraham und seinen Nachkommen auf ewig.

Die letzte Gebetsstunde, das Gebet zur Nacht. Diese "Schlussfeier" geht auf den alten monastischen Brauch zurück. Basilius der Große (um 330 bis 379) nennt sie bereits als gemeinsames Gebet vor dem Schlafengehen.

Die Komplet beginnt mit dem Lesesegen und einer kurzen Lesung. Das Schema danach folgt den anderen Horen. Wenn sie in Gemeinschaft gebetet wird, wird die Komplet in der Regel mit dem "Salve Regina" abgeschlossen, einem gesungenen Gruß an die Gottesmutter. Wenn die Vesper die letzte gemeinsame Hore einer Gemeinde oder Gemeinschaft ist, wird sie mit dem "Salve Regina", üblicherweise in latein abgeschlossen.

Das Salve Regina:

Salve, Regina,
mater misericordiae;
Vita, dulcedo et spes nostra, salve.

Ad te clamamus, exsules filii Hevae.
Ad te suspiramus,
gementes et flentes in hac lacrimarum valle.
Eia ergo, Advocata nostra,
illos tuos misericordes oculos
ad nos converte.
Et Jesum, benedictum fructum ventris tui,
nobis post hoc exsilium ostende.
O clemens, o pia, o dulcis virgo Maria.

Sei gegrüßt, o Königin,
Mutter der Barmherzigkeit,
unser Leben, unsre Wonne
und unsere Hoffnung, sei gegrüßt!
Zu dir rufen wir verbannte Kinder Evas;
zu dir seufzen wir
trauernd und weinend in diesem Tal der Tränen.
Wohlan denn, unsre Fürsprecherin,
deine barmherzigen Augen
wende uns zu
und nach diesem Elend** zeige uns Jesus,
die gebenedeite Frucht deines Leibes.
O gütige, o milde, o süße Jungfrau Maria.

Die täglich aktuellen Stundengebete finden Sie HIER

  • V: O Vater, lass unter den Christen viele und heilige Berufungen zum Priestertum entstehen, die den Glauben lebendig halten und die dankbare Erinnerung an deinen Sohn Jesus bewahren, durch die Verkündigung seines Wortes und die Verwaltung der Sakramente, durch die du deine Gläubigen ständig erneuerst.
  • A: Schenke uns heilige Diener deines Altars, die aufmerksame und eifrige Hüter der Eucharistie, des Sakraments der äußersten Hingabe Christi für die Erlösung der Welt sind.
  • V: Rufe Diener deiner Barmherzigkeit, die durch das Sakrament der Versöhnung die Freude deiner Vergebung verbreiten.
  • A: O Vater, lass die Kirche mit Freuden die zahlreichen Inspirationen des Geistes deines Sohnes aufnehmen und lass sie – deiner Lehre fügsam – Sorge tragen für die Berufungen zum priesterlichen Dienst und zum geweihten Leben.
  • V: Unterstütze die Bischöfe, die Priester, die Diakone, die Menschen des geweihten Lebens und alle in Christus Getauften, damit sie treu ihre Sendung erfüllen im Dienst des Evangeliums. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.
  • A: Amen.
  • V: Maria, Königin der Apostel,
  • A: bitte für uns!

Gebete zur geistigen Kommunion

Mein Jesus,
ich glaube, dass Du im Allerheiligsten Sakrament des Altares gegenwärtig bist.
Ich liebe Dich über alles, und meine Seele verlangt nach Dir.
Da ich Dich jetzt nicht in der Heiligen Eucharistie empfangen kann, bitte ich Dich innig,
komme geistiger weise zu mir und nimm Wohnung in meinem Herzen.

Ich umpfange Dich, vereinige mich ganz mit Dir und bete ich dich an, mein Heiland und Erlöser.
Lass nicht zu, dass ich mich je von Dir trenne. Amen.

Du senkst voll Liebe Deinen Blick in meinen,
und neigst Dein Ohr zu meinen leisen Worten,
und füllst mit Frieden tief das Herz.

Doch Deine Liebe findet kein Genügen
in diesem Austausch, der noch Trennung lässt.
Dein Herz verlangt nach mehr.

Dein Leib durchdringt geheimnisvoll den meinen,
und Deine Seele eint sich mit der meinen:
Ich bin nicht mehr, was einst ich war.

Du kommst und gehst,
doch bleibt zurück die Saat,
die Du gesät zu künftiger Herrlichkeit,
verborgen in dem Leib von Staub. Amen.

Herr, allmächtiger Vater,
ich danke Dir für alle Deine Wohltaten und ganz besonders dafür, dass Du mich mit dem kostbaren Leib und Blut Deines Sohnes, unseres Herrn Jesus Christus, geistig speisen möchtest.

Ich bitte Dich, lass dieses Heilige Sakrament mir zur Quelle des Erbarmens und zum ewigen Heil gereichen.
Die Heilige Eucharistie sei für mich Rüstung des Glaubens und Schild des guten Willens;
sie möge mich von meinen Fehlern reinigen und alle Tugenden vermehren;
mich gegen alle meine sichtbaren und unsichtbaren Feinde schützen,
mich innig mit Dir verbinden und mir helfen, mein Ziel bei Dir zu erreichen.

Schenke mir armem Sünder, zu jenem unaussprechlichen Gastmahl zu gelangen,
wo Du mit Deinem Sohn und dem Heiligen Geist Deinen Heiligen das wahre Licht bist,
die ewige Freude, der vollendete Friede
und die vollkommene Seligkeit. Amen.

Du senkst voll Liebe, 
Deinen Blick in meinen,
und neigst Dein Ohr zu meinen leisen Worten, 
und füllst mit Frieden tief das Herz. 

Doch Deine Liebe findet kein Genügen 
in diesem Austausch der noch Trennung lässt. 
Dein Herz verlangt nach mehr. 

Dein Leib durchdringt geheimnisvoll den meinen, 
und Deine Seele eint sich mit der meinen: 
Ich bin nicht mehr, was einst ich war. 

Du kommst und gehst, 
doch bleibt zurück die Saat, 
die Du gesät zu künftiger Herrlichkeit, 
verborgen in dem Leib von Staub. 

(Teresia Benedicta a Cruce OCD (Edith Stein)
Aus: Waltraud Herbstrith "Edith Stein - Suche nach Gott" 
Verlag: Butzon & Bercker 1987)


Gebet für die geistige Kommunion

Mein Jesus,
ich glaube, dass du im Allerheiligsten Sakrament des Altares zugegen bist.
Ich liebe dich über alles und meine Seele sehnt sich nach dir. 

Da ich dich aber jetzt im Sakrament des Altares nicht empfangen kann,
so komm geistigerweise zu mir und nimm Wohnung in meinem Herzen.

Ich umfange Dich und vereinige mich mit dir.
In tiefster Ehrfurcht bete ich dich an.
Lass nicht zu, dass ich mich je von dir trenne.

Amen.


Gebet für die geistige Kommunion (2)

Herr, allmächtiger Vater
ich danke Dir für alle Deine Wohltaten und ganz besonders dafür, dass Du mich mit dem kostbaren Leib und Blut Deines Sohnes, unseres Herrn Jesus Christus, geistig speisen möchtest.

Ich bitte Dich, lass dieses Heilige Sakrament mir zur Quelle des Erbarmens und zum ewigen Heil gereichen.

Die Heilige Eucharistie sei für mich, Rüstung des Glaubens und Schild des guten Willens; sie möge mich von meinen Fehlern reinigen und alle Tugenden vermehren;
mich gegen alle Nachstellungen  meiner sichtbaren und unsichtbaren Feinde schützen, mich innig und unzertrennlich mit Dir, dem einen und wahren Gott, verbinden und mir so helfen, mein letztes Ziel zu erreichen.

Schenke mir armen Sünder, zu jenem unaussprechlichem Gastmahl zu gelangen, wo Du mit Deinem Sohn und dem Heiligen Geist Deinen Heiligen das wahre Licht bist, die ewige Freude, der vollendete Friede und die vollkommene Seligkeit.

Amen.


Gebet für die geistige Kommunion (3)

„O Jesus, ich glaube an Dich, ich hoffe auf Dich, ich liebe Dich, ich bereue meine Sünden.
O Jesus, komme in mein Herz; ich sehne mich nach Dir.
O Jesus, Du bist bei mir;
Ich bete Dich an, ich danke Dir, ich weihe mich Dir; 

Hilf mir in allen Anliegen, segne mich und alle Menschen, besonders die Sterbenden,
bekehre die Sünder, heile die Kranken,
erlöse die armen Seelen im Fegfeuer.“

Amen.


Kommunion-Mediation

Jesus, oft, wenn Du zu mir kommst in der Heiligen Eucharistie,
dann frag ich mich, warum Du das tust –
Dich so klein zu machen, geradezu für mich den Himmel zu verlassen und ganz unscheinbar zu werden in Brot und Wein.

„Weil ich Dich liebe“ – würdest Du wohl antworten.
Ganz ehrlich Herr: wirklich verstehen werd ich so viel Liebe wohl nie.
Aber ich freu mich aus ganzem Herzen und danke Dir, dass Du da bist, ganz bei mir, in mir, dass Du treu bist.

Was wäre wohl ein Leben ohne den Sonnenschein Deiner Liebe?
Ohne Aussicht auf echte, endgültige Vergebung, ohne wahren, bleibenden Frieden,
ohne Aussicht auf Erfüllung der tiefsten Sehnsucht meines Herzens, ein Leben ohne letzten Sinn?

Drum bitt ich Dich, Herr: lass mich allen, die mir begegnen, Deine Liebe weiterschenken.
Lass mich Deinen Frieden verbreiten, wo ich nur kann;
Lass mich vergeben, ohne zu zögern; 

Lass mich Dir immer vertrauen.
Und ganz besonders bitt ich Dich:
Bleib bei mir, Jesus!

Amen.


Meditation zu Kommunionspendung von Msgr. Fickler

Herr Jesus Christus, weil Du es sagst,
darum glaube ich, dass Du hier gegenwärtig bist,
wahrhaft, wirklich und wesentlich,
wie Du mir durch Deine heilige Kirche sagst,
nicht nur symbolisch, sondern mit Leib und Seele,
als Gott und Mensch.

Du bist auf das Wandlungswort des Priesters hin
vom Himmel herabgestiegen, weil es Deine Freude ist,
unter uns Menschen zu sein.

Jesus Christus, mein König und Herr,
ich bete Dich an als den unendlichen Sohn Gottes.

Du nur hast Worte des ewigen Lebens.
Ich habe geglaubt und erkannt, dass Du Christus bist,
der Sohn des lebendigen Gottes.

Mein Herr und mein Gott, auch unter der kleinen Gestalt
des verwandelten Brotes bist Du der König der Ewigkeit.
Ich beuge mich vor Deiner Unendlichkeit und weiß,
dass Du allein der Heilige, Du allein der Herr,
Du allein der Höchste bist.

Wenn ich Dich heute in der Heiligen Kommunion nicht empfangen kann,
so lade ich Dich doch ein:
Komm zu mir, mein Herr und mein Heiland!
Nimm Wohnung in mir und bleibe bei mir – jetzt und immer.

Amen.


Barmherziger lieber Jesus, gütige Muttergottes, leiht mir euer Herz, damit ich euch mehr, inniger und immer vollkommener lieben kann.

Liebe himmlische Mutter, komm und nimm Wohnung in meinem Herzen und bitte mit mir um Verzeihung meiner und aller Menschen Sünden.
Mache mein Herz schön, strahlend, rein und gottgefällig.

Mein liebster Jesus, komme nun in der geistigen Kommunion zu mir. Erfülle meine Seele mit Deiner wunderbaren Liebeskraft. Ich grüsse Dich, ich liebe Dich und umarme Dich in zärtlicher, inniger Liebe.

Geliebter, wunderbarer, heiliger Geist, Du Gott der vollkommenen Liebe, ich liebe Dich, ich bete Dich voll Ehrfurcht und Dankbarkeit an. Lasse mich Deinen Willen erkennen und befolgen. Du bist der Spender der drei Tugenden, der sieben Gaben und der zwölf Früchte. Bitte schenke sie mir und allen Menschen, damit wir uns immer mehr heiligen.

Mein Herr und mein Gott, Dein Wille geschehe.

Amen.

Weitere Gebete

Unter deinen Schutz und Schirm fliehen wir, o heilige Gottesgebärerin; verschmähe nicht unser Gebet in unseren Nöten, sondern erlöse uns jederzeit von allen Gefahren. O du glorreiche und gebenedeite Jungfrau, unsere Frau, unsere Mittlerin, unsere Fürsprecherin. Versöhne uns mit deinem Sohne, empfiehl uns deinem Sohne, stelle uns vor deinem Sohne.

Gott, unser Vater, Du bist denen nahe, die Dich suchen.
Zu Dir kommen wir mit den Fragen unserer Tage, mit unserem Versagen und unserer Schuld, mit unserer Sehnsucht und unserer Hoffnung.
Wir danken Dir für Jesus Christus, unseren Bruder, unseren Freund und unseren Herrn. Er ist mitten unter uns, wo immer wir uns in seinem Namen  versammeln. Er geht mit uns auf unseren Wegen.
Er zeigt sich uns in den Armen, den Unterdrückten, den Opfern von Gewalt, den Verfolgten und an den Rand Gedrängten. 
Wir bitten Dich: Sende uns den Heiligen Geist, der neues Leben schafft. Er stehe unserer Kirche in Deutschland bei und lasse sie die Zeichen der Zeit erkennen. Er öffne unser Herz, damit wir auf Dein Wort hören und es gläubig annehmen. Er treibe uns an, miteinander die Wahrheit zu suchen. Er stärke unsere Treue zu Dir und erhalte uns in der Einheit mit  unserem Papst und der ganzen Kirche.
Er helfe uns, dass wir Deine Gerechtigkeit und  Deine Barmherzigkeit erfahrbar machen. Er gebe uns die Kraft und den Mut, aufzubrechen und Deinen Willen zu tun. Denn Du allein bist das Licht, das unsere Finsternis erhellt, Du bist das Leben, das Gewalt, Leid und Tod besiegt. Dich loben wir, jetzt und in Ewigkeit. Amen.

Der Herr segne dich und erwarte dich
am Ufer des Lebens im Licht -
jetzt, da der Tod alles Irdischen
an deine Türe klopft
und dich herausruft aus dem Land,
das dich ernährt, aus dem Kreis der Menschen,
mit denen du gelebt hast.

Er mach dir den Abschied leicht
und schicke dir seinen Engel entgegen,
der dich begleitet 
durch das unbekannte Tor des Todes
und dich in das verheißene Land führt,
wo die Sonne nicht mehr untergeht.

Er erlöse dich von der Angst,
ins Leere zu fallen -
und schenke dir die Freude,
dass du IHN schaust,
der all deine Schuld vergibt
und deine Wunden heilt,
die Wunden der Angst
und nicht erfahrener Liebe,
die Wunden des Schmerzes
und des nicht Gelungenen.

Er zeige dir deine wahre Heimat -
und lasse dich glücklich sein
in seinem Himmel -
Ihm nahe und denen all,
die vor dir gelebt haben.

Das gewähre dir der Gott des Lebens,
der dem Tod die Macht genommen
und sich jetzt freut auf dich:
der Vater, der Sohn, der heilige Geist.
Amen.

Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.

Einführungsgebet
Mein Gott, ich bringe Dir diesen Rosenkranz dar, um Dich zu verherrlichen und deine heiligste Mutter zu ehren, ihre Leiden zu betrachten und daran Anteil zu nehmen. Demütig bitte ich Dich, dass Du mir wahre Reue über all meine Sünden verleihst. Hilf mir, sanft und demütig zu sein, wie es nötig ist, um alle Ablässe zu empfangen, die in diesem Gebet enthalten sind.

Reueakt
Herr, ich bereue alle meine Sünden, die ich gegen Dich begangen habe, denn sie führen mich zur Uneinigkeit mit Dir , sie trennen mich von Dir, der Du mich am Leben erhälst und mir mit Deiner unendlichen Hilfe entgegenkommst. Ich bereue meine Sünden, denn sie haben Jesus Christus getötet, Deinen Sohn, den Du liebst. Vater, trenne mich von meinen Sünden, ich will sie nicht wiederholen, ich will Dir gehören. Amen.

Man beginnt mit dem Vaterunser
Vater unser im Himmel, geheiligt werde dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

Es folgen 7 Ave Marias, mit der jeweiligen Endung
Gegrüßet seist du, Maria, voll der Gnade, der Herr ist mit dir. Du bist gebenedeit unter den Frauen, und gebenedeit ist die Frucht deines Leibes, Jesus, (die jeweilige Endung). Heilige Maria, Mutter Gottes, bitte für uns Sünder jetzt und in der Stunde unseres Todes. Amen

Anschließend wieder ein Vaterunser und 7 Ave Marias mit der jeweiligen Endung.
Insgesamt werden 7 Vaterunser und 7x7 Ave Marias gebetet.
Abschließend, bei den drei kleinen Perlen, je ein Ave Maria.

Die jeweiligen Endungen: die 7 Schmerzen Mariens
Jesus, den du mit Schmerzen im Tempel aufgeopfert hast.
Jesus, den du auf der Flucht nach Ägypten mit Schmerzen getragen hast. 
Jesus, den du verloren und mit Schmerzen gesucht hast. 
Jesus, der dir mit dem schweren Kreuze beladen begegnet ist. 
Jesus, den du am Kreuz hast sterben sehen. 
Jesus, den du von Kreuz in deinen Schoss aufgenommen hast. 
Jesus, den du mit größtem Herzeleid zu Grabe geleitet hast. 

Heiliger Josef,

dessen Macht sich auf all unsere Nöte erstreckt,
der du möglich zu machen weißt,
was unmöglich zu sein scheint:
schaue mit deinen väterlichen Augen, auf die Anliegen deiner Kinder.

Amen.


Gebet zum Heiligen Josef

Wir bitten dich:
Sieh gnädig auf die herab, die Jesus Christus mit seinem Blut erkauft
hat und komm uns zur Hilfe mit deiner mächtigen Fürsprache.
Du fürsorglicher Beschützer der Heiligen Familie,
wache väterlich über uns
halte allen Irrtum und Verderben von uns fern.
Nimm uns alle unter Deinen beständigen Schutz,
damit wir nach deinem Beispiel und mit Deiner Hilfe, heilig leben.
Amen.

Heiliger Josef, hilf mir beten -
Früh am Morgen, vor der Arbeit, vor der Ruh!
Dass ich so in Gottes Namen immerdar das Rechte tu!
Hilf die Unschuld mit bewahren, halt mich fest an Deiner Hand,
dass ich einst darf Jesus schauen - dort im ewgen Heimatland!
Alle, die mir lieb und teuer, schließ in deine Liebe ein,
lass mich stets behütet und geborgen, unter Deinem Schutze sein.

Amen.


Heiliger Josef, du halt Haus

Heiliger Josef, du halt Haus,
und gieß des Himmels Segen aus,
hier über unseren kleinen Herd,
dass Fried und Freude stets sich mehrt.

Dass unser Tun, die Tugend ziert,
und unseren Weg zum Himmel führt
das sei heut meines Herzens Bitte:
o sei und bleib in unserer Mitte!

Dir gebe ich mit frohem Blick,
den Schlüssel zu des Hauses Glück,
oh schließe du doch alles aus,
was schaden könnte unserem Haus.

Schließ all die meinen und auch mich,
in Jesu Herz, das bitt ich Dich,
dass hier uns jeder Tag vergeht,
wie Dir im Haus zu Nazareth.

Amen.


Heiliger Josef, hör uns flehen,
nimm das Lob, das wir Dir weihen,
Du, den Gott hat ausersehen,
Nährvater seines Sohns zu sein!

Heiliger Josef, Schutzpatron,
bitt bei Deinem Pflegesohn - für uns all an seinem Thron.
Jesus unser aller Segen,
und Maria deine Braut,
sie zu schützen, sie zu pflegen, hat der Herr Dir anvertraut.
Heiliger Josef, Schutzpatron,
bitt bei Deinem Pflegesohn für uns all an seinem Thron.

Amen.

   
Schenke mir eine gute Verdauung,
Herr, und auch etwas zum Verdauen.
Schenke mir Gesundheit des Leibes,
mit dem nötigen Sinn dafür, ihn möglichst gut zu erhalten.

Schenke mir eine heilige Seele, Herr,
die das im Auge behält, was gut ist und rein,
damit sie im Anblick der Sünde nicht erschrecke,
sondern das Mittel finde, die Dinge wieder in Ordnung zu bringen.

Schenke mir eine Seele, der die Langeweile nicht fremd ist,
die kein Murren kennt und kein Seufzen und Klagen,
und lass nicht zu,
dass ich mir allzuviel Sorgen mache um dieses sich breit machende Etwas,
das sich "Ich" nennt.

Herr, schenke mir Sinn für Humor,
gib mir die Gnade, einen Scherz zu verstehen,
damit ich ein wenig Glück kenne im Leben
und anderen davon mitteile.

Hl. Thomas Morus (1478 – 1535)

Herr Jesus, im Schweigen dieses anbrechenden Morgens,
komme ich zu dir und bitte dich
mit Demut und Vertrauen um deinen Frieden,
deine Weisheit und deine Kraft

Gib, dass ich heute die Welt betrachte
mit Augen, die voller Liebe sind,
lass mich begreifen, dass alle Herrlichkeit der Kirche
aus deinem Kreuz als Quelle entspringt.

Lass mich in meinem Nächsten den Menschen empfangen,
den du durch mich lieben willst und
gib mir die Bereitschaft ihm mit Hingabe zu dienen und
alles Gute, das du in ihn hineingelegt hast, zu entfalten.

Meine Worte sollen Sanftmut ausstrahlen
und mein ganzes Verhalten soll Frieden stiften.
Nur jene Gedanken, die Segen bringen,
sollen in meinem Geiste haften bleiben.

Verschließe meine Ohren vor jedem übelwollenden Wort
und jeder böswilligen Kritik.
Meine Zunge möge nur dazu dienen das Gute hervorzuheben.
Vor allem bewirke oh Herr,
dass ich so voller Frohmut und Wohlwollen bin,
dass alle, die mir begegnen, deine Gegenwart und deine Liebe spüren.

Bekleide mich mit dem Glanz deiner Güte und deiner Schönheit,
damit ich dich im Verlauf dieses Tages offenbare.

Amen.

Hl. Mirjam von Abellin
Nonne, Mystikerin
* 5. Januar 1846 in Abellin bei Nazaret in Galiläa, Israel;
† 1878 in Bethlehem, Palästina

Heiliger Erzengel Michael, schirme uns im Streite, gegen die Bosheit und die Arglist des Teufels, sei Du unser Schutz! Gott gebiete ihm, so bitten wir flehentlich. Du aber, Fürst der himmlischen Heerscharen, stürze den Satan und die anderen bösen Geister, die zum Verderben der Seelen die Welt durchschweifen, hinab in die Hölle. Amen.

Guter Gott, du hast uns ins Leben gerufen.
Lass uns dieses Geschenk in großer Dankbarkeit und Freude annehmen.
Segne die Eltern und Familien, die dem Leben ihr Jawort geben.
Stärke die Lehrer und Erzieher, wenn sie junge Menschen auf ihrem Weg begleiten.
Mache uns zu Anwälten des Lebens, wo immer es Stütze braucht.

Herr Jesus Christus, du hast uns zum Glauben in der Gemeinschaft der Kirche berufen.
Schenke uns den Mut, dir auf dem Weg zu folgen, den du uns führst.
Belebe deine Kirche und stärke die Gemeinschaft aller Getauften.
Mache uns zu glaubwürdigen Zeugen deiner Liebe.
Lass uns ein Segen sein - füreinander und für die Welt.

Heiliger Geist, du erleuchtest unsere Herzen, damit wir unsere Berufung erkennen.
Ermutige uns, auf den leisen Ruf unseres Herzens zu hören.
Schärfe unser Bewusstsein, dass jeder Mensch für dich wertvoll ist.
Hilf uns, deine Gaben zu entdecken und unsere Talente zu entfalten.
Zeige uns den Platz, an dem du uns brauchst!

Dreieiniger Gott - die Kirche braucht Männer und Frauen, die dem Evangelium ihr Gesicht geben.
Darum bitten wir dich in diesem Jahr der Berufung:
Rufe viele junge Menschen in die verschiedenen Dienste der Kirche.
Bestärke vor allem jene, die sich als Priester oder Ordenschristen mit ihrem ganzen Leben für die Frohe Botschaft einsetzen.
Sei uns nahe, wenn Zweifel kommen und sende deinen Hl. Geist, damit viele vom Evangelium berührt werden.

Schenke uns den Mut, unseren Lebensweg mit dir zu gehen und das Vertrauen, in den Menschen dir zu dienen.

Gott, jede Berufung ist dein Geschenk und findet ihr Ziel in dir.
Dir sei Preis und Dank - heute, alle Tage unseres Lebens und in Ewigkeit.

Amen.

(Bischof em. Viktor Josef Dammertz OSB)

Maria, Mutter der Kirche, schenke uns viele heilige Berufungen und christliche Familien.
Amen.


Gebet um geistliche Berufe

(aus der Botschaft von Papst Benedikt XVI. zum Weltgebetstag um geistliche Berufe 2006)

Jeweils am 1. Donnerstag im Monat nach dem Angelus (Triduum)

V   O Vater, lass unter den Christen
viele und heilige Berufungen zum Priestertum entstehen,
die den Glauben lebendig halten
und die dankbare Erinnerung an deinen Sohn Jesus bewahren,
durch die Verkündigung seines Wortes
und die Verwaltung der Sakramente,
durch die du deine Gläubigen ständig erneuerst.


   Schenke uns heilige Diener deines Altars,
die aufmerksame und eifrige Hüter der Eucharistie sind,
des Sakraments der äußersten Hingabe Christi
für die Erlösung der Welt.

V     Rufe Diener deiner Barmherzigkeit,
die durch das Sakrament der Versöhnung
die Freude deiner Vergebung verbreiten.


A   O Vater, lass die Kirche mit Freuden
die zahlreichen Inspirationen des Geistes deines Sohnes aufnehmen
und lass sie - deiner Lehre fügsam -
Sorge tragen für die Berufungen zum priesterlichen Dienst
und zum geweihten Leben.

   Unterstütze die Bischöfe, die Priester, die Diakone,
die Menschen des geweihten Lebens und alle in Christus Getauften,
damit sie treu ihre Sendung erfüllen
im Dienst des Evangeliums.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.


A    Amen.

V     Maria, Königin der Apostel,

A    bitte für uns!
 


Heiliger Antonius, groß ist deine Ehre, herrlich dein Name; dein Lob wird iin der ganzen Christenheit verkündet. Alle, die dich in ihrem Sorgen anrufen, empfangen durch deine mächtige Fürbitte Gnade und Trost. Darum nehme auch ich in meiner gegenwärtigen Not meine Zuflucht zu dir und bitte dich um deine Hilfe in meinem schweren Anliegen ...

Gebet, um verlorene Sachen wiederzufinden

Heiliger Antonius, groß und mächtig ist die Gnade und die Kraft Gottes in dir. Gott hat dich in besonderer Weise als Patron und Helfer für jene bestimmt, die durch das Verlieren einer Sache in Verlegenheit und Not geraten sind.
Siehe, auch ich habe ein solches anliegen und bitte dich demütig und vertrauensvoll, mir in meiner Bedrängnis zu helfen.
Das Jesuskind, das du auf deinen Armen trägst, wird dir keine Bitte abschlagen. Ich danke dir für deine gütige Hilfe.

Gebet des hl. Antonius vor der Predigt

O Licht der Welt, unendlicher Gott, Du Vater der Ewigkeit, Spender der Weisheit und Wissenschaft und unschätzbarer Austeiler aller geistlichen Gnaden, der Du alles weißt, bevor es geschieht, der Du Finsternis und Licht kommen lassest, o nimm Deine Hand, berühre meinen Mund und mache ihn zu einem scharfen Schwerte, damit ich Deine Worte beredt hervorbringen könne.
Mache, o Herr, meine Zunge zu einem auserlesenen Pfeil, um alle Deine Wunder und Werke würdig zu verkünden. Lege, o Herr, Deinen Geist in mein Herz, damit ich ihn behalte, und in mein Gewissen, damit ich ihn wohl betrachte.
Hauche mir ein den andächtigen, den heiligen, den barmherzigen, den milden und den sanften Geist Deiner Gnade. Lehre, unterrichte und befestige den Eingang und Ausgang meiner Sinne und meiner Gedanken; und bis zum Ende leite mich Deine heilige Zucht und unterstütze mich Dein allerhöchster Rat durch Deine unendliche Weisheit und Barmherzigkeit. Amen.

Maria, lenke unsere Lebensentscheidungen.
Stärke uns in den Stunden der Prüfung,
damit wir in Treue zu Gott und den Menschen mit demütigem Mut
die geheimnisvollen Wege des Himmels beschreiten.
So können wir dem Verstand und dem Herzen jedes Menschen
die frohe Botschaft von Christus, dem Erlöser des Menschen, bringen.
Maria, Stern der Evangelisation, sei mit uns.
Leite Radio Horeb* und sei sein Schutz. Amen.

*Radio Horeb gehört zur Weltfamilie von Radio Maria,
das der Papst an dieser Stelle genannt hat.

Gebet am ersten Freitag im Monat (Triduum)

(nach Angelus)

Heiligstes Herz Jesu, Quelle alles Guten, ich bete Dich an, ich glaube an Dich, ich hoffe auf Dich, ich liebe Dich, ich bereue alle meine Sünden.
Dir schenke ich dieses mein armes Herz, mache es demütig, geduldig, rein und in allem Deinen Wünschen entsprechend. Gib, o guter Jesu, dass ich in Dir und Du in mir lebst.
Beschütze mich in Gefahren, tröste mich in der Trübsal und in allen Bedrängnissen. Gewähre mir die Gesundheit des Leibes, Deinen Segen für alle meine Werke und die Gnade eines heiligen Todes.

Amen.

V Es sind Finsternisse entstanden, als der Herr Jesus gekreuzigt wurde. Um die neunte Stunde rief er mit lauter Stimme: Mein Gott, mein Gott! Warum hast du mich verlassen? Und mit geneigtem Haupt gab er seinen Geist auf.
A Wir beten dich an, Herr Jesus Christus, und preisen dich. Denn durch dein heiliges Kreuz hast du die Welt erlöst.
V Heiliger Gott, du hast deinen Sohn der Schmach des Kreuzes unterworfen, um uns der Gewalt des Bösen zu entreißen. Gib uns die Gnade, dass auch wir deinem Willen gehorchen und einst in Herrlichkeit auferstehen. Darum bitten wir dich durch ihn, Christus, unsern Herrn.
A Wir danken dir, Herr Jesus Christ, dass du für uns gestorben bist. - Ach, lass dein Kreuz und deine Pein an uns doch nicht verloren sein. Amen.

Glocken
Mit dem Kreuzzeichen das Gebet beginnen.

Barmherzigkeitsrosenkranz:

Vater unser
Ave Maria
Credo


Große Perle (5x):
ev. hier Gebetsanliegen
V Ewiger Vater, ich opfere Dir auf den Leib und das Blut, die Seele und die Gottheit Deines über alles geliebten Sohnes, unseres Herrn Jesus Christus,
A zur Sühne für unsere Sünden und für die Sünden der ganzen Welt.

Im Anschluss an die große Perle jeweils zehn kleine Perlen:
V Durch sein schmerzhaftes Leiden
A habe Erbarmen mit uns und mit der ganzen Welt.

Abschluss:
V/A Heiliger Gott, heiliger starker Gott, heiliger unsterblicher Gott, habe Erbarmen mit uns und mit der ganzen Welt (3x)

V Barmherziger Jesus, im Augenblick Deines Kreuzestodes für uns bete ich Dich an und lobpreise Dich und bitte: umfasse mit Deiner unerschöpflichen Barmherzigkeit die ganze Menschheit,besonders die armen Sünder und die Sterbenden.
A Amen.

(Sr. Faustina)

Mit dem Kreuzzeichen das Gebet schließen.

Vater unser - nach Gerhard Lohfink

"Vater im Himmel, wir sind deine Jüngergemeinde, dein Volk; deshalb dürfen wir es wagen, dich als unseren lieben Vater anzureden.
Offenbare dich vor allen völkern als der große, heilige Gott. Sammle dein Volk und mach es zum wahren Gottesvolk, damit dein Name vor der ganzen Welt geheiligt wird.
Laß deine Königsherrschaft anbrechen, damit endlich die Herrschaft von Menschen über Menschen aufhört und du allein unser Herr bist.
Dein Reich komme.
Bring deinen Plan zu Ende, den Traum, den du schon immer geträumt hast von einer wahrhaft menschlichen Welt, von einer Welt voll Glück und Schönheit, von einer neuen Gesellschaft, die in deiner Kirche Gestalt gewinnt. Das ist seit Ewigkeit dein Plan, das ist dein Wille; lass deinen Willen geschehen.
Weil du unser lieber Vater bist, bitten wir dich: Gib uns heute so viel, wie wir zum Leben brauchen. Unsere erste Sorge soll dein Reich sein. Es soll uns so erfüllen, dass wir gar keine Zeit haben, zu planen, zu sorgen und ständig an uns selbst und an das Morgen zu denken. Sorg du für uns. Gib uns heute, für den einen Tag, unser Brot.
Wir bitten dich aber auch: Vergib uns unsere Schuld. Wir können das, was wir dir schuldig sind und ständig schuldig bleiben, ja niemals bezahlen. Erlass uns all unsere Schuld. Du bist doch unser Vater. Wir sind uns bewusst, dass wir eine solche Bitte gar nicht aussprechen dürfen, wenn nicht auch wir unseren Brüdern und Schwestern alle Schulden, die sie bei uns haben, sofort und vollständig erlassen. 
Gerade weil dein Reich mitten in in unserer armseligen Geschichte anbrechen soll, droht auch die Versuchung: die Versuchung des Abfalls; die Versuchung, unsere Jüngerschaft aufzugeben; die Versuchung, die Menschen für unverbesserlich, die Welt für unveränderbar und die jetzigen Zustände eigentlich für ganz gut zu halten; die Versuchung, an deiner Kirche zu zweifeln und an deinen Plan mit der Welt nicht mehr zu glauben. Mach, dass diese Versuchung uns nicht überwältigt. Lass uns ihr nicht erliegen, sonder reiß uns heraus aus der tödlichen Macht des Bösen.
Denn dein ist die Macht und die Herrschaft und das Reich in alle Ewigkeit. Amen."

 

"Herr, unterbrich mich nicht - ich bete!" nach Clyde Lee Herring

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Ewiger Vater,
im Himmel krönest du diejenigen, die dir auf Erden treu gedient haben. Sieh! Welch‘ reine Liebe die hl. Theresia vom Kinde Jesus dir allezeit erwies, und wie sie in kindlichem Vertrauen hoffte, „du würdest, wenn sie einst im Himmel sei, ihren Willen ebenso vollbringen, wie sie deinen Willen stets auf Erden vollbrachte“. Zeige dich darum ihren Bitten geneigt und würdige dich, mich durch ihre Fürbitte zu erhören. 

Vater unser…
Gegrüßet seist du, Maria…
Ehre sei dem Vater…

O liebenswürdiger Jesus, du ewiger Sohn des Vaters!
Du hast versprochen, selbst die kleinsten, dem Nächsten in deinem Namen erwiesenen Dienste zu belohnen. Blicke gnädig herab auf die heilige Theresia vom Kinde Jesus. Allezeit zeigte sie einen regen Eifer für das Heil der Seelen, soviel Gutes hat sie hier auf Erden verrichtet, soviel Schmerzen heldenmütig erlitten! Erhöre daher gnädig ihr glühendes Verlangen, „vom Himmel aus Gutes zu tun auf Erden“, und verleihe mir durch ihre Fürbitte die Gnaden, um die ich inständig bitte. 

Vater unser…
Gegrüßet seist du, Maria…
Ehre sei dem Vater…

Gott Heiliger Geist,
du hast deine Gnaden so reichlich der Seele der hl. Theresia vom Kinde Jesu mitgeteilt und sie zu hoher Vollkommenheit geführt. Sieh, mit welcher Treue sie all deinen Einsprechungen allezeit folgte und gedenke ihres Versprechens „sie werde vom Himmel Rosen (Gnaden) auf die Erde herabfallen lassen“. O, so wolle mir deshalb durch ihre Fürbitte jene Gnaden verleihen, die ich für mich erflehe, damit dieses ihr Versprechen erfüllt werde. 

Vater unser…
Gegrüßet seist du, Maria…
Ehre sei dem Vater…

O kleine heilige Theresia vom Kinde Jesus,
du warst in der so kurzen Zeit deines Erdenlebens ein Spiegel engelgleicher Keuschheit, heldenmütiger Liebe und treuer Hingabe an Gott. Jetzt erfreust du dich im Himmel des Lohnes deiner Tugenden. Ich bitte dich, blick voll Mitleid auf mich hernieder, der ich auf deine Güte vertraue. Lege Fürsprache für mich ein bei der unbefleckten Jungfrau Maria, der Königin des Himmels. Du wirst ja ihre „bevorzugte Blume“ genannt, „dir lächelte sie zu am Morgen deines Lebens“. Diese meine Mutter vermag ja alles beim Herzen ihres göttlichen Sohnes. So bitte darum für mich, sie wolle mir jene Gnaden erlangen, die ich so inständig begehre und dieselben mit besonderen Segnungen für mich begleiten; sie wolle mich stärken und trösten mein ganzes Leben hindurch. Bitte sie endlich, sie wolle mir ihre besondere Hilfe verleihen in der Todesstunde und mich geleiten zu einer glückseligen Ewigkeit. 

Amen.

 

Sie möchten wissen, wie Sie den Rosenkranz richtig beten können? Welche Arten es gibt und wie genau Sie mit dieser Gebetskette umgehen?
Hier haben wir alles zu diesem Gebet für Sie zusammengestellt.

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In der Sendung "Gott hört dein Gebet" beten wir in Ihren Anliegen!

Die Sendezeiten sind:
Mittwoch 19.45 Uhr – Freitag 22 Uhr – Sonntag 22 Uhr
Ihre Bitten werden in der nächsten Sendung eingebracht.

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