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Nachtprogramm

Frühjahrsvollversammlung der DBK in Dresden

Unsere Redakteure Johannes Wieczorek und Ralf Oppmann sind für Sie vor Ort in Dresden und berichten täglich vom 27. Februar bis 02. März von der Frühjahrsvollversammlung der DBK. Hier finden Sie das Programm der Tagung sowie Interviews, die Pressekonferenzen und Bilder aus Dresden. 

Vor Ort nehmen 62 Bischöfe und Weihbischöfe unter Leitung des Vorsitzenden, Bischof Dr. Georg Bätzing (Limburg), teil.

Die wichtigesten Punkte der Beratungen in den kommenden Tage:

  • Situation in der Ukraine ein Jahr nach dem russischen Überfall
  • Auswertung des Ad-limina-Besuchs der Bischöfe vom November 2022 in Rom
  • Beratungen zu aktuellen Fragen des Synodalen Weges, insbesondere mit Blick auf die fünfte und damit letzte Synodalversammlung (9.–11. März 2023)
  • Ordnung zur Neustrukturierung des Themenfeldes sexueller Missbrauch und Gewalterfahrungen sowie den Umgang mit geistlichem Missbrauch
  • Vorbereitungen für den XXXVIII. Weltjugendtag, der im Sommer dieses Jahres in Lissabon stattfindet
  • Bericht des Sonderbeauftragten für Flüchtlingsfragen und der geplante dritte ökumenische Bericht zur Religionsfreiheit von Christen weltweit.
  • soziale, politische und kirchliche Lage in Madagaskar

 

Grußwort von Erzbischof Dr. Nikola Eterović, Apostolischer Nuntius, zur Frühjahrs-Vollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz

Montag, 27. Februar 2023

14.30 Uhr    Pressestatement des Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Dr. Georg Bätzing, zum Auftakt der Vollversammlung
Ort: Haus der Kathedrale

15.45 Uhr    Bildtermin im Sitzungssaal zum Auftakt der Vollversammlung
Treffpunkt: vor dem Hyperion Hotel Dresden am Schloss

18.30 Uhr    Eröffnungsgottesdienst der Vollversammlung in der Kathedrale Sanctissimae Trinitatis
Predigt: Bischof Dr. Georg Bätzing (Limburg), Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz


Dienstag, 28. Februar 2023

7.30 Uhr     Gottesdienst in der Kathedrale Sanctissimae Trinitatis
Predigt: Kardinal Reinhard Marx (München und Freising)

13.00 Uhr    Pressegespräch zum Stand der Vorbereitung des Weltjugendtags in Lissabon mit:

  • Weihbischof Johannes Wübbe, Vorsitzender der Jugendkommission der Deutschen Bischofskonferenz
  • Bischof Heinrich Timmerevers, Bischof von Dresden-Meißen
  • Emilie Pardula und Philipp Neumann, jugendliche Pilger aus dem Bistum Dresden-Meißen

Die von Papst Johannes Paul II. in den 1980er Jahren ins Leben gerufenen Weltjugendtage erfreuen sich weiterhin großer Beliebtheit. Vom 1. bis 6. August 2023 findet in Lissabon der XXXVII. Weltjugendtag statt, an dem zahlreiche junge Menschen aus Deutschland teilnehmen werden. In der Pressekonferenz wird ein Überblick zu den Vorbereitungen gegeben und ein besonderer Schwerpunkt auf die Planungen des Bistums Dresden-Meißen gelegt.
Ort: Haus der Kathedrale

19.30 Uhr    Einladung des Bistums Dresden-Meißen für die akkreditierten Journalistinnen und Journalisten zu einem Hintergrundgespräch und Abendessen mit Bischof Heinrich Timmerevers und weiteren Mitgliedern der Deutschen Bischofskonferenz
Ort: Yenidze (Weißeritzstr. 3, 01067 Dresden)


Mittwoch, 1. März 2023

7.30 Uhr     Gottesdienst in der Kathedrale Sanctissimae Trinitatis
Predigt: Kardinal Rainer Maria Woelki (Köln)

13.00 Uhr    Pressegespräch zu aktuellen Fragen des Umgangs mit sexuellem Missbrauch mit:

  • Bischof Dr. Helmut Dieser, Vorsitzender der bischöflichen Fachgruppe für Fragen des sexuellen Missbrauchs und von Gewalterfahrungen
  • Erzbischof Stephan Burger, stellvertretender Vorsitzender der bischöflichen Fachgruppe für Fragen des sexuellen Missbrauchs und von Gewalterfahrungen
  • Dr. Dagmar Nelleßen-Strauch, Bereichsleiterin Kirche und Gesellschaft im Sekretariat der Deutschen Bischofskonferenz

Bei der Herbst-Vollversammlung im September 2022 haben die Bischöfe eine Neustrukturierung des Themenfeldes sexueller Missbrauch beschlossen. Seit 2010 ist diese Aufgabe von Bischof Dr. Stephan Ackermann verantwortet worden, der im vergangenen Herbst seine Arbeit in andere Hände gelegt hat. Die Bischöfe werden den Sachstand der Neuordnung und aktuelle Fragen und Herausforderungen vorstellen sowie Konkretionen benennen, die in den zurückliegenden Monaten erfolgen konnten.
Ort: Haus der Kathedrale 
 

Donnerstag, 2. März 2023

7.30 Uhr    GedächtnisgottesdienEmilie Pardula und Philipp Neumannst für die verstorbenen Mitglieder der Deutschen Bischofskonferenz in der Kathedrale Sanctissimae Trinitatis
Predigt: Erzbischof Stephan Burger (Freiburg)

14.00 Uhr    Abschlusspressekonferenz mit dem Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Dr. Georg Bätzing, und der Generalsekretärin der Deutschen Bischofskonferenz, Dr. Beate Gilles
Ort: Haus der Kathedrale

Tag 4

Tag 3

Synodaler Rat: Bischof Bätzing antwortet römischer Kritik 

Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz (DBK), der Limburger Bischof Georg Bätzing, hat in einem Brief an die drei Kurienkardinäle Pietro Parolin, Luis Ladaria und Marc Ouellet auf deren Klarstellung zum sogenannten "Synodalen Rat" (Schreiben vom 16. Januar) geantwortet. Der Brief ist am Mittwoch von der DBK veröffentlicht worden. Bischof Bätzing formulierte dabei, man nehme Sorgen bezüglich eines Synodalen Rates ernst. "Ich versichere Ihnen, dass wir die von Ihnen vorgebrachten Sorgen um die Fragen eines Synodalen Ausschusses und eines Synodalen Rats ernst nehmen." Die Bischöfe würden "die Frage, wie wir als synodale Kirche in Zukunft unterwegs sein werden, auch bei dem nächsten Zusammentreffen" vertiefen. Aus diesem Grund geht der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz nicht auf einzelne Aspekte des Schreibens aus Rom ein.

Im Brief dankt Bischof Bätzing für das "vorschlagene Gesprächsanbot" und verbunden mit der Bitte um "einen möglichst zeitnahen Gesprächstermin nach der letzten Synodalversammlung (9.-11. März 2023) in Rom". Zudem merkte Bätzing an, dass er den Brief der fünf deutschen Amtsbrüder nicht im Detail kenne.

Anlass für die Klarstellung aus Rom im Januar war eine Anfrage von den (Erz-)Bischöfen Rainer Maria Woelki (Köln), Bertram Meier (Augsburg), Gregor Maria Hanke (Eichstätt), Stefan Oster (Passau) und Rudolf Voderholzer (Regensburg). Dabei ging es um die Frage, ob die Bischöfe sich an einem künftigen „Synodalen Ausschuss“ beteiligen dürfen bzw. müssen. Daraufhin hatten die Kardinäle Pietro Parolin, Luis Ladaria und Marc Ouellet im Auftrag des Papstes in einem Schreiben dem Synodalen Weg und dem Synodalen Ausschuss die Errichtung eines Synodalen Rates untersagt. Zu Beginn der Frühjahrsvollversammlung in Dresden verwies der Nunitus Erzbischof Nikola Eterović auf diese Entscheidung.

  Den Brief von Bischof Bätzing an die Kardinaele Pietro Kardinal Parolin, Luis Francisco Kardinal Ladaria Ferrer und Marc Kardinal Ouellet können Sie hier nachlesen. 

 

 

Die deutschen Bischöfe haben bei ihrer Frühjahrsvollversammlung in Dresden das weiterentwickelte Konzept zur Neustrukturierung des Themenfeldes "Sexueller Missbrauch und Gewalterfahrungen" beschlossen. Das Ziel: den Schutz vor sexuellem Missbrauch und Gewalt effektiv und kontinuierlich verbessern.

Zentrale Punkte dabei sind:

  • eine Verstetigung, Bündelung und Weiterentwicklung der Regelwerke und Maßnahmen im Bereich sexuellen Missbrauchs und von Gewalterfahrungen;
  • die Belange der Betroffenen und ihre Perspektive konsequent zu berücksichtigen und einzubeziehen;
  • die Einbindung externer Kompetenz und die Einbindung relevanter Akteure zu institutionalisieren;
  • mehr Qualität durch einheitliche und verbindliche Normen und Standards sowie eine kontinuierliche Qualitätssicherung und Weiterentwicklung zu gewährleisten.

 

Pressegespräch zu aktuellen Fragen des Umgangs mit sexuellem Missbrauch mit:

  • Bischof Dr. Helmut Dieser, Vorsitzender der bischöflichen Fachgruppe für Fragen des sexuellen Missbrauchs und von Gewalterfahrungen
  • Erzbischof Stephan Burger, stellvertretender Vorsitzender der bischöflichen Fachgruppe für Fragen des sexuellen Missbrauchs und von Gewalterfahrungen
  • Dr. Dagmar Nelleßen-Strauch, Bereichsleiterin Kirche und Gesellschaft im Sekretariat der Deutschen Bischofskonferenz

Tag 2

Tag 1

Kommentar zu Bischofskonferenz, die heute startet:

Noch bis Donnerstag, den 27. Februar 2023 findet in Dresden die Frühjahrs-Vollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz, DBK, statt. An ihr nehmen alle deutschen Bischöfe unter Leitung des Vorsitzenden, des Limburger Bischofs Georg Bätzing, teil. Zu welche Themen sich die deutschen Bischöfe dabei beraten werden, fasst Ralf Oppmann, der für radio horeb vor Ort ist, für Sie zusammen:

radio horeb ist auch diesmal wieder mit einem Team für Sie vor Ort und wird alle Gottesdienste live übertragen. So z.B. heute Abend ab 18:30 Uhr den Eröffnungsgottesdienst. Außerdem informieren wir Sie mit Live-Schaltungen und Interviews in unserem Streiflicht-Nachrichtenmagazin über den Stand der Beratungen.

Im Wochenkommentar geht es um die Frühjahrsvollversammlung der deutschen Bischöfe in Dresden, die am kommenden Montag startet - nur eine Woche vor der fünften und bislang abschließenden Synodalversammlung des Synodalen Weges in Frankfurt a. M. vom neunten bis elften März. In seinem Wochenkommentar wirft radio horeb-Redakteur Gregor Dornis einen persönlichen Blick auf die kommenden zwei Wochen.

Rückblick auf die Herbstvollversammlung der DBK 2022

Die Herbstvollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz endet heute. Um 14:00 Uhr gab es eine Abschlusspressekonferenz. radio horeb ist mit einem Team live vor Ort. Johannes Wieczorek fasst die Ergebnisse zusammen.

Der Passauer Bischof Dr. Stefan Oster sieht in der katholischen Sexualmoral eine "Lernaufgabe und eine Entwicklungsaufgabe". Im Interview mit radio horeb, dem bundesweiten christlichen Sender katholischer Prägung, bewertet er die aktuelle kirchliche Lehre positiv, sieht aber Klärungsbedarf in Bezug auf die aktuellen Diskussionen um mögliche Reformen. Es müsse die Frage gestellt werden, "was Liebe ist und wie wir Liebe miteinander leben. Das ist praktisch die Mitte dessen, was wir haben, wenn wir von Erlösung reden."

Zentrale Fragen für den Passauer Oberhirten sind zudem: "Wie unterscheiden wir, was letztlich nicht verhandelbar ist, was nicht verändert werden kann und wie bestimmen wir die Weiterentwicklung? Was gehört zum Kernbestand dessen, was wir glauben, also ins Glaubensgut, ins depositum fidei? Das können wir nicht verändern."

Die sogenannte "Theologie des Leibes" vom Heiligen Papst Johannes Paul II. sieht Oster als "großen, wunderbaren Beitrag zur Anthropologie des Menschen". Aus seiner Sicht sei es "tatsächlich ein Versäumnis in Deutschland theologisch und philosophisch, dass er weitgehend übergangen wird", so der Passauer Bischof.

Oster arbeitet im Forum IV: Leben in gelingenden Beziehungen des sogenannten Synodalen Weges mit. Der Synodale Weg ist ein Reformprozess der Katholischen Kirche in Deutschland. Auf die Frage, ob er auch einmal wegen der teils großen Dissense an einen Ausstieg aus dem Forum gedacht habe, sagte der Bischof, trotz der Herausforderungen wolle er sich weiterhin ins Forum einbringen und mitwirken.

Oster betonte hinsichtlich des Synodalen Wegs: Er sei überzeugt davon, dass Papst Franziskus mit dem Stichwort Synodalität einen ganz wichtigen Impuls setze. "Wie werden wir von einer Kirche, die stark von den leitenden Personen, die in der Regel eben die Bischöfe und die Pfarrer sind, dominiert wird, zu einer Kirche, in der mehr Beteiligung, mehr gemeinsames und auch mehr missionarisches Engagement stattfindet? Wie ist es möglich, so einen Weg zu gehen? Das ist glaube ich ein wichtiger, tiefer, wunderbarer Gedanke und auf dem Weg müssen wir uns machen. Und auch der synodale Weg verschreibt sich ja diesem Ziel." Und jetzt müsse sortiert werden, was einen echten Beitrag zu einer neu gewonnenen Synodalität für unsere Kirche bedeute und was nicht oder nur schwer verhandelbar sei. Um das gehe es jetzt gerade "und ich hoffe, wir werden das, was wir beim synodalen Weg tun und verhandeln, so in den weltweiten Prozess eingespeist bekommen, dass uns auch da neu klar wird, was Synodalität bedeutet".

Der Essener Bischof Dr. Franz-Josef Overbeck ist Co-Vorsitzender des Synodalforums I des Synodalen Weges "Macht und Gewaltenteilung in der Kirche. Gemeinsame Teilnahme und Teilhabe am Sendungsauftrag". Aus diesem Forum heraus ist bei der vergangenen Vierten Synodalversammlung in Frankfurt a.M. die Errichtung eines Synodalen Rates beschlossen worden, der den Synodalen Weg für die Kirche in Deutschland dauerhaft fortführen soll. Am Rand der Herbstvollversammlung der deutschen Bischöfe in Fulda sprach Gregor Dornis mit Bischof Overbeck über diesen Synodalen Rat, die Rolle der Bischöfe und die angestrebten Erneuerungen in der Kirche.

(Bild vom Fuldaer Dom: Ansgar Koreng / CC BY-SA 3.0 (DE))

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