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2018-04-25 07:30:00

Pfarrei der Woche: Mariä Himmelfahrt in Kösching

Wer die Raststätte "Köschinger Forst" an der A9 kennt, war schon einmal ganz in der Nähe unserer aktuellen Pfarrei der Woche.

Für all jene, denen diese Beschreibung nicht ausreicht, hat Kaplan Christian Fleischmann noch eine etwas detailliertere Beschreibung in petto, wenn er sagt, wir befänden uns am nördlichen Ende von Oberbayern, im Landkreis Eichstädt bei Ingolstadt. Er selbst trat seine Kaplansstelle in der "Pfarreiengemeinschaft Kösching-Kasing-Bettbrunn" vor nunmehr zwei Jahren an. Gemeinsam mit Dekan Wojciech Wysocki ist er Seelsorger für 6000 Katholiken in der jungen Pfarreiengemeinschaft. Kasing wurde erst 2003 mit Kösching zusammengefasst und Bettbrunn ist gar erst im vergangenen Jahr in den Verband aufgenommen worden. Gemeinsam bilden die drei Kirchorte nun eine sehr lebendige Gemeinschaft mit vielen Angeboten für alle Altersklassen. Gerade die Kolpingsfamilie, die am Sonntag unserer Liveübertragung auch ihren Kolpinggedenktag begeht und 2018 ihr 70-jähriges Bestehen feiern wird, bietet Menschen quasi "von der Wiege bis zur Bahre", wie man so schön sagt, eine aktive Teilhabe am Gemeindeleben in vielen unterschiedlichen Gruppen an. Das jüngste Mitglied sei derzeit ein Säugling und das älteste bereits 94 Jahre alt, wie Kaplan Fleischmann weiß. Insgesamt leben und gestalten in der Kolpingsfamilie 400 Menschen, die derzeit mit dem Aufbau einer Kolpingsjugendgruppe auch die letzte Lücke schließen. Zusätzlich gibt es aber bereits zwei Katholische Landjugendgruppen (KLJB), die junge Menschen einladen, sich auszutauschen und sich in der Pfarrei aktiv einzubringen. Musikalisch lädt beispielsweise die Gruppe KOLAN ein, gemeinsam zu musizieren und Gottesdienste zu gestalten. Eingeladen hat uns die Sebastiani Bruderschaft, die sich bereits seit über 360 Jahren um kranke Menschen kümmert. Die tätige Nächstenliebe steht, neben den täglichen Gebeten der Bruderschaftsmitglieder für die Bedürftigen, bis heute im Zentrum ihres Dienstes, zu dem sich gegenwärtig 512 Menschen berufen fühlen. Gegründet 1651 von Pfarrer Paul Krieger, aus Anlass der grassierenden Pest, gelobten die Mitglieder einen jährlichen Bittgang zum Hl. Sebastian nach Arnsberg, dem sich die Mitglieder bis heute in Form einer Fußwallfahrt in Treue verpflichtet fühlen.  Zudem gibt es die Nepomuk Bruderschaft, die ebenfalls Wallfahrten organisiert, Gebetsgruppen mobilisiert und somit ebenfalls das spirituelle Leben bereichert und gestaltet. Die Missionsgemeinschaft akquiriert hingegen durch Sammlung von Sach- und Geldspenden Mittel, mit der Missionsprojekte in aller Welt unterstützt werden. Diese Gemeinschaften, hätten in der Region des Marktes Kösching Tradition, wie Kaplan Fleischmann sagt, "erfahren was gut tut und das Erlebte weiterzuschenken an die Bedürftigen im Umfeld", sei dabei der Antrieb der Menschen, sich in den Gemeinschaften einzubringen. Doch nicht nur die Gemeinschaften haben in Kösching Tradition, sondern auch die Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt, aus der wir übertragen werden. In diesem Jahr feiert die Kirche 300-jähriges Jubiläum und ist in der jüngsten Vergangenheit gründlich saniert worden. Jetzt erstrahlt nicht nur das Gotteshaus innen und außen in neuem Glanz, sondern auch eine neue Licht- und Tonanlage laden zu Gottesdiensten, eucharistischer Anbetung, anderen Gebetszeiten, wie auch Konzerten, sowohl die Pfarrgemeinde, als auch andere Menschen ein, "ihre" Kirche zu besuchen. Einzig bei der Orgel ist derzeit noch ein Provisorium in Betrieb, das die Zeit bis zur Installation des neuen Instruments überbrückt. Allerdings sei die Akustik der Kirche so gut, dass bereits das Provisorium musikalisch einzuladen vermöge, wie uns der Kaplan versichert. Während des Jubiläumsjahres hat die Pfarrei durch zahlreiche Veranstaltungen, Kirchenführungen, Bischofsmessen, Vorträge und vieles mehr auch zahlreiche Menschen erreichen können, die sonst nicht den Weg in die Kirche finden, was Kaplan Fleischmann sichtlich freut.

Was es in der Pfarreiengemeinschaft sonst noch zu entdecken gibt, warum die Umgebung zu einem Besuch einlädt, wie viele Ministranten es gibt und wie die Eltern-Kind-Gruppe, der Katholische Frauenbund und der Bibelkreis das Gemeindeleben prägen und warum es viele Wallfahrten in der Pfarrei gibt, all das und vieles mehr, erfahren Sie in dem Interview mit Kaplan Christian Fleischmann und den Vertreterinnen der Sebastiani Bruderschaft, Frau Danner und Frau Mayer, im Interview, das Sie hier nachhören können.

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