Seit 14:00: Spiritualität - „Unsere wahre Heimat ist im Himmel“ (Phil 3,20). - Ref.: Pfr. Thomas Sauter

Seit 14:00
Spiritualität - „Unsere wahre Heimat ist im Himmel“ (Phil 3,20).
Danach: Barmherzigkeitsrosenkranz - mit den Hörern
2017-11-20 15:00:00

Hl. Petrus Canisius – Patron der Studiokapelle

Der Hl. Petrus Canisius (* 8. Mai 1521 im niederländischen Nijmwegen, + 21. Dezember 1597 in Fribourg, Schweiz) gilt als der "zweite Apostel Deutschlands" nach Bonifatius.

Er war treibende Kraft der Neuevangelisierung in Deutschland und im deutschsprachigen Raum nach der Reformation. Deshalb war es naheliegend, ihn als Patron der Studiokapelle des Medienhauses in Balderschwang zu wählen. Eine Reliquie des Heiligen wurde anlässlich der Einweihung der Studiokapelle in den Altar eingesenkt.

Für die Verkündigungsarbeit von Radio Horeb ist der Hl. Petrus Canisius in mehrerer Hinsicht Vorbild: Er war unermüdlich in seinem Einsatz für das Reich Gottes, lehnte sogar die ihm angebotene Bischofswürde ab, um weiter als Prediger wirken zu können. Seine Argumentation war sachlich, klar und frei von jeder Polemik.

Papst Benedikt XVI. über den Hl. Petrus Canisius

Papst Benedikt XVI. sprach bei der Generalaudienz am 9. Februar 2011 über den Hl. Petrus Canisius. In deutscher Sprache sagte der Papst:

"Liebe Brüder und Schwestern!

Heute möchte ich über den Hl. Petrus Canisius sprechen, der auch zweiter Apostel Deutschlands genannt wird. Er wurde am 8. Mai 1521 in Nijmwegen, in den heutigen Niederlanden, geboren. Während seines Studiums an der Kölner Universität stand er mit mehreren tief gläubigen Menschen der sogenannten devotio moderna in engem Kontakt. Nach geistlichen Exerzitien unter der Führung des seligen Peter Faber, einem der ersten Gefährten des Hl. Ignatius von Loyola, trat er in den Jesuitenorden ein.

Im Alter von 25 Jahren wurde er zum Priester geweiht und nahm bereits ein Jahr später als Theologe des Augsburger Bischofs am Konzil von Trient teil. In Bologna wurde er zum Doktor der Theologie promoviert und kehrte mit dem Segen Papst Pauls III. nach Deutschland zurück. Als er noch in Rom an den Gräbern der Apostel betete, hat er in einer Vision das geöffnete Herz Jesu gesehen, und der Herr versprach ihm für seine Aufgabe ein geistliches Gewand, das aus drei Teilen gewoben war: aus innerem Frieden, Liebe und Ausdauer. Mit diesen drei Kräften hat er versucht, die Kirche in Deutschland zu erneuern.

Petrus Canisius ging zunächst als Professor nach Ingolstadt - die Vorgängeruniversität der Universität München - und wirkte dann im Zuge der katholischen Erneuerung als Lehrer und Prediger in Dillingen, Innsbruck, Wien, Prag und Fribourg in der Schweiz, wo er jeweils Jesuitenkollegien gründete.

Große Beachtung verdient sein schriftstellerisches Werk. Er hat drei Ausgaben des Katechismus geschaffen - für Kinder, Schüler und Studenten - und in klarer und ganz unpolemischer, von der Schrift und den Vätern her inspirierter Weise Fragen und Antworten formuliert, in denen das Ganze des Glaubens zum Vorschein kommt, und er hat damit Generationen im Glauben geprägt. Noch zu seinen Lebzeiten sind 200 Auflagen seines Katechismus erschienen, bis zum 19. Jahrhundert wurden weitere Hunderte von Auflagen gedruckt. So ist er wirklich der Erneuerer der Katechese und damit des Glaubensbewusstseins in der Kirche in Deutschland geworden.

Im Alter von 76 Jahren starb er in Fribourg nach einem überaus erfüllten Leben. Papst Pius XI. hat ihn dann 1925 zum Kirchenlehrer erklärt."

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