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Auswirkungen der Digitalisierung

Die Medienanstalt Hamburg / Schleswig-Holstein (MA HSH) hat in ihrer Informationsbroschüre "Für Sie da!" eine zusammenfassende Darstellung der Auswirkungen der Digitalisierung auf die Nutzer und ein Glossar von Fachbegriffen veröffentlicht, die wir mit freundlicher Genehmigung der MA HSH unseren Hörerinnen und Hörern in gekürzter Form zugänglich machen dürfen:

Die Digitalisierung des Rundfunks bringt dem Nutzer in erster Linie eine erheblich größere Vielfalt an Radio- und Fernsehprogrammen und darüber hinausgehenden Inhalten als bei der analogen Verbreitung. Dies wird möglich durch die effizientere Nutzung vorhandener Übertragungskapazitäten, denn pro Übertragungskanal können nicht nur ein, sondern mehrere Programme beziehungsweise Angebote übertragen werden. Dabei werden die Daten codiert und zu Programmpaketen (Multiplexen) zusammengefasst. Um die digitalen Programmangebote nutzen zu können, benötigt man als Empfangsgerät einen Decoder. Dieser schnürt die Multiplexe auf, entschlüsselt die Daten und macht die Programme so auf dem Bildschirm sichtbar. Oftmals sind die notwendigen Decoder bereits in die Fernsehgeräte integriert, daneben gibt es auch sogenannte Set-Top-Boxen, die wie ein Videorekorder an das Fernsehgerät angeschlossen werden.

Neben der Programmvielfalt bringt die Digitalisierung eine konvergente Nutzung von Medien mit sich. Gemeint ist damit, dass auf einem Gerät unterschiedliche Medienangebote genutzt werden können, von Fernsehen bis hin zu Internetinhalten. Dies kann auf einem modernen Handy, einem Notebook oder auch einem Fernsehgerät mit Internetanschluss geschehen.

Häufig verwendete Begriffe - Digitalisierung besser verstehen

DAB/DAB+ - Digital Audio Broadcasting (Digitales Radio)

Übertragungsstandard für die Verbreitung von Radioprogrammen und zusätzlichen programmbegleitenden und multimedialen Angeboten in digitaler Technik. DAB+ ist eine optimierte Version von DAB.

Decoder (Set-Top-Box)

Gerät zur Entschlüsselung von Daten. Der Decoder ist erforderlich, um die digital ankommenden Datenströme auf dem Bildschirm des "analogen" Fernsehers sichtbar zu machen.

DSL - Digital Subscriber Line (digitale Teilnehmeranschlussleitung)

Übertragungsverfahren mit höheren Datenraten für den Internetzugang über die herkömmlichen Kupferdoppeladern der Telefonleitungen. DSL wird in verschiedenen Varianten angeboten, die sich vor allem bei den Übertragungsgeschwindigkeiten unterscheiden.

DVB - Digital Video Broadcasting (digitales Fernsehen)

Standardisiertes Verfahren zur digitalen Übertragung von Fernseh- und Hörfunkprogrammen sowie anderen Datendiensten. DVB ermöglicht die Übertragung mehrerer Fernsehprogramme beziehungsweise Diensteangebote in einem Kanal. Spezifiziert kann DVB über die Übertragungswege Terrestrik, Kabel und Satellit verbreitet werden.

DVB-C - Digital Video Broadcasting - Cable

DVB-Spezifikation für die digitale Verbreitung von Fernsehprogrammen und sonstigen Angeboten in Kabelnetzen.

DVB-H - Digital Video Broadcasting - Handheld

Übertragungsstandard zur terrestrischen Verbreitung digitaler Video-, Audio- und internetbasierter Multimedia-Inhalte speziell für den Empfang auf mobilen Endgeräten (Handys, PDAs, Laptops) mit einem vergleichsweise kleinen Bildschirm. Allgemein wird für DVB-H auch der Begriff Mobile TV, vielfach auch noch Handy-TV, verwendet.

DVB-S - Digital Video Broadcasting - Satellite

DVB-Spezifikation für die digitale Verbreitung von Fernsehprogrammen und sonstigen Angeboten über Satellit.

EPG - Electronic Program Guide (elektronischer Programmführer)

Der in das Empfangsgerät integrierte EPG enthält Informationen über die Programme, die laufende Sendung und zusätzliche Dienste.

FTA - Free-To-Air oder auch Free-TV

Empfang von Fernsehprogrammen und sonstigen Angeboten, die nicht verschlüsselt sind und für die - neben der Rundfunkgebühr - keine zusätzlichen Entgelte zu zahlen sind. Das Gegenteil dazu sind Pay-TV und Pay-Per-View.

HDTV - High Definition Television (hochauflösendes Fernsehen)

Sammelbegriff für Fernsehnormen, die gegenüber dem herkömmlichen Fernsehen (SDTV) eine höhere Bildauflösung vorsehen und damit eine erheblich bessere Bild- und Tonqualität ermöglichen. HD-Programme werden sowohl digital via Satellit angeboten als auch in den digitalen Kabelnetzen.

Hybrid-TV

Unter Hybrid-TV werden Empfangssysteme (Fernsehgeräte) verstanden, die es ermöglichen, neben dem herkömmlichen Fernsehprogramm auch ausgewählte Internetdienste und Mediatheken mit dem Fernsehgerät zu nutzen.

iDTV - Integrated Digital Television

Fernsehgerät mit integriertem DVB-Empfänger, mit dem sowohl analoges als auch digitales Fernsehen ohne ein weiteres Zusatzgerät zu empfangen ist.

IPTV

Übertragung von Fernsehen unter Verwendung des Internetprotokolls. Es hat sich eingebürgert, unter IPTV die Übertragung von Fernsehprogrammen in geschlossenen DSL-Netzen zu verstehen. Davon zu unterscheiden ist die Verbreitung von Fernsehangeboten über das offene Internet = Web-TV.

LAN/WLAN

Local Area Network = Kabelbasiertes lokales Netzwerk
Wireless Local Area Network = drahtloses lokales Netzwerk

LTE - Long Term Evolution

Mobilfunksystem der vierten Generation. LTE soll in den kommenden Jahren UMTS (Universal Mobile Telecommunications System) ablösen. Es ist ein sehr viel breitbandigeres Mobilfunksystem, das dem erhöhten Datenratenbedarf in der mobilen Kommunikation besser entspricht.

Mobile TV

Digitale terrestrische Übertragung von Radio- und Fernsehprogrammen sowie anderen audiovisuellen Inhalten auf ein portables bzw. mobiles Empfangsgerät, z.B. ein Handy, ein PDA oder ein sogenanntes Smartphone.

Streaming

Verfahren zur Datenübertragung von Bewegtbild und Ton im Internet bei gleichzeitiger Wiedergabe (Ausspielung) auf dem Computer.

Telemedien

Unter Telemedien versteht man alle elektronischen Informations- und Kommunikationsdienste, die im Internet angeboten werden. Das Spektrum reicht von einer privaten Website über Suchmaschinen bis hin zu Informationsportalen und E-Commerce-Angeboten. Teleshoppingangebote hingegen werden meist dem Rundfunk zugeordnet und bedürfen einer entsprechenden Zulassung.

UMTS - Universal Mobile Telecommunications System

Digitales Mobilfunksystem der dritten Generation. Im Unterschied zur GSM-Technik (zweite Generation) zeichnet sich UMTS durch höhere Datenraten aus. Mit UMTS ist daher nicht nur eine mobile Internetnutzung möglich, auch für den begrenzten Empfang von Streamingangeboten reicht die Datenkapazität aus. Wie alle Mobilfunksysteme beruht UMTS auf einer Punkt-zu-Punkt-Verbindung.

VoIP - Voice over IP (Internet-Protokoll-Telefonie)

VoIP nutzt zum Telefonieren keine Telefonleitungen, sondern nach dem Internetstandard aufgebaute Computernetzwerke.

Web-TV (Internetfernsehen)

Übertragung von Fernsehprogrammen und anderen Bewegtbildangeboten über das offene Internet. Es handelt sich um zeitlich und inhaltlich unantastbare Video- und Audiosignale. Die Übertragungsqualität wird vom Anbieter nicht garantiert, sondern hängt von den Empfangsbedingungen beim Nutzer ab.


Quelle: Informationsbroschüre "Für Sie da!", S. 27; 31-36 (auszugsweise), hrsg. von der Medienanstalt Hamburg / Schleswig-Holstein (MA HSH):
http://www.ma-hsh.de/aktuelles-publikationen/publikationen/info-broschuere/

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