Jetzt: Dr. med. Michael Kiworr - Verborgene Wunder. Die ersten 9 Monate im Leben eines Menschen.
Dr. med. Michael Kiworr - Verborgene Wunder. Die ersten 9 Monate im Leben eines Menschen.

Evangelium des Tages

Buch Sacharja 8,20-23.

So spricht der Herr der Heere: Es wird noch geschehen, dass Völker herbeikommen und die Einwohner vieler Städte.
Die Einwohner der einen Stadt werden zur andern gehen und sagen: Wir wollen gehen, um den Zorn des Herrn zu besänftigen und den Herrn der Heere zu suchen. - Auch ich will hingehen. -
Viele Völker und mächtige Nationen werden kommen, um in Jerusalem den Herrn der Heere zu suchen und den Zorn des Herrn zu besänftigen.
So spricht der Herr der Heere: In jenen Tagen werden zehn Männer aus Völkern aller Sprachen einen Mann aus Juda an seinem Gewand fassen, ihn festhalten und sagen: Wir wollen mit euch gehen; denn wir haben gehört: Gott ist mit euch.

Psalm 87(86),2-3.4.5.7.

Der Herr liebt Zion, seine Gründung auf heiligen Bergen;
mehr als all seine Stätten in Jakob liebt er die Tore Zions.
Herrliches sagt man von dir,
du Stadt unseres Gottes.
Leute aus Ägypten und Babel
zähle ich zu denen, die mich kennen;
auch von Leuten aus dem Philisterland, aus Tyrus und Kusch
sagt man: Er ist dort geboren.
Von Zion wird man sagen:
Jeder ist dort geboren.
Er, der Höchste, hat Zion gegründet.
Und sie werden beim Reigentanz singen:
All meine Quellen entspringen in dir.

Aus dem Heiligen Evangelium nach Lukas - Lk 9,51-56.

Als die Zeit herankam, in der Jesus in den Himmel aufgenommen werden sollte, entschloss er sich, nach Jerusalem zu gehen.
Und er schickte Boten vor sich her. Diese kamen in ein samaritisches Dorf und wollten eine Unterkunft für ihn besorgen.
Aber man nahm ihn nicht auf, weil er auf dem Weg nach Jerusalem war.
Als die Jünger Jakobus und Johannes das sahen, sagten sie: Herr, sollen wir befehlen, dass Feuer vom Himmel fällt und sie vernichtet?
Da wandte er sich um und wies sie zurecht.
Und sie gingen zusammen in ein anderes Dorf.

Kommentar Hl. Bonaventura

In diesem Hinübergang ist Christus Weg und Pforte (Joh 14,6; 10,7), Christus ist Leiter und Gefährt, und zwar […] als „das vor allen Zeiten verborgene Geheimnis“ (Eph 3,9) […] wer Ihn, den am Kreuz Erhöhten, anblickt in Glaube, Hoffnung und Liebe, in Hingabe, Staunen und Jubel, in Preis, Lob und Freude, der vollzieht mit Ihm Pascha, das heißt: Hinübergang. Am Stab des Kreuzes wird er also das Rote Meer durchschreiten (Ex 12,11) […] Soll dieser Hinübergang vollkommen sein, dann müssen in ihm alle Tätigkeiten des Erkenntnisvermögens zurückbleiben; die Spitze des Liebesvermögens muss ganz hinübergezogen werden in Gott und gottförmig werden. Das ist etwas Geheimnisvolles und tief Verborgenes, das „niemand kennt, außer wer es empfängt“ (Offb 2,17). Niemand aber empfängt es, außer wer sich danach sehnt; niemand hat Sehnsucht danach, außer der, den das Feuer des Heiligen Geistes bis ins Mark durchglüht […] Daher schreibt der Apostel [Paulus], diese geheimnisvolle Weisheit sei durch den Heiligen Geist enthüllt (1 Kor 2,10) […]

Wenn du nun fragst, wie das geschehen soll, dann frage die Gnade, nicht die Lehre […] die Dunkelheit, nicht die Klarheit, nicht das Licht, sondern das Feuer, das ganz und gar in Brand setzt, und das durch unaussprechliche Salbung und glühende Herzensbewegung in Gott hinüberträgt. Dieses Feuer ist Gott, „sein Feuerherd ist in Jerusalem“ (Jes 31,9), und Christus hat es entzündet in der Glut seines glühenden Leidens […] Wer diesen Tod liebt, kann Gott schauen; denn es ist unbezweifelbar wahr: „Kein Mensch wird mich sehen und am Leben bleiben“ (Ex 33,20).

Sterben wir also, treten wir in die Dunkelheit ein, legen wir den Sorgen, Begierden, Phantasiebildern Schweigen auf. Gehen wir mit Christus, dem Gekreuzigten, aus dieser Welt zum Vater (Joh 13,1), damit wir, wenn uns der Vater gezeigt wird, mit Philippus sprechen können: „Es genügt uns“ (Joh 14,8), damit wir mit Paulus hören dürfen: „Es genügt dir meine Gnade“ (2 Kor 12,9), damit wir mit den Worten Davids jubeln: „Mein Fleisch und mein Herz versagen ihren Dienst, Gott meines Herzens; mein Anteil bist du, o Gott, auf ewig […]“ (Ps 73(72),26).

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