Jetzt: Komplet, P. Andreas Pohl
Komplet, P. Andreas Pohl

Evangelium des Tages

Apostelgeschichte 6,1-7.

In diesen Tagen, als die Zahl der Jünger zunahm, begehrten die Hellenisten gegen die Hebräer auf, weil ihre Witwen bei der täglichen Versorgung übersehen wurden.
Da riefen die Zwölf die ganze Schar der Jünger zusammen und erklärten: Es ist nicht recht, dass wir das Wort Gottes vernachlässigen und uns dem Dienst an den Tischen widmen.
Brüder, wählt aus eurer Mitte sieben Männer von gutem Ruf und voll Geist und Weisheit; ihnen werden wir diese Aufgabe übertragen.
Wir aber wollen beim Gebet und beim Dienst am Wort bleiben.
Der Vorschlag fand den Beifall der ganzen Gemeinde und sie wählten Stephanus, einen Mann, erfüllt vom Glauben und vom Heiligen Geist, ferner Philippus und Prochorus, Nikanor und Timon, Parmenas und Nikolaus, einen Proselyten aus Antiochia.
Sie ließen sie vor die Apostel hintreten und diese legten ihnen unter Gebet die Hände auf.
Und das Wort Gottes breitete sich aus und die Zahl der Jünger in Jerusalem wurde immer größer; auch eine große Anzahl von den Priestern nahm gehorsam den Glauben an.

ps 33(32),1-2.4-5.18-19.

Jubelt im HERRN, ihr Gerechten,
den Redlichen ziemt der Lobgesang.
Preist den HERRN auf der Leier,
auf der zehnsaitigen Harfe spielt ihm!

Das Wort des HERRN ist redlich,
all sein Tun ist verlässlich.
Er liebt Gerechtigkeit und Recht,
erfüllt von der Huld des HERRN ist die Erde.

Siehe, das Auge des HERRN ruht auf denen, die ihn fürchten,
die seine Huld erwarten,
dass er ihre Seele dem Tod entreiße
und, wenn sie hungern, sie am Leben erhalte.

Aus dem Heiligen Evangelium nach Johannes - Joh 6,16-21.

Als es Abend geworden war, gingen die Jünger Jesu zum See von Galiläa hinab,
bestiegen ein Boot und fuhren über den See, auf Kafarnaum zu. Es war schon dunkel geworden und Jesus war noch nicht zu ihnen gekommen.
Da wurde der See durch einen heftigen Sturm aufgewühlt.
Als sie etwa fünfundzwanzig oder dreißig Stadien gefahren waren, sahen sie, wie Jesus über den See kam und sich dem Boot näherte; und sie fürchteten sich.
Er aber rief ihnen zu: Ich bin es; fürchtet euch nicht!
Sie wollten ihn zu sich in das Boot nehmen, aber schon war das Boot am Ufer, das sie erreichen wollten.

Hl. Petrus Chrysologus

Christus steigt in ein Boot: War nicht er es, der den Meeresboden freilegte, nachdem er seine Wassermassen geteilt hatte, damit das Volk Israel trockenen Fußes wie durch ein Tal hindurchziehen konnte? (vgl. Ex 14,29). War nicht er es, der die Wellen des Meeres unter den Füßen des Petrus fest werden ließ, so dass das Wasser für ihn zu einem festen und sicheren Weg wurde? (vgl. Mt 14,29).
Er steigt in das Boot. Christus steigt, um das Meer dieser Welt bis zum Ende der Zeiten zu durchqueren, in das Boot seiner Kirche, um diejenigen, die an ihn glauben, auf einer friedvollen Überfahrt bis zum himmlischen Vaterland zu führen, und diejenigen, mit denen er durch seine Menschheit verbunden ist, zu Bürgern seines Reiches zu machen. Gewiss, Christus braucht das Boot nicht, aber das Boot braucht Christus. Ohne diesen vom Himmel gekommenen Steuermann würde das von den Wellen geschüttelte Boot der Kirche nämlich niemals den Hafen erreichen.

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