Schriftgröße



Den Monatskommentar  / Rundbrief von Pfr. Kocher, können Sie unten als Video ansehen. 

» Zur Video - Ansicht...



Liebe Freunde und Förderer unseres Radios,


am Ostersonntag ist Mutter Angelica, die Gründerin des größten katholischen Fernsehens der Welt EWTN zum Herrn heimgegangen.

Wer die Geschichte von Radio Horeb verstehen will, sollte den New York Times Bestseller „Mutter Angelica – Eine Nonne schreibt Fernsehgeschichte“ von Raymond Arroyo, das im Media Maria Verlag erschienen ist, lesen. Die Zitate entnehme ich diesem lesenswerten Buch. Bis hinein in die Begrifflichkeit ist Vieles ähnlich zu unserem Radio. EWTN und Radio Horeb finanzieren sich ausschließlich durch die Spenden der Zuhörer. Die von ihr praktizierte „Theologie des Risikos“ ist mir nur allzu vertraut: „Wenn du etwas für den Herrn tun willst… dann tu es! Was immer du auch denkst, was getan werden muss, auch dann, wenn du vor Angst beinahe aus den Schuhen kippst, dich zu Tode fürchtest – gehe den ersten Schritt vorwärts. Die Gnade kommt mit diesem einen Schritt, und du bekommst die Gnade, wenn du weitergehst. Angst zu haben ist kein Problem“ (S. 202).

In den großen Unternehmungen des Radios, wie dem Bau des Medienhauses oder dem Einstieg in das digitale Radio, hatten wir das nötige Geld nie im Voraus. Es galt, immer neu auf den Herrn und seine Vorsehung zu vertrauen – ein durchaus anstrengendes Unternehmen! Gerade in schwierigen und angefochtenen Situationen brachte Mutter Angelica ein erstaunliches Vertrauen auf Gott auf: „Unser Bedürfnis nach Sicherheit und der absolute Mangel an Bereitschaft, für Gott ein Risiko auf sich zu nehmen, ist entsetzlich für mich“ (S. 214). Die Einsamkeit des Führenden beschreibt sie mit folgenden Worten: „Die Veränderungen, Umbrüche, Ausrichtungen und Risiken sind vom Herrn auf meine Schultern gelegt worden. Es ist eine einsame Aufgabe zu erkennen, was andere nicht sehen, und daher ist es unbedingt erforderlich, dass jeder Einzelne von euch eng und konstruktiv mit mir zusammenarbeitet, um Seinen Willen durchzuführen. Um Tag für Tag feststellen zu können, wann man ein Risiko auf sich nehmen, wann man stehen bleiben und wann man sich zurückziehen muss, ist Vertrauen in Gott und zueinander notwendig“ (S. 258).

Der schönste Tag ihres Lebens war, als die Sendezeit täglich von acht auf 24 Stunden aufgestockt werden musste und die Belegschaft ihr das Vertrauen aussprach mit den Worten: „Go forward, Mother!“ Auch ihre Definition des Glaubens ist mir nicht unbekannt: „Glauben bedeutet, einen Fuß auf den Boden, einen Fuß in der Luft und ein ungutes Gefühl im Magen zu haben“ (S. 204). Auch in der Wortwahl sind die Parallelen auffallend. Um für ein bestimmtes Projekt das nötige Geld zu bekommen, veranstaltete sie einen Telethon (das Pendant bei uns ist der Mariathon). Es war auch ihre Absicht, das Fernsehen in die Häuser und Herzen der Menschen zu bringen. Die Zuschauerfamilie war für sie (wie für uns die Hörerfamilie) eine erfahrbare Realität.

Wie EWTN greifen wir besonders in den Lebenshilfesendungen die Probleme der Zeit auf und streichen „geistlichen Balsam auf die Wunden der einfachen Menschen“ (S. 254). Sie insistierte darauf, dass EWTN ein Werk Gottes sei und nicht das von Menschen, dessen Signal bis an die Enden der Erde reichen sollte (die Aufforderung des Papstes, unser Radio bis nach China zu bringen, ist mir immer noch im Gedächtnis). Es war selbstverständlich, dass EWTN eine Stimme des Papstes sein sollte und mit dem Lehramt der Kirche übereinstimmen musste. Opfer, Schmerzen und auch viele körperliche Beschwerden hat sie als Preis verstanden, der für so ein Werk zu bezahlen ist und deshalb auch angenommen, obwohl es auch für sie oft schwer war.


Schon vor einem Jahr berichtete ich an dieser Stelle von der Initiative „Adoration for Vocations“ in den Vereinigten Staaten, bei der es um die eucharistische Anbetung für Priester- und Ordensberufungen geht. Nach den Missbrauchsskandalen, die dazu führten, dass sogar einzelne Diözesen Konkurs anmelden mussten, war die Kirche in den Vereinigten Staaten am Boden und nicht wenige Priesterseminare standen vor der Schließung.
Besonders die eucharistische Anbetung für Priester- und Ordensberufungen, die wesentlich von Herrn Craig in Zusammenarbeit mit dem Regnum Christi der Legionäre Christi initiiert worden ist, hat die Situation mittlerweile grundlegend zum Besseren geändert. Beispiele gibt es hierfür genügend. Ich nenne um nur die wichtigsten: Atlanta GA, Lincoln NE, Savanah GA, Alexandria LA, Rapid City SD, Orando FL, New York, Norwich CT, Philadelphia, Houston TX, Galveston TX, Dallas TX, Steubenvill OH und Baltimore MD. Herr Craig wird zusammen mit seiner Frau zur Standpunkt-Sendung am 12. Juni eigens aus den USA anreisen, um über diese Initiative zu berichten.

Papst em. Benedikt XVI. hat mir am 01.04.2016 einen persönlichen Brief geschrieben und darin mitgeteilt: „Sie wissen, dass ich für Ihre Arbeit große Dankbarkeit empfinde und Ihnen allen Gottes Segen wünsche.“ Diesen Segenswunsch des Papstes gebe ich gerne weiter und grüße Sie in dankbarer Verbundenheit.

Ihr

 


Pfarrer Richard Kocher
(Programmdirektor)

MONATSKOMMENTAR


Jeden Monat berichtet unser Programmdirektor, Pfr. Richard Kocher, für Sie in einer Videobotschaft über die aktuellen Entwicklungen und Highlights bei Radio Horeb.

Kommentar - Mai 2016 - Pfr. Richard Kocher

Radio Horeb lebt allein durch Ihre Unterstützung

DANKE!

Predigt, Donnerstag, 19.05.2016 - Bischof em. Dr. Elmar Fischer



DAB+ Spezial

Verbreitungskarten und Empfangsgeräte
» Mehr...

Stellenangebote

» Mehr...

Ehrenamtliche gesucht

» Freie Stellen...

Topsendung


Eine Pforte der Barmherzigkeit -
Radio Horeb für Inhaftierte.

Ref.: Pfr. Kurt Riemhofer, Gefängnisseelsorger, 
JVA München-Stadelheim & Angelika Lang

You do not have the Flash plugin installed, or your browser does not support Javascript. Both are required to view this Flash movie.